Tag: Wirtschaftspolitik

Die vielen Säulen Linker Wirtschaftspolitik – Eine Replik

von Axel Troost Mein Beitrag zu Grundlagen linker Wirtschaftspolitik in der Dezember-Ausgabe wurde in der Folgeausgabe mehrfach kommentiert. Dies hat mich sehr gefreut und ermuntert, die Diskussion zu Möglichkeiten und Grenzen links-keynesianischer Wirtschaftspolitik fortzusetzen. Es ging und geht mir nicht darum, linke Wirtschaftspolitik auf die Person Keynes oder einen Linkskeynesianismus zu verengen und anderen Ansätzen




Keynesianismus – Theorie-Fundament für linke Wirtschaftstheorie?

von Ronald Blaschke Rudolf Hickel, führender Linkskeynesianer und Mitglied der Memorandum-Gruppe, stellt klar: Keynes hat mit seiner Marktregulationstheorie nicht für die Abschaffung kapitalistischer Marktwirtschaft plädiert. Es geht um einen „klug geleiteten Kapitalismus“ (John Maynard Keynes). „Klug geleitet“ meint eine kapitalistische Marktwirtschaft, die durch staatliche Interventionen reguliert und stabilisiert wird. Das soll das Theorie-Fundament für linke




Linke Wirtschaftspolitik ohne marxistische Wirtschaftstheorie?

von Dr. Jürgen Leibiger Wie Axel Troost neulich in dieser Zeitschrift schrieb, gehören viele Erkenntnisse des Keynesianismus, insbesondere seiner linken Variante, zum theoretischen Werkzeugkasten einer „pragmatischen und anschlussfähigen linken Wirtschaftspolitik“. Dem ist unbedingt zuzustimmen und die jährlichen, auch von mir unterstützten Memoranden der Arbeitsgruppe „Alternative Wirtschaftspolitik“, zu deren Fundament der Linkskeynesianismus gehört, sind geradezu ein




Warum braucht linke Wirtschaftspolitik ein theoretisches Fundament?

von Axel Troost Die meisten Mitglieder der LINKEN in Sachsen haben, sei es in Auszügen oder als ganze Bände, Texte von Marx und Engels gelesen oder studiert. Die von Marx begründete historisch-kritische Analyse der kapitalistischen Verhältnisse hat auch heute, über eineinhalb Jahrhunderte später, noch große Aktualität und bietet weiterhin viele Erkenntnisse. Für viele Fragen der




Hinter Revolte und Reform – Die Tiefe eines Bruchs

Eine Analyse von Stefan Bollinger für ### 7/8 2008 Wogegen 1968 in West wie Ost angetreten wurde, war für die damaligen Akteure klar und teilweise blockübergreifend. Sie wollten mehr Demokratie, die unmittelbare Beteiligung des Bürgers, Studenten, Arbeiters an der Selbstverwaltung der ihn betreffenden Prozesse, solidarische Verteilung, letztlich oft sozialistische Ziele. Sie fanden sich nicht mehr