Tag: Gesellschaft

„Nicht mehr nur ohnmächtig zuschauen …“

Der EU-Hotspot Moria auf der griechischen Insel Lesbos ist ein Symbol für das Versagen Europas in der Flüchtlingspolitik und zu einem Gefängnis geworden. Es gibt inzwischen Menschen, die das in Ordnung finden. Sebastian , der in Sachsen aufwuchs und in Berlin als Türsteher arbeitet, hielt die Bilder nicht mehr aus und hilft nun vor Ort




Sagen, was ist

Jüngste Ausgabe der Zeitschrift Marxistische Erneuerung (Z 116) treibt „neue Klassendiskussion“ voran. Von Wulf Skaun Sagen, was ist. Lassalles berühmtes Diktum galt auch Rosa Luxemburg als „revolutionärste Tat“: gesellschaftspolitische Realitäten klar und ungeschminkt beim Namen zu nennen. Linke Eliten von heute sind davon weit entfernt. Nach dem Schock des Epochenbruchs quasi „entrevolutioniert“ und von breiten




„Ungewisse Gewissheiten“

Das „Historisch-Kritische Wörterbuch des Marxismus“ ist nach 35 Jahren auf der Hälfte des Weges. Von Peter Porsch Es wurde einst ein Wörterbuch übersetzt, das „Dictionnaire Critique du Marxisme (Kritisches Wörterbuch des Marxismus)“, herausgegeben von Georges Labica und Gérard Bensussan. „Herausgeber der deutschen Übersetzung war Wolfgang Fritz Haug. An der französischen Fassung des Wörterbuchs waren über




Die Oktoberrevolution und die Folgen

Winfried Steffen rezensiert eine Publikation des Politologen Klaus Dallmer Die von Klaus Dallmer, Jahrgang 1951, unter dem Titel „Wladimir Lenins Großer Sozialistischer Oktoberumsturz und die Folgen“ verfasste Publikation arbeitet heraus, dass der Sturz der zaristischen Selbstherrschaft nicht als ein von Lenin ausgedachter Putsch in Leningrad stattfand, sondern eine tiefgreifende Revolution breiter Massen von Arbeiter und




Kein Erfolg von rechts

Von Antje Feiks Im Oktober fanden sowohl in Bayern als auch Hessen Landtagswahlen statt. Unsere Partei konnte in beiden Ländern im Vergleich zur letzten Landtagswahl um 1,1 Prozentpunkte zulegen. Das ist nicht viel, aber auch kein Selbstläufer. In Hessen reichte es, um das vierte Mal in Folge und erstmals ohne Zittern in den Landtag einzuziehen




Über Leben und Tod

Von Ralf Becker Bundesgesundheitsminister Spahn will eine neue Diskussion zur „Organ-Spende“. Er will die Widerspruchslösung: Jeder, der nicht ausdrücklich und unterschriftlich verneint, wird Organ-„Spender“. Das ist ein Anachronismus. Der Chef der Ethik-Kommission hat sich umgehend geäußert: Der Sinn der „Spende“ ist dann dahin, die Freiwilligkeit der Leistung. Hier schon muss auf die Verdrehung der Sprache




Gefährliche Symbolpolitik

Teil 1 zum neuen sächsischen Polizeigesetz: Wie passt es in die aktuelle politische Landschaft? Von Enrico Stange und Florian Krahmer Welche Perspektive eröffnet sich beim Blick auf das neue Polizeigesetz bzw. die neuen Polizeigesetze (Polizeivollzugsdienstgesetz und Polizeibehördengesetz) für den Freistaat, und das vor dem Hintergrund der Sicherheitsarchitektur in Sachsen bzw. Deutschland? Den beiden Gesetzen, die




Die Ignoranz ist vorbei

Von Matthias Höhn Der Osten ist in aller Munde. Endlich. Zeitungen und Fernsehen diskutieren Fragen wie: Reicht eine Kanzlerin aus Ostdeutschland für unsere politische Vertretung aus – oder braucht es doch noch ostdeutsche Minister im Kabinett? Sollten nicht wenigstens Regierungen und Beamtenapparat in den neuen Ländern überwiegend aus Ostdeutschen bestehen? Sind es wirklich nur westdeutsche




„Marx bleibt für mich aktuell“

Wulf Skaun sprach mit dem Marx-Forscher Manfred Neuhaus über das Marx-Jubiläum Professor Dr. sc. phil. Manfred Neuhaus (71) war als Historiker viele Jahre an der Karl-Marx-Universität Leipzig in Lehre und Forschung tätig. Er hat sich dort und nach dem Epochenbruch an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften als Arbeitsstellenleiter der Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA) einen Namen gemacht. Das




Facebook: Das Problem ist das Geschäftsmodell

Von Lorenz Krämer, Büro MdEP Cornelia Ernst Facebook hat es jahrelang erlaubt, dass dubiose Unternehmen wie Cambridge Analytica Zugriff auf persönliche Informationen von allein in diesem Fall mindestens 80 Millionen Facebook-Nutzerinnen hatten. Daraus wurden Persönlichkeitsprofile berechnet, von denen die Firmenbetreiber behaupten, dass sie mit diesem Wissen sogar Wahlen und Abstimmungen selbst in großen Demokratien entscheidend