Sozialskandal: Vor der Wahl versprechen, in der Regierung vergessen

Zur Beseitigung des Rentenunrechts ist mehr nötig als Worte, findet Susanne Schaper Mit unserem Antrag „Ostdeutsche Arbeits- und Lebensleistung anerkennen – Fehler und Versäumnisse der Nachwendezeit und Treuhand-Unrecht kritisch aufarbeiten!“ haben wir in der Plenarsitzung vom 11.04.2019 einen letzten Anlauf für diese Legislaturperiode gewagt, um endlich Gerechtigkeit zwischen ost- und westdeutschen Renten herzustellen sowie das




„Gehört Sachsen noch zu Deutschland?“

Reinhard Heinrich über eine Buchpremiere in Meißen Frank Richter lud Ende März erneut zu einer Buchpremiere nach Meißen. Nach seinem Buch „Hört endlich zu!“ legte er eine brandneue Analyse auf den Tisch: „Gehört Sachsen noch zu Deutschland?“. Ein Hauptbegriff von Richters Analyse ist „Orientierungsnotstand“. Er hat ihn nicht erfunden, sondern nur gefunden – in einer




Genossenschaftsverband für bezahlbaren Wohnraum

Beim Thema Wohnen schlagen die Wellen hoch. Der wahre Sündenfall liegt ein paar Jahre zurück: Damals verscherbelten Städte und Gemeinden bundesweit – auch in Sachsen – massenhaft kommunalen Wohnraum an private Investoren. Heute wird über exorbitante Mietsteigerungen geklagt. Unverständlich bleibt bis heute, wie die Parteien (zu denen seinerzeit z.B. in Dresden auch ein Teil der




„Neustadt – das ist der radikale Teil“

Von Holger Czitrich-Stahl Rosa Luxemburgs gewaltsamer Tod vor 100 Jahren am 15. Januar 1919 führte in den letzten Monaten zu einem spürbar gewachsenen Interesse an Leben und Werk der großen Denkerin und Revolutionärin, deren faszinierende Persönlichkeit immer stärker auch das Bürgertum zu ergreifen scheint. Das ist an der opulenten, aber diskussionsbedürftigen Biographie von Ernst Piper




Zwischen Normalfall und Fremdenangst

Von René Lindenau Es war der Startschuss einer Vorlesungsreihe der Cottbuser Universität, die unter dem Motto „Open BTU“ stehen soll. Als erste Referentin konnte die brandenburgische Sozialministerin Susanna Karawanskij (LINKE) begrüßt werden. Migration ist eine historische Konstante in der Geschichtsschreibung der Menschheit, wie auch durch die Archäologie und andere Wissenschaften belegt wird – so hieß




Iran vor Ort – Warum neue Sanktionen sinnlos sind

Cornelia Ernst hat erneut beobachtet: Im Iran liegen Licht und Schatten, Hoffnung und Missstände eng beieinander Mittlerweile bin ich seit acht Jahren Vize-Präsidentin der Iran-Delegation im Europäischen Parlament. Ziel dieser Delegation ist es, die parlamentarischen und politischen Kontakte zwischen dem Europaparlament und dem Iran auszubauen. In diesem Zuge war ich 2013 zum ersten Mal im




Der schleichende Ausverkauf von Meißens Glanz – zum Aus von Meissen Keramik

Von Tilo Hellmann Meißner Porzellan genießt Weltruhm, nicht minder bekannt ist Meißen für seine Keramikindustrie. Früher galt es als Statussymbol, einen Ofen mit Meißner Kacheln zu Hause zu haben. Und diese stehen immer noch und werden gehegt und gepflegt, wie das „Meissner“ im Schrank. Wie der Presse zu entnehmen war, verlässt nun nach der „Neue




Von der Genauigkeit in der Sprache

Von Peter Porsch Männer (und natürlich auch viele Frauen) doktern immer wieder an der Sprache herum. Sie verkaufen und kaufen „Sande“, sie haben „Bedarfe“. Welch merkwürdige Pluralbildungen. Die Wörter sind eigentlich sogenannte „singularetantums“, also Wörter, die nur im Singular vorkommen, so wie auch „Durst“ oder „Jugend“. Wer es aber braucht, verändert sie. Am Anfang klingt




Ernst Thälmann – ein Vermächtnis

Gedenken zum 133. Geburtstag von Ernst Thälmann am 17. April 2019 in Chemnitz Von Raimon Brete Mit den prophetisch zu nennenden Worten „Wer Hitler wählt, wählt den Krieg!“ appellierte Ernst Thälmann bereits 1932 an die Deutschen, mit Bedacht Entscheidungen zur Reichstagswahl zu treffen. Vergebens! Der erste Mann der Kommunistischen Partei Deutschlands sah mit klarem Blick




Bluesgetränkte Rockröhre

Jens-Paul Wollenberg über einen Ausnahmemusiker, der im Herbst 70 Jahre alt wird und auch politisch viel zu sagen hat: Bruce Springsteen Den meisten bekannt ist Bruce Springsteen durch das 1984er Album „Born in the USA“, das auch zu DDR-Zeiten beim staatlichen Label „AMIGA“ als Lizenzplatte erschien. Dass es dabei jedoch um eine sehr kritische Auseinandersetzung