Tag: Stalin

Die vom Proletariat aller Länder im Stich gelassene Revolution

Von Prof. Dr. Kurt Schneider Mit heutigem Wissen, aber auch mit der notwendigen Kompetenz hat Stefan Bollinger eine Arbeit zum 100. Jahrestag der Russischen Oktoberrevolution 1917 vorgelegt, die sich von so mancher Publikation zu diesem welthistorischen Ereignis positiv unterscheidet. Die vorherrschende Meinung aller an Marx geschulten Sozialdemokraten war, wie Bollinger im historischen Rückblick vermerkt, eindeutig:




Wlassow – Diener zweier Herren

von René Lindenau Zur Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges gehört auch die Geschichte des Verrats – dem des sowjetischen Generals Andrej A. Wlassow. Geboren wurde Wlassow im September 1901 in Nishnij-Nowgorod. Zunächst besuchte er, ebenso wie Stalin, ein Priesterseminar. Im März 1919 zog es ihn in die Roten Garden, 1930 wurde Wlassow Mitglied der KPdSU.




Zur Märtyrerin der Novemberrevolution gestutzt

Drittes Rosa-Luxemburg-Seminar lotet Stalinisierung aus von Wulf Skaun Im April 2015 hatte der Historiker Klaus Kinner im Leipziger Domizil der Rosa-Luxemburg-Stiftung eine Seminarreihe begründet, die den Namen der Revolutionärin trägt. Kinner hatte schon länger beabsichtigt, Leben und Werk der demokratischen Sozialistin auf produktive Erkenntnisse für heutige Linke abzuklopfen. Sein Ansatz: Die bisherige Rosa-Luxemburg-Forschung habe bei




Vor 75 Jahren Ermordung Trotzkis

von Dr. Florian Wilde Am 20. August 1940 zertrümmerte ein durch einen vom sowjetischen Geheimdienst angeheuerten Mörder geschwungener Eispickel den Schädel Leo Trotzkis und damit einen der brillantesten marxistischen Köpfe des 20. Jahrhunderts. So endete ein Leben, in dem sich wie in wenigen anderen die ganze Tragik des „Jahrhunderts der Katastrophen“ spiegelte. Aus einer jüdischen




Größe und Schuld Georgi Dimitroffs – Betrachtungen anlässlich seines 65. Todestages

von Klaus Kinner Das „kurze 20. Jahrhundert“, das als „Jahrhundert der Exreme“ in die Geschichte eingehen könnte, wenn nicht – wie bei der Klimaentwicklung bereits absehbar – auch die gesellschaftliche Entwicklung neuen, bisher nicht gekannten Konvulsionen entgegengeht, ist reich an herausragenden Gestalten, die für dieses zerrissene Jahrhundert stehen. Zu ihnen gehört zweifellos Georgi Dimitroff, dessen




Beschluss des Berliner Parteitages zum Thema Stalinismus?

Würdelos sei die Rolle der Partei bei der Errichtung des Gedenksteins „Den Opfern des Stalinismus“ auf dem Friedhof der Sozialisten gewesen, heißt es u.a. in dem Papier „Fünf Überlegungen zum Umgang mit Geschichte“ – Andreas Prüfer* zu den Hintergründen Links! 4/2007 So funktioniert die „Stille Post“ – da werde ich aus früherer Heimat als Berliner