Category: Buchbesprechung

„A jeder Mensch hat halt ´ne Sehnsucht“

Begleitet von seinem Försterklavier unternimmt der Dresdner Schriftsteller Rudolf Scholz eine turbulente Zeitreise. Peter Slama hat sie gelesen Schon immer hat die Musik im Schaffen des Dresdner Schriftstellers Rudolf Scholz eine dominierende Rolle gespielt. Das bestätigen allein schon die Titel seiner Romane und Erzählungen, die der Leipziger Dingsda-Verlag seit Anfang der 1990er Jahre in sein




SCHLAFENDE HUNDE – POLITISCHE DICHTUNG DER GEGENWART

Von Lutz Nitzsche Kornel Schlafende Hunde zu wecken, bewirkt mit hoher Wahrscheinlichkeit deren Agieren, sei es als Knurren, Bellen oder gar Beißen. Das Wesen kam ihnen durch das Erlebthabenmüssen von Prägendem. Sie wurden dadurch „gereizt“ und „aufgeladen“. SCHLAFENDE HUNDE – POLITISCHE LYRIK, nunmehr in Folge SECHS, wurde als Buch zur diesjährigen Buchmesse in Leipzig am




Ausarbeitung und Ratifizierung des Grundgesetzes im Rahmen des Besatzungsstatutes

Von Prof. Dr. Kurt Schneider Geleitet von den durch den Kalten Krieg geprägten Zielen der amerikanischen Europapolitik, unter ihrer Führung Westeuropa auf vertraglicher Grundlage wirtschaft- und militärpolitisch zu einen, wurde die Deutschlandpolitik der westlichen Besatzungsmächte dieser strategischen Neuorientierung angepasst. Westdeutschland sollte im Sinne der Truman-Doktrin ein „Schutzwall gegen den Kommunismus“ werden. Dafür wurde die Trizone




„Gehört Sachsen noch zu Deutschland?“

Reinhard Heinrich über eine Buchpremiere in Meißen Frank Richter lud Ende März erneut zu einer Buchpremiere nach Meißen. Nach seinem Buch „Hört endlich zu!“ legte er eine brandneue Analyse auf den Tisch: „Gehört Sachsen noch zu Deutschland?“. Ein Hauptbegriff von Richters Analyse ist „Orientierungsnotstand“. Er hat ihn nicht erfunden, sondern nur gefunden – in einer




Die demokratischen Potenzen des Grundgesetzes

Von Winfried Steffen Vom Parlamentarischen Rat in Bonn am 8. Mai 1949 mit 53 gegen zwölf Stimmen verabschiedet, am 12. Mai von den Militärgouverneuren der westlichen Besatzungsmächte gebilligt, von den westdeutschen Länderparlamenten vom 16. bis 22. Mai ratifiziert, wurde das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland vom Präsidenten des Parlamentarischen Rates, Dr. Konrad Adenauer, als rechtskräftig




Von Brudervölkern und Brüdern

Ralf Richter mit dem diesjährigen Leipziger Buchmessereport Alles sollte frisch sein beim diesjährigen Gastland Tschechien auf der Leipziger Buchmesse. So wie heute die Geschichte „Deutschlands“ in Politikerreden zumeist 1949 beginnt – und fast ausschließlich westdeutsche Geschichte meint – so beginnt die neue tschechische Geschichte 1990 und blendet aus, dass die Geschichte 1990 nicht als tschechische,




Volkstribun

Von Holger Czitrich-Stahl In Memoriam Annelies Laschitza (6.2.1934-10.12.2018) Denkt man über die revolutionäre Linke in der deutschen Sozialdemokratie im Ersten Weltkrieg, über die Spartakusgruppe bzw. die zur Jahreswende 1918/19 gegründete KPD nach, so fällt neben dem Namen Rosa Luxemburgs in einem Atemzug stets der Name Karl Liebknechts. Über ihn schrieb jüngst Annelies Laschitza in der




„Kopf hoch, fest und ruhig bleiben!“

Von Prof. Dr. Kurt Schneider Bereits im Februar 1915 kam Rosa Luxemburg für ein Jahr ins Gefängnis, verurteilt wegen einer Rede vor Kriegsbeginn, mit der sie zur Kriegsdienst- und Befehlsverweigerungg aufgerufen hatte. Nur wenige Wochen wieder frei, wird im Juli 1916 „Schutzhaft“ über sie verhängt, die sie in Berlin, Wronke und Breslau verbringen muss, von




„Kriminelles aus Sachsen“

Von Ralf Richter Man findet das Buch mittlerweile in vielen sächsischen Bibliotheken an prominenter Stelle: „Kriminelles aus Sachsen“. Regionalgeschichtliches ist in Sachsen en vogue, aus verschiedenen Gründen stärker als in anderen Bundesländern – und Krimis gehen auch immer. Insofern ist es kein Wunder, dass ein Buch mit diesem Titel mit Sicherheit zahlreiche Leser findet. Aber




Taxifahrer mit Soziologen-Blick

Ralf Richter rezensiert „Nächtliche Wege“ von Gaito Gasdanow Wer zum 2018 im Hanser Verlag erschienenen Roman „Nächtliche Wege“ greift, kann tief eintauchen ins russische Migrantenmilieu im Paris der 30er Jahre. So wie der Bürgerkrieg heute in Afghanistan und Syrien die Menschen gegen- und auseinander treibt, tobten damals schwere Kämpfe in Russland. Die „Weißen“, der Adel,