Tag: Schuld

„Für eine Resozialisierung ist ein Gefängnis ein denkbar ungeeigneter Ort“

Mit einer Überraschungsmeldung begann MDR Figaro am ersten Tag der diesjährigen Leipziger Buchmesse die 7-Uhr-Nachrichten. Der bis dahin völlig unbekannte Autor Thomas Galli habe vom Justizministerium ein Verbot erhalten, wie geplant in der JVA Leipzig aus seinem Buch zu lesen. Thomas Galli ist Gefängnisdirektor der JVA Zeithain bei Riesa. Ralf Richter wollte von ihm wissen,




70 Jahre Bombardierung Dresdens zwischen „Opfermythos“ und „Bombenholocaust“

von A. Willnow Vor 70 Jahren, am 13. Februar 1945, wurde Dresden von US-amerikanischen und britischen Fliegern bombardiert. Die Bombennacht führte zu 25.000 Opfern, Männern wie Frauen, zudem wurden viele Menschen in der Bombennacht obdach- und heimatlos. Nun ist es richtig, wenn DIE LINKE auf einige Eigenheiten des Gedenkens verweist. Wer das Gedenken in Dresden




Buchtipp: Kulturgeschichte des Ersten Weltkrieges von Ernst Piper

von Pieter Potgieter Bei einem großen Jubiläum erscheinen meist mehrere, um das Leser-Interesse konkurrierende Werke – so ist es natürlich auch in diesem Jahr, in dem sich der Ausbruch des Ersten Weltkrieges zum einhundertsten Mal jährt. Die „Leit-Medien“ legen sich in solchen Fällen immer rasch auf ihre Favoriten fest: Bereits im Vorjahr wurde die Werbetrommel




Schuld. Aber Sühne?

von Kevin Reißig Kann es je Wiedergutmachung geben für die Opfer des größten Menschheitsverbrechens? Wohl kaum, allenfalls in Ansätzen. Durch Geld, Demut oder Entschuldigungen lässt sich kein Leben wieder erwecken, keine Familie trösten, keine Demütigung aus der Welt schaffen. Alle Opfer des Hitlerfaschismus, ganz gleich, ob sie Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, Antifaschisten, Homosexuelle,