Category: Rezension

Als Ardenne Chruschtschow beriet

Das Märzheft der „Mitteilungen“ bietet wieder reichhaltiges quellenspezifisches Leseangebot. Von Wulf Skaun Die März-Ausgabe (Nr. 55) der „Mitteilungen“, publizistisches Sprachrohr des Förderkreises Archive und Bibliotheken zur Geschichte der Arbeiterbewegung e. V., hält für den interessierten Leser wiederum unikates quellenspezifisches Material bereit. Wie in jeder neuen Nummer des bewährten Vereinsblattes wartet auch das Märzheft mit spannenden




„Neustadt – das ist der radikale Teil“

Von Holger Czitrich-Stahl Rosa Luxemburgs gewaltsamer Tod vor 100 Jahren am 15. Januar 1919 führte in den letzten Monaten zu einem spürbar gewachsenen Interesse an Leben und Werk der großen Denkerin und Revolutionärin, deren faszinierende Persönlichkeit immer stärker auch das Bürgertum zu ergreifen scheint. Das ist an der opulenten, aber diskussionsbedürftigen Biographie von Ernst Piper




Volkstribun

Von Holger Czitrich-Stahl In Memoriam Annelies Laschitza (6.2.1934-10.12.2018) Denkt man über die revolutionäre Linke in der deutschen Sozialdemokratie im Ersten Weltkrieg, über die Spartakusgruppe bzw. die zur Jahreswende 1918/19 gegründete KPD nach, so fällt neben dem Namen Rosa Luxemburgs in einem Atemzug stets der Name Karl Liebknechts. Über ihn schrieb jüngst Annelies Laschitza in der




„Kopf hoch, fest und ruhig bleiben!“

Von Prof. Dr. Kurt Schneider Bereits im Februar 1915 kam Rosa Luxemburg für ein Jahr ins Gefängnis, verurteilt wegen einer Rede vor Kriegsbeginn, mit der sie zur Kriegsdienst- und Befehlsverweigerungg aufgerufen hatte. Nur wenige Wochen wieder frei, wird im Juli 1916 „Schutzhaft“ über sie verhängt, die sie in Berlin, Wronke und Breslau verbringen muss, von




„Kriminelles aus Sachsen“

Von Ralf Richter Man findet das Buch mittlerweile in vielen sächsischen Bibliotheken an prominenter Stelle: „Kriminelles aus Sachsen“. Regionalgeschichtliches ist in Sachsen en vogue, aus verschiedenen Gründen stärker als in anderen Bundesländern – und Krimis gehen auch immer. Insofern ist es kein Wunder, dass ein Buch mit diesem Titel mit Sicherheit zahlreiche Leser findet. Aber




Exkursion in Reclams Kosmos

Jour fixe erkundet Zeugnisse eines universalen Literaturprogramms / Von Wulf Skaun Ad fontes ? zu den Quellen, heißt es im Februar für die Teilnehmer des 42. unkonventionellen Gesprächskreises Jour fixe am Leipziger Standort der RLS Sachsen. Ihre bücherkundliche Exkursion führt sie in die Kreuzstraße 12 ins Vereinsdomizil des Literarischen Museums, um hier Reclams Kosmos zu




Sagen, was ist

Jüngste Ausgabe der Zeitschrift Marxistische Erneuerung (Z 116) treibt „neue Klassendiskussion“ voran. Von Wulf Skaun Sagen, was ist. Lassalles berühmtes Diktum galt auch Rosa Luxemburg als „revolutionärste Tat“: gesellschaftspolitische Realitäten klar und ungeschminkt beim Namen zu nennen. Linke Eliten von heute sind davon weit entfernt. Nach dem Schock des Epochenbruchs quasi „entrevolutioniert“ und von breiten




„Ungewisse Gewissheiten“

Das „Historisch-Kritische Wörterbuch des Marxismus“ ist nach 35 Jahren auf der Hälfte des Weges. Von Peter Porsch Es wurde einst ein Wörterbuch übersetzt, das „Dictionnaire Critique du Marxisme (Kritisches Wörterbuch des Marxismus)“, herausgegeben von Georges Labica und Gérard Bensussan. „Herausgeber der deutschen Übersetzung war Wolfgang Fritz Haug. An der französischen Fassung des Wörterbuchs waren über




Ich will meine Akte!

„Wie westdeutsche Geheimdienste Ostdeutsche bespitzeln“: Ralf Richter hat einen Buchtipp Der Buchtitel des Autors Robert Allertz führt auf den Holzweg. Denn wer nun etwa gespannt ist zu lesen, „Wie westdeutsche Geheimdienste Ostdeutsche bespitzeln“, erfährt das gerade nicht. Für Sächsinnen und Sachsen – insbesondere solche aus dem Bezirk Dresden – ist das Buch dennoch äußerst interessant,




Neues vom Herrn b

Jour fixe 37 widmet sich Stephen Parkers neuer Brecht-Biographie. Von Wulf Skaun Haben wir mit Mittenzwei, Hecht, Schumacher und Co. nicht schon zu DDR-Zeiten alles über Bert Brecht gewusst? Die 37. Runde des Leipziger „unkonventionellen Gesprächskreises“ Jour fixe an der RLS Sachsen belehrt uns eines anderen. Im beinahe privatimen Café-Ambiente der „Kleinen Träumerei“, für den