Tag: Schriftsteller

Buchtipp: Exil unter Palmen

Von Ralf Richter Was Magali Niedradka-Steiner über die deutschen Emigranten in Sanary-sur-Mer geschrieben hat, ist Pflichtlektüre und Reiseführer für jeden, der sich mit europäischer Exilliteratur beschäftigt. Krieg und Verfolgung ließen linke Autoren und andere Künstler aus Deutschland nach 1933 die Flucht ergreifen. Neben KZ und SA-Terror aber gab es – das mögen nicht alle wissen




„A jeder Mensch hat halt ´ne Sehnsucht“

Begleitet von seinem Försterklavier unternimmt der Dresdner Schriftsteller Rudolf Scholz eine turbulente Zeitreise. Peter Slama hat sie gelesen Schon immer hat die Musik im Schaffen des Dresdner Schriftstellers Rudolf Scholz eine dominierende Rolle gespielt. Das bestätigen allein schon die Titel seiner Romane und Erzählungen, die der Leipziger Dingsda-Verlag seit Anfang der 1990er Jahre in sein




„Ich kann nicht aus Hass schreiben“

Der Leipziger Schriftsteller Norbert Marohn war zu Gast bei Jour fixe. Von Wulf Skaun Jour fixe einmal anders: Für die 29. Auflage wagten Manfred Neuhaus und Michael Zock ein Experiment. Und so kam der unkonventionelle Gesprächskreis in der Leipziger Dependance der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen Mitte Dezember als gestaltetes Interview daher. Mikrofon-Profi Michael Zock befragte den einheimischen




Unendliche Wende

Ein Streitgespräch vor zwanzig Jahren – aktuell wie einst von Rüdiger Bernhardt Viele Menschen sorgen sich um die gegenwärtige Gesprächs- und Diskussionskultur und die zunehmenden Hass-Kommentare, die nicht nur das Gesprächsklima vergiften, sondern auch die Schwelle für Aggressionen sinken lassen. Da ist es gut und orientierend, sich an Beispiele zu erinnern, in denen politische Gegner respektvoll




100 Jahre Jurij Brězan

von Peter Porsch Das sorbische Volk, ob in der Niederlausitz oder in der Oberlausitz, ist gar nicht arm an bedeutenden Schriftstellern, die ihren unverwechselbaren Anteil an der Bewahrung von Sprache und Kultur dieses kleinen, noch dazu in zwei Varianten existierenden Volkes haben. Das gilt für Vergangenheit und Gegenwart. Mit einigem Stolz konnte deshalb der Sorbische