Von sinkenden Schiffen und verglühten Sternen

Von sinkenden Schiffen und verglühten Sternen

Die sächsische NPD nach ihrer Niederlage bei der Landtagswahl von Kerstin Köditz 800 Stimmen. 800 Stimmen sind nicht viel. 800 Stimmen können sehr viel sein, wenn sie fehlen. Rund 800 Stimmen fehlten der NPD zu ihrem erbeuten Einzug in den Sächsischen Landtag. 800 Stimmen bedeuten in diesem Fall den Unterschied zwischen Fraktionsgeldern in Millionenhöhe, zusätzlichen




Was im Landtag so abgeht – oder auch nicht

von Marco Böhme Knapp drei Monate ist die Landtagswahl nun her, und noch immer geht es nicht so richtig los. Stress gibt es genug, keine Frage, aber so lange die neue Regierung noch nicht in Gang gekommen ist, passiert im parlamentarischen Ablauf nur das, was man draus macht. Und das war schon eine Menge. Fraktionssitzungen,




… drum braucht er was zu essen … – ADELEN diskutieren über eine multifunktionale, sozial gerechte und ökologisch nachhaltige Landwirtschaft in Sachsen

von Kathrin Kagelmann Auf der Welt hungern trotz hehrer politischer Postulate immer noch 840 Millionen Menschen. Sie hungern hauptsächlich in Afrika, Teilen Lateinamerikas und Südostasiens. Die wohlgenährte Seite der Welt dagegen verramscht, vernichtet und verteilt, nachdem man heimische Bauern mit dem Export eigener billiger Ware zuvor ruiniert hat, zur Beruhigung des Gewissens in regelmäßigen karitativen




„Die Geschichte hat sich auf wenigen Metern entschieden“

von Wulf Skaun Die Leipziger Sechs und der Altrektor der Alma Mater erinnern an den dramatischen 9. Oktober 1989 Der 9. Oktober 1989. Die dramatische Montags-Demo in Leipzig sichert ihm einen Platz in den Geschichtsbüchern. Als Auftakt des gesellschaftlichen Aufbruchs, der, anders als von Egon Krenz gemeint, die „Wende“ einleitet. 70.000 skandieren auf dem Karl-Marx-Platz:




9. Oktober 2014: Ich war auf dem Ring!

von Marco Böhme Mit meinen 24 Jahren habe ich die DDR nicht erlebt, wurde also nur dort geboren und bin quasi ein „Wossi“. Wenn man es positiver formulieren möchte: Ich bin zu einer Zeit geboren, als die Mauer offen, die Wahlen frei und die Ideale sozialistische waren. Die Geschehnisse vor 25 Jahren bewegen Leipzig auch




Humanitäre Außenpolitik im Zeichen der „Schwarzen Null“ – Bundesregierung will Gelder trotz Flüchtlingsströmen kürzen

von Michael Leutert „Flüchtlinge in Nahost müssen hungern“. Mit dieser erschreckenden Schlagzeile machte vor kurzem die Online-Ausgabe der „Süddeutschen Zeitung“ auf. Der Grund dafür ist, dass die UNO angesichts der riesigen Flüchtlingsströme im Nahen Osten nicht mehr über ausreichende Mittel verfügt, um die Flüchtlinge wie bisher zu versorgen. Allein in Syrien sind 4,2 Millionen Menschen




Asyl-Exil: Ein Denkanstoß

von Pieter Potgieter Immer wieder Montag: Außerhalb der sächsischen Landeshauptstadt wird kaum berichtet aber hier ist es nicht zu übersehen, auch wenn man kaum etwas hört: Sie strömen. Tausende. Tragen Deutschlandfahnen und weiße Kreuze – und schweigen. Wer? So richtig weiß es keiner. „Besorgte Bürger“, würden sie sich vielleicht selbst nennen. Was sie meinen: Lasst




Lebenswerk eines Aufbau-Verlegers

von Ralf Richter Elmar Faber beschreibt ein Verlegerschicksal zwischen Ost und West in „Verloren im Paradies“ Wir alle hatten oder haben Großmütter und Großväter, und wenn wir sie nicht selbst erlebt haben, dann gab es Geschichten über sie. Doch das Allerspannendste waren immer Geschichten von ihnen selbst. Später, wenn man selbst älter wird, erkennt man,




Unrechts ist nicht Links – Warum die Bezeichnung „Unrechtsstaat“ aus linker Sicht nicht nur ein Lapsus, sondern ein schwerer Fehler ist.

von Jens Matthis Vorab: Ich bin kein Gegner einer rot-rot-grünen Regierung in Thüringen. Und wie viele andere Genossinnen und Genossen auch halte ich die ganze Diskussion für eine falsche Diskussion zur falschen Zeit. Anders als manche/r in der Parteiführung bin ich nun allerdings der Meinung, dass für die lästige Diskussion nicht die Kritiker des Begriffes




Udo Reiter und das Recht auf selbstbestimmtes Sterben

von Ralf Richter In meinem Urlaub besuchte ich in einem Ort in der Nähe des Chiemsee den Friedhof. Ein frisches Grab war von Blumen überschüttet. Auf dem Stein konnte man den Namen einer jungen Frau lesen. Sie war Anfang 20 gewesen, und zwischen den Blumenkränzen stand ein Klassenfoto von einer Mädchenklasse aus einer sehr angesehen