Category: Kommentar

„Neustadt – das ist der radikale Teil“

Von Holger Czitrich-Stahl Rosa Luxemburgs gewaltsamer Tod vor 100 Jahren am 15. Januar 1919 führte in den letzten Monaten zu einem spürbar gewachsenen Interesse an Leben und Werk der großen Denkerin und Revolutionärin, deren faszinierende Persönlichkeit immer stärker auch das Bürgertum zu ergreifen scheint. Das ist an der opulenten, aber diskussionsbedürftigen Biographie von Ernst Piper




Zwischen Normalfall und Fremdenangst

Von René Lindenau Es war der Startschuss einer Vorlesungsreihe der Cottbuser Universität, die unter dem Motto „Open BTU“ stehen soll. Als erste Referentin konnte die brandenburgische Sozialministerin Susanna Karawanskij (LINKE) begrüßt werden. Migration ist eine historische Konstante in der Geschichtsschreibung der Menschheit, wie auch durch die Archäologie und andere Wissenschaften belegt wird – so hieß




Iran vor Ort – Warum neue Sanktionen sinnlos sind

Cornelia Ernst hat erneut beobachtet: Im Iran liegen Licht und Schatten, Hoffnung und Missstände eng beieinander Mittlerweile bin ich seit acht Jahren Vize-Präsidentin der Iran-Delegation im Europäischen Parlament. Ziel dieser Delegation ist es, die parlamentarischen und politischen Kontakte zwischen dem Europaparlament und dem Iran auszubauen. In diesem Zuge war ich 2013 zum ersten Mal im




Der schleichende Ausverkauf von Meißens Glanz – zum Aus von Meissen Keramik

Von Tilo Hellmann Meißner Porzellan genießt Weltruhm, nicht minder bekannt ist Meißen für seine Keramikindustrie. Früher galt es als Statussymbol, einen Ofen mit Meißner Kacheln zu Hause zu haben. Und diese stehen immer noch und werden gehegt und gepflegt, wie das „Meissner“ im Schrank. Wie der Presse zu entnehmen war, verlässt nun nach der „Neue




Ernst Thälmann – ein Vermächtnis

Gedenken zum 133. Geburtstag von Ernst Thälmann am 17. April 2019 in Chemnitz Von Raimon Brete Mit den prophetisch zu nennenden Worten „Wer Hitler wählt, wählt den Krieg!“ appellierte Ernst Thälmann bereits 1932 an die Deutschen, mit Bedacht Entscheidungen zur Reichstagswahl zu treffen. Vergebens! Der erste Mann der Kommunistischen Partei Deutschlands sah mit klarem Blick




Bluesgetränkte Rockröhre

Jens-Paul Wollenberg über einen Ausnahmemusiker, der im Herbst 70 Jahre alt wird und auch politisch viel zu sagen hat: Bruce Springsteen Den meisten bekannt ist Bruce Springsteen durch das 1984er Album „Born in the USA“, das auch zu DDR-Zeiten beim staatlichen Label „AMIGA“ als Lizenzplatte erschien. Dass es dabei jedoch um eine sehr kritische Auseinandersetzung




Kreisverband im Wahlkampfmodus

Ein Ausblick der Kreisvorsitzenden Uta Knebel unter Mitarbeit von Tilo Hellmann Mit Aktionen in Großenhain (Tag der offenen Tür im Wahlkreisbüro unserer Landtagsabgeordneten Kerstin Lauterbach) Riesa (Auftaktveranstaltung mit der Europaabgeordneten Dr. Cornelia Ernst, Dr. André Hahn MdB, René Jalaß MdL, Bärbel Heym, Fraktionsvorsitzende der Kreistagsfraktion, und Mitgliedern der Kreis- und Stadtratsfraktion Riesa) Coswig (Familienfest zum




„Wir alle sollten uns als Verfassungspatrioten verstehen!“

Von Simone Hock So formulierte es der ehemalige Pfarrer der Leipziger Thomaskirche Christian Wolff in seinem Impulsreferat zur Eröffnung der diesjährigen Tage für Demokratie und Toleranz in der Region Zwickau, die nun schon zum 17. Mal stattfinden. Die Veranstaltung fand in der Zwickauer Lutherkirche statt. In seiner Rede spann Christian Wolff den Bogen von der




Die demokratischen Potenzen des Grundgesetzes

Von Winfried Steffen Vom Parlamentarischen Rat in Bonn am 8. Mai 1949 mit 53 gegen zwölf Stimmen verabschiedet, am 12. Mai von den Militärgouverneuren der westlichen Besatzungsmächte gebilligt, von den westdeutschen Länderparlamenten vom 16. bis 22. Mai ratifiziert, wurde das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland vom Präsidenten des Parlamentarischen Rates, Dr. Konrad Adenauer, als rechtskräftig




Bautzen darf nicht länger braune Hochburg sein

Von Caren Lay Bei der Identitären Bewegung (IB) handelt es sich mitnichten um ein paar harmlose, rechte Politbewegte, sondern um stramme Rechtsextreme. Das beweisen nicht zuletzt die Verbindungen ihres medialen Aushängeschilds, des Österreichers Martin Sellner, zum Attentäter von Christchurch. Dieser spendete Sellner nicht nur Geld, er bezog sich klar auf Positionen der IB als Motivation