Category: Soziales

Mehr Kampf für Inklusion und Teilhabe

Von Susann Schöniger Am 26. März 2009 ist in Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention in Kraft getreten. Dieses Übereinkommen „markiert in der Geschichte des Behindertenwesens einen historischen Wandel, der in seiner Bedeutung kaum überschätzt werden kann.“ (Lindmeier, 2008). Seit zehn Jahren gilt es, diese Konvention auch in Deutschland zur Geltung zu bringen. Sämtliche Bundes- und Ländergesetze müssen




Nennt Nazis Nazis. Sie sind welche!

Von Peter Porsch Die Wahlen zum Europaparlament nähern sich. Deshalb hatte Brüssel gerufen, genauer gesagt, die linke Fraktion GUE/NGL war es, und viele, sehr viele waren am 30. Januar 2019 gekommen, um zum Thema „Lokal resistance against the far-right in Europe“ (Örtlicher Widerstand gegen die extreme Rechte in Europa) zu informieren und beraten. Linke aus




Liberté, Égalité, Soeurité – Freiheit, Gleichheit, Schwesterlichkeit?

Susanna Karawanskij freut sich über den gleichstellungspolitischen Meilenstein in Brandenburg Es könnte so einfach sein und eigentlich gibt‘s da gar nix zu diskutieren. Das Bekenntnis zur Gleichstellung von Frauen und Männern zieht logischerweise die Umsetzung nach sich. Die Gleichstellung von Frauen und Männern im Beruf, im öffentlichen Leben, in Bildung und Ausbildung, aber auch in




Sozialskandal: Kein Dank für Pflegekräfte und pflegende Angehörige übrig

Von Susanne Schaper Es ist unerträglich! Anders kann man die Situation im sächsischen Parlament nicht mehr beschreiben. Nachdem im letzten Plenum der Abschlussbericht der Enquete-Kommission zur „Sicherstellung der Versorgung und Weiterentwicklung der Qualität in der Pflege älterer Menschen im Freistaat Sachsen“ nach rund drei Jahren Arbeit vorgestellt wurde und aufzeigt, dass es in Sachsen beim




Kein Land in Sicht für die Seenotrettung

Von René Lindenau Eigentlich ist es traurig, worüber man so reden muss – wie am 18. Februar 2019 in der Rosa-Luxemburg-Stiftung zu Berlin. Zu reden war über die Seenotrettung von Flüchtlingen. Weil staatliche Institutionen und die EU ihrer Pflicht zur Rettung von Menschenleben nicht nachkommen, fühlen sich andere in die Pflicht genommen. Sie retten nun



Zukunftsfrage Religionen

Von Jens Dietzmann Auf dem Wahlparteitag in Hannover hatte sie sich wiedermal für kurze Zeit den Weg ins Rampenlicht erkämpft, die Gretchenfrage der Politik. Wie soll der Staat mit Religionen umgehen? In der Programmdebatte zur Bundestagswahl 2017 aufgeworfen, wurde sie an zwei aufeinander folgenden Tagen vom Parteitag unterschiedlich beantwortet, ein zumindest diskutabler Vorgang. Denn wenn




Abwaschen ist politisch!

Von Sarah Buddeberg Anders als in den alten Bundesländern hat der 8. März im Osten noch eine tief verwurzelte Tradition. Immer wenn wir mit Infoständen und Blumen an den Frauentag erinnern, freuen sich insbesondere die Frauen. Viele von ihnen bedauern, dass der 8. März heute kaum noch eine Rolle spielt. Wir sollten uns also fragen:




Was die Inklusionsbeauftragte denkt

Von Kathleen Noack In unserer Partei wollen wir eine Politik für Menschen mit Behinderungen, die auf den Inhalten der UN-Behindertenrechtskonvention basiert. Die Betroffenen sollen als vollwertige Mitglieder unserer Gesellschaft anerkannt werden und uneingeschränkt teilhaben können. Wir wollen gesamtgesellschaftlich das Bewusstsein für Menschen mit Behinderungen zum Positiven verändern, auch um das Selbstbewusstsein und die Selbstbestimmung aller




Wir fordern mehr Inklusion im Bildungsbereich

Von Sprecher_inrat der LAG selbstbestimmte Behindertenpolitik DIE LINKE Sachsen 2009 trat die UN-Behindertenrechtskonvention (UNBRK) in Deutschland in Kraft. Deutschland verpflichtete sich mit der Ratifizierung zur regelmäßigen Berichterstattung über den Stand der UNBRK in Deutschland. Die inklusive Bildung stellt dabei einen wichtigen Punkt dar. 2015 wurde dabei das erste Mal von Deutschland berichtet. Zu diesem Zeitpunkt




Sagen, was ist

Jüngste Ausgabe der Zeitschrift Marxistische Erneuerung (Z 116) treibt „neue Klassendiskussion“ voran. Von Wulf Skaun Sagen, was ist. Lassalles berühmtes Diktum galt auch Rosa Luxemburg als „revolutionärste Tat“: gesellschaftspolitische Realitäten klar und ungeschminkt beim Namen zu nennen. Linke Eliten von heute sind davon weit entfernt. Nach dem Schock des Epochenbruchs quasi „entrevolutioniert“ und von breiten