Tag: Sprache

SCHLAFENDE HUNDE – POLITISCHE DICHTUNG DER GEGENWART

Von Lutz Nitzsche Kornel Schlafende Hunde zu wecken, bewirkt mit hoher Wahrscheinlichkeit deren Agieren, sei es als Knurren, Bellen oder gar Beißen. Das Wesen kam ihnen durch das Erlebthabenmüssen von Prägendem. Sie wurden dadurch „gereizt“ und „aufgeladen“. SCHLAFENDE HUNDE – POLITISCHE LYRIK, nunmehr in Folge SECHS, wurde als Buch zur diesjährigen Buchmesse in Leipzig am




Leichte Sprache und Gendern muss kein Widerspruch mehr sein

Von Nele Werner Leichte Sprache ist eine stark reglementierte Sprache, die etwa für Menschen mit Behinderungen oder mit Lernschwierigkeiten verständlicher ist. Das Übersetzen von Texten in Leichte Sprache kann somit einen entscheidenden Beitrag zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen oder Lernschwierigkeiten in die Gesellschaft leisten. Das allein macht diese Entwicklung für mich emanzipatorisch. Gelegentlich werden




Von der Genauigkeit in der Sprache

Von Peter Porsch Männer (und natürlich auch viele Frauen) doktern immer wieder an der Sprache herum. Sie verkaufen und kaufen „Sande“, sie haben „Bedarfe“. Welch merkwürdige Pluralbildungen. Die Wörter sind eigentlich sogenannte „singularetantums“, also Wörter, die nur im Singular vorkommen, so wie auch „Durst“ oder „Jugend“. Wer es aber braucht, verändert sie. Am Anfang klingt




Die Sache mit der Identität

von Peter Porsch „Wenn alles unveränderlich wäre, ließe sich alles in eine unveränderliche Ordnung der Vernunft bringen, wäre jedes Geheimnis ungeboren, jede Frage gefragt, das Unvorhergesehene vorausgesehen, Außervernünftiges nicht denkbar.“ Das stellt Jurij Brezans Krabat erschrocken fest. Nur die Vernunft, nur Vorhergesehenes, keine Veränderung für ewig? Keine Phantasie, nichts Neues, keine Überraschungen – ziemlich langweilig.




Herrschaft oder Akzeptanz? Sprache als „selbstredendes Dasein“ der Gesellschaft

von Peter Porsch Gekonnt dialektisch analysiert macht uns Karl Marx auf eine wesentliche Leistung von Sprache aufmerksam: „Die Sprache selbst ist ebenso das Product eines Gemeinwesens, wie sie in andrer Hinsicht selbst das Dasein des Gemeinwesens, und das selbstredende Dasein desselben“ (MEW, Bd. 42, Berlin 1983, S. 398). Sprache zeigt demnach nicht nur eine einfache




Bitte einen Broiler mit Sättigungsbeilage!

von Peter Porsch Demnächst jährt sich der Fall der Mauer zum 25. Mal. In drei Jahren wird dieses Bauwerk bereits so lange verschwunden sein, wie es einst gestanden hat. Da taucht oft die Frage auf, was denn geblieben sei von dieser DDR, die sich hinter der Mauer verschanzt hatte, und was endgültig versickert ist im




Zwei Bretteln, ein gführiger Schnee juchee …

von Peter Porsch Wintersport ist in und international! Man merkt es an den Leuten bei den Liften und den Seilbahnen. Dennoch: Vielleicht vermeidet manche und mancher aus Angst, nicht zu verstehen oder nicht verstanden zu werden, dorthin zu fahren, wo ihm ein „Swatch Snow Mobile“ zum „Ski-Opening“ angeboten wird. Andere wird möglicherweise gerade die Sprache




Glosse: Schluss mit wichsen!

Von Uwe Schaarschmidt Nein – wir sagen nicht mehr Neger, schon lange nicht mehr. Auch nicht Negerlein. Wir reden nicht mehr von Schwarzen, Gelben, Roten, Braunen und von Rassen auch nicht. Das alles ist auch gut so. Es war geklärt, zumindest im öffentlichen Diskurs, in den Medien, in der Literatur, der Musik. Und über die




Der Unterschied zwischen „möbliert“ und „vermöbelt“

Die Deutsche Sprache ist spannend, lustig und schön. Über die Erfahrungen mit dem Deutsch lernen hat der Amerikaner David Bergmann ein überaus unterhaltsames Büchlein geschrieben. Da geht es um so nützliche kleine Wörter wie „tja“, „nanu“ und „eben“, um die Schwierigkeiten mit Perfekt und Imperfekt, mit Pronomen und dem „ch“-Laut, aber auch mit deutschen Fahrkartenautomaten