Kreisverband im Wahlkampfmodus

Ein Ausblick der Kreisvorsitzenden Uta Knebel unter Mitarbeit von Tilo Hellmann

48h-Wahlkampf

Alle Rechte vorbehalten von DIE LINKE

Mit Aktionen in

  • Großenhain (Tag der offenen Tür im Wahlkreisbüro unserer Landtagsabgeordneten Kerstin Lauterbach)
  • Riesa (Auftaktveranstaltung mit der Europaabgeordneten Dr. Cornelia Ernst, Dr. André Hahn MdB, René Jalaß MdL, Bärbel Heym, Fraktionsvorsitzende der Kreistagsfraktion, und Mitgliedern der Kreis- und Stadtratsfraktion Riesa)
  • Coswig (Familienfest zum 1. Mai)
  • Meißen (Kandidat*innenrunde)
  • Radebeul (Infostand zum 1. Mai)

startete der Kreisverband DIE LINKE.Meißen ab dem 30. April in den Wahlkampf 2019.
Der Start nach den Eindrücken der Landesvertreter*innenversammlung war mancherorts in unserem Kreisverband nicht so leicht, so dass der Landesgeschäftsführer unserer Partei Thomas Dudzak sich mit Genossen des Ortsverbandes Riesa traf.

Meißen wird oft und gern die „Wiege Sachsens“ genannt – und der Kreis neben der Stadt ist meistens mit gemeint. Sich in trügerischer Sicherheit zu wiegen, dass DIE LINKE aus diesem Kreis im Landtag 2019 vertreten sein muss, ist freilich verwegen. Dennoch ist es schwer zu vermitteln, dass keiner der Bewerber aus dem Kreisverband Meißen bis zum Platz 20 Berücksichtigung finden konnte. War es dem Landesvorstand tatsächlich unmöglich, den Vertreterinnen und Vertretern zu vermitteln, dass es gute Leute in jedem Kreisverband gibt?

Im Kreisverband, wie in anderen auch, gilt es Lösungen aufzuzeigen, die die Arbeit im gesamten Kreisverband weiterhin möglich machen. Diese können wir nicht allein finden.

Eine Basis für die weitere Arbeit bilden auf jeden Fall sehr gute Ergebnisse im Kommunalwahlkampf. Dieser Aufgabe stellen wir uns. Wir können dabei auf bewährte Wahlkämpfer und Neuzugänge bauen. Viele unserer Genossen sind wahlkampferprobt und haben sich bereits mit Material auf die Socken gemacht.

Der Kreisverband der LINKEN in Meißen hat aber auch prominente Verstärkung erhalten. Aus den Reihen der Piratenpartei wechselten in den vergangenen sechs Monaten drei Mitglieder aus dem Raum Meißen zum Kreisverband. Sören Skalicks (37, aus Meißen), Michael Bauschke (34, aus Thiendorf) und Andreas Bärisch (37, aus Coswig) verstärken nun die Partei tatkräftig vor Ort. Die Gründe dafür waren vielfältig.

Sören: Über einen Eintritt in die LINKE habe ich schon länger nachgedacht. Ausschlaggebend für mich waren dann unter anderem die Entwicklung in der Piratenpartei zurück zur reinen digitalen programmatischen Ausrichtung und die aktuelle nach rechts tendierende Ausrichtung in unserem Land und Europa. Auch programmatisch waren für mich die LINKEN die einzige Option zur Piratenpartei. Viele Punkte, die bei den PIRATEN wichtig waren, finden sich auch im Programm der LINKEN wieder, vor allem bei den sozialen Themen.

Michael: Ich habe die LINKE als einzig echte Alternative zur Piratenpartei gesehen, da sich viele Programmpunkte überschneiden. Entscheidend für einen Wechsel waren für mich die anstehende Kommunal-und Landtagswahl, bei denen das Programm der LINKEN die einzige Alternative zu den rückwärtsgewandten Ansichten von CDU und AfD ist. Ich möchte verhindern, dass sich Sachsen zurück in vergangene Zeiten wählt, dazu braucht es eine starke LINKE. Nach dem Austritt von Julia Reda aus der Piratenpartei sah ich dort keine realistische Alternative mehr.

Andreas: Der Gedanke, in die LINKE einzutreten, war schon länger vorhanden, denn für mich schien das der nächste logische Schritt zu sein. Die Piratenpartei hat sich für mich in die falsche Richtung entwickelt und spätestens 2014 war für mich das Schiff „Piratenpartei“ gesunken. Darüber hinaus sind die Schnittmengen mit der LINKEN einfach zu groß: fahrscheinloser ÖPNV, Bedingungsloses Grundeinkommen, dazu noch die Sozialpolitik im Allgemeinen und der Kampf gegen die in der Mitte der Gesellschaft angekommenen rechten Denkweisen und Strukturen.

Ihre Themen, wie

  • funktionierender und für alle gut nutzbarer barrierefreier ÖPNV,
  • lokale Jugendarbeit,
  • Digitalisierung und Netzausbau, bei denen die Gemeinden nicht alleine gelassen werden dürfen,
  • aktuelle Bildungspolitik ändern – mit dem längeren gemeinsamen Lernen als erstem Schritt und
  • auf kommunaler Ebene mehr für die finanziell schwächeren Personen machen, etwa durch Mobilität die Teilhabe am sozialen Leben sichern

sollen an dieser Stelle nur beispielhaft für unsere Kandidierenden genannt werden.

Es ist im Kreisverband außerdem entgegen anders lautenden Mitteilungen gelungen, junge Strukturen zu etablieren und auszubauen. Seit einigen Wochen hat sich zum Beispiel eine Linksjugend in Riesa gebildet. Dabei fand die Jugend aktive Unterstützung in jedweder Hinsicht auch vom Ortsverband und der Kreisvorsitzenden. Die Linksjugend Riesa hatte in dieser Konstellation ihren ersten großen Einsatz in der Nacht zum 1. Mai beim Plakatieren für die Kommunalwahl. Diese Feuertaufe hat sie hervorragend gemeistert.