Tag: Sowjetunion

Stalingrad – Erinnerung an heute

Von Thomas Kachel Der Mamajew-Hügel bei Wolgograd ist, neben der Flamme des unbekannten Soldaten auf dem Roten Platz in Moskau, das wichtigste Mahnmal in Russland zur Erinnerung an die Opfer, die der zweite Weltkrieg in der ehemaligen Sowjetunion gefordert hat: 24 Millionen Menschen. In der Gedenkstätte sind die Namen der Verteidiger des Mamajew-Hügels eingraviert –




Kennedys späte Erkenntnis

Von Prof. Dr. Horst Schneider Im Oktober 2017 ging eine Nachricht um die Welt, die überall große Aufmerksamkeit erregte. US- Präsident Ronald Trump hat zugestimmt, dass die Geheimakten, die den Mord an John F. Kennedy am 22. November 1963 betreffen, veröffentlicht werden dürfen. Zwar ist damit nicht klar, ob die Dienste Brisantes zurückbehalten oder schon




100 Jahre Oktoberrevolution – Last und Chancen für Linke

von Volker Külow Am 7. November jährt sich zum 100. Mal der Jahrestag der russischen Oktoberrevolution. Wie immer über dieses Ereignis beurteilt wird: Es bildet eine Zäsur in der Menschheitsgeschichte. Erstmals wurde der Versuch unternommen, aus dem imperialistischen Weltsystem auszubrechen. Er sollte das Ende von Profitmacherei und Krieg bringen. Zunächst in Russland, dann in der




„Knallt die tollen Hunde nieder“

René Lindenau erinnert an die Worte und Taten von Andrej Wyschinski (1883-1954) Welche Wirkungen es haben kann, wenn das Recht politisch instrumentalisiert wird und Juristen bereit sind, sich zum Büttel ihrer Herren zu machen – das hat der Generalstaatsanwalt der UdSSR in den Jahren der Moskauer Schauprozesse demonstriert. Viele schmutzige Seiten hat Andrej Wyschinsky hinterlassen,




Die Märznote von 1952

von Prof. Dr. Kurt Schneider Am 10. März 1952 unterbreitete die Sowjetunion in einer Note an die Westmächte den Entwurf eines Friedensvertrages mit Deutschland, das als einheitlicher Staat wiederhergestellt werden sollte. Nationale Streitkräfte wurden zugestanden, die Neutralisierung Deutschlands war die Forderung. Das geeinte Deutschland in den auf der Potsdamer Konferenz (Juli 1945) festgelegten Grenzen sollte




Wenn die Welt sich ändert – 1985 und 2017

von Ralf Richter Erinnern Sie sich noch daran, was Sie am 11. März 1985 gemacht haben? Nicht? Es war ein scheinbar unwichtiger Tag. In Moskau war gerade innerhalb von wenigen Jahren der dritte Generalsekretär und Staatschef gewählt worden. Nachdem das langjährige Staatsoberhaupt Leonid Breshnew 1982 gestorben war, agierten seine beiden Nachfolger Andropow und Tschernjenkow nur




Vor 110 Jahren geboren. ERICH JUNGMANN

von Prof. Dr. Kurt Schneider Geboren am 31. Juli 1907 in Reichenberg/Sachsen als Sohn eines Fabrikarbeiters, absolvierte Erich Jungmann eine kaufmänische Lehre. 1929 trat er der KPD bei und war alsbald Mitglied und Sekretär des ZK des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschland (KJVD), dem er bereits vor seinem Parteieintritt angehört hatte. Im November 1932 erfolgte seine Wahl




Zum Interview „Sowjetische Kriegsgefangene werden entschädigt“ mit Jan Korte

von Ralf Becker Zum Interview „Sowjetische Kriegsgefangene werden entschädigt“ mit Jan Korte in „Links!“ 04/2017 Damit wir uns recht verstehen: Ja, die sowjetischen Kriegsgefangenen des verbrecherischen Krieges Deutschlands gegen die Sowjetunion endlich aus dem vom postfaschistischen Deutschland jahrzehntelang bewusst praktizierten Vergessen zu reißen, „dass die Welt endlich von ihnen erfahren hat“, ist eine sehr wichtige




„Du hattest so gar nichts von einer ,großen Wissenschaftlerin‘ an Dir und bist es doch gewesen“

von M. N. Mit einer anrührenden Hommage würdigten Stiftungsvorstand Peter Porsch, Freunde und Schüler am 1. April Werk und Wirken der am 9. Februar verstorbenen Leipziger Historikerin und aufrechten Sozialistin Jutta Seidel. Als gelernte Stenotypistin, Tochter eines Zimmermanns und einer Buchbindereiarbeiterin aus dem Leipziger Osten, gehörte sie zu jener legendären ABF-Absolventen-Generation, die ihre akademischen Sporen




Vor 80 Jahren erschossen: Franz Stephan

von Prof. Dr. Kurt Schneider Franz Stephan war ein Todesopfer des stalinistischen Terrors in den dreißiger Jahren. Geboren am 5. Mai 1894 in Habelschwerdt/Schlesien, kam er nach seiner Schriftsetzerlehre nach Gera, wo Ende 1914 seine Einberufung zum militärischen Kriegsdienst erfolgte. Durch einen Lungenschuss schwer verwundet, wurde er schließlich im Frühjahr 1916 in den Zivildienst entlassen.