Tag: Russland

Sprache macht Macht!

von Peter PorschDas ist so eine Sache mit der Sprache. Landläufig meint man, sie drücke aus, was wir zu sagen beabsichtigen. Das ist ja auch im Normalfall so. Aber wenn wir uns erst einmal auf sie eingelassen haben, bleibt sie nicht unbeteiligt an dem, was wir sagen, und sie wirkt oft ganz subtil, fast unbemerkt.




Von Sotschi über Kiew zur Krim

Einige persönliche Anmerkungen zur medialen Reflexion von Großereignissen der letzten Wochen von Prof. Dr. Reinhold Gläß Als jemand mit sehr vielen Kontakten – auch persönlicher Art – sowohl nach Russland als auch in die Ukraine fühle ich mich subjektiv sehr stark von den Ereignissen dort und von ihrer Reflexion in den hiesigen Medien betroffen. Bereits




„Am besten wären freundschaftliche Verhältnisse“

Im Februar feierte in Dresden das Deutsch-Russische Kulturinstitut (DRKI) sein 20-jähriges Bestehen. Das DRKI war die Keimzelle des ersten Russischen Zentrums im deutschsprachigen Raum, das im Herbst seit fünf Jahren bestehen wird. In seiner Rede anlässlich der Vereinigung der Krim mit Russland erinnerte der russische Präsident Wladimir Putin die Deutschen daran, welches Glück es bei




Brücke statt Bollwerk

von Stefan Liebich Die Bilder aus einer Villa unweit von Kiew erinnern an Bagdad nach dem Ende von Saddam Hussein. Wilde Gesellen posieren mitten in der pompösen Villa des gestürzten ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch vor Kameraleuten. Seht her, wollen sie sagen, in welchem Luxus der Mann lebte, nun gehört das alles uns. Wenn sich die




Zwischen Kiew, Sewastopol und Moskau

von Pieter Potgieter   „Willkommen in der Hölle!“ Der das sagt, ist der neue „Staatschef“ der Ukraine, der 39jährige Arseni Jazenjuk. Was die Ukraine jetzt braucht, ist Geld, hat die neue nicht demokratisch gewählte Regierung erkannt. Erst mal schnell 15 Milliarden. Und da soll sich Russland bitte beteiligen, immerhin ist man ja Russland so freundlich




Die Ukraine im geostrategischen Sandkasten

von Helmut Scholz und Dr. Norbert Hagemann Medien und Politik ringen zurzeit um die Deutungshoheit hinsichtlich der Entwicklungen in und um die Ukraine. Dabei stellen sie die seit Wochen in Kiew Protestierenden assoziativ bevorzugt in eine Reihe mit den Aufbegehrenden im arabischen Raum, um zu suggerieren, es würde um eine historische Wahl zwischen dem demokratischen




Russländischer Emigrantenfaschismus in Nazideutschland

von Karl-Heinz Gräfe Im Sog anwachsender faschistischen Bewegungen in Italien, Deutschland, Spanien formierten sich auch innerhalb der 1,6 Mio. Emigranten aus Russland in den 20er und 30er Jahren weltweit faschistische Parteien mit insgesamt 40 000 Mitgliedern – u. a. in Bulgarien und Jugoslawien (1930 Nationaler Bund der Russischen Jugend), in China einschließlich der japanisch besetzten




Freiheit für Pussy Riot!

Am Ende waren es zwei Jahre. Zwei Jahre Strafkolonie, und damit zumindest ein Jahr unter der Forderung der Staatsanwaltschaft. Berufung seitens der Verteidigung ist dabei noch möglich. Die Tatsache, dass einige von ihnen Kinder haben, ein gutes Führungszeugnis und eine positive Sozialprognose, soll zu diesem vergleichsweise milden Urteil geführt haben. Schließlich ist die ausführende Richterin




Der neue russische Faschismus – ein Phönix aus der Asche?

Von Karl-Heinz Gräfe Neofaschismus und extremer Nationalismus in Russland und ihre historischen Wurzeln Es passt nicht zusammen: Die sozialistische Sowjetunion, die mit ihren Verbündeten die faschistische Weltallianz zerschlug und Osteuropa von deutscher Naziokkupation befreite – deren Nachfolgestaat Russland soll zu Ländern wie Deutschland, Italien oder Frankreich gehören, in denen der Faschismus heute zu einer realen




Rußland nach den Wahlen: Aufstand der Mittelklasse?

Von Kai Ehlers Wollte man dem Mainstream der westlichen Medien glauben, dann begänne in Rußland jetzt die Hohe Zeit der Diebe, Spekulanten und notorischen politischen Fälscher – dazu noch die Alleinherrschaft Wladimir Putins als „strongman“, wie Teile der US-Presse den zukünftigen Präsidenten Rußlands während der Vorwahlzeit zu nennen beliebten. „Strongman“ war übrigens auch der Name,