Tag: Ukraine

Quo vadis, Ukraine?

von Dr. Reinhold Gläß Wenn ich an dieser Stelle erneut aktuelle Eindrücke zur Situation in der Ukraine äußere, dann in der Überzeugung, dass die meisten Menschen derzeit eher nicht so oft in dieses Land reisen, um sich selbst ein Bild machen zu können. Außerdem wird das Thema trotz weiterhin bestehenden Interesses in den Medien gegenwärtig




Begegnungen in der Ukraine

von Jakob Lenk Vom 5. bis 15. November bereiste eine kleine Delegation, bestehend aus zwei Mitgliedern des Teams um die Landtagsabgeordnete Anja Klotzbücher (Björn Reichel, Jakob Lenk) und Boris Krumnow als Vertreter der Rosa Luxemburg Stiftung, die Ukraine. Ziel war es, mit verschiedenen linken Organisationen in der Ukraine in den Austausch zu treten und Möglichkeiten




„Ein Krieg der Oligarchen“

von René Lindenau Immer wieder geschieht es bei politischen Ereignissen, dass sie extrem in das Leben der Menschen eingreifen. So wie seit einigen Jahren in der Ukraine. Sie lassen nach Ursachen wie nach gewissen Abläufen fragen und machen neugierig auf Personen, die Träger und Ertragende jener Geschehnisse sind. Darum: Reden wir über die Ukraine, den




NATO-Beitritt der Ukraine völkerrechtlich ausschließen!

von Katja Kipping Als der NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg Anfang Februar in der Talk-Show Maybrit Illner den NATO-Beitritt der Ukraine als souveräne Entscheidung der Ukraine behandelte, konnte man sich doch nur wundern, wie ein gestandener Politiker so geschichtsvergessen und unsensibel zugleich sein kann. Man muss an dieser Stelle einmal zu Ende denken, was ein Beitritt der




Zum Geschichtsbild des ukrainischen Ministerpräsidenten Jazenjuk

von Dr. Reinhold Gläß Am 7. Januar 2015 hat der ukrainische Premier Arsenij Jazenjuk den „Tagesthemen“ der ARD folgenden interessanten Einblick in sein Verständnis geschichtlicher Zusammenhänge gewährt – Zitat: „Wir können uns alle sehr gut an die sowjetische Invasion sowohl in die Ukraine als auch in Deutschland erinnern“. „Spiegel Online“ hat diese Sentenz am 8.




Ukraine-Wahlen und das Tauziehen zwischen Ost und West

von Ralf Richter Es gab Wahlen in der Ukraine. Wieder einmal. Dieses Mal im Osten. Der Westen und Kiew tobten: Unrechtmäßíg und nicht akzeptabel! Die russische Minderheit, die im Gebiet um Donezk und Lugansk die Mehrheit der Wahlbevölkerung stellt, hält mit ihren „Volksrepubliken“ dagegen: „Entscheidend ist, dass Russland die Wahlen anerkennt.“ Psychologische Kriegsführung beginnt mit




Anmerkungen zur Chruschtschow-Ära 1953-1964

von Karl-Heinz Gräfe Der Bergmannssohn und gelernte Maschinenschlosser Nikita Chruschtschow (1894-1971) kämpfte seit 1918 als junger Kommunist gegen weiße Konterrevolutionäre und ausländischen Interventen. Erst nach seinem Studium an der Arbeiterfakultät in Juzowka [1924 Stalino, seit 1961 Donezk] und an der Moskauer Industrieakademie machte er eine steile politische Karriere. Als Parteichef der sowjetischen Hauptstadt (1935-1938, 1949-1953)




Ukrainische Linke – gibt’s da was?

von Nelia Vakhovska Seit dem Zerfall der Sowjetunion 1991 tut sich die Ukraine mit dem Begriff der Linken schwer. Trotz permanent steigender Arbeitslosigkeit, Armut und Korruption ist das Land nur bedingt für linke Kritik offen. Dafür gibt es zwei Ursachen: Die Geschichte der ukrainischen Spaltung und das Agieren der Kommunistischen Partei (KPU). In den jetzigen




Unser ukrainisches Dilemma: Wer sind „die Guten“?

von Boris KrumnowDie Ukraine, mit ihren 46 Millionen Einwohnern eines der großen Länder Europas, ist in einer tiefen Krise. Sie hat bereits einen Teil ihres Staatsgebietes verloren und steht womöglich am Rande der Spaltung und/oder eines Bürgerkrieges. Das Land ist angesichts der Brückenfunktion zwischen EU-Europa und den weiter östlich liegenden Staaten der postsowjetischen Sphäre (die




Sprache macht Macht!

von Peter PorschDas ist so eine Sache mit der Sprache. Landläufig meint man, sie drücke aus, was wir zu sagen beabsichtigen. Das ist ja auch im Normalfall so. Aber wenn wir uns erst einmal auf sie eingelassen haben, bleibt sie nicht unbeteiligt an dem, was wir sagen, und sie wirkt oft ganz subtil, fast unbemerkt.