Tag: Russland

Buchtipp: Feindbild Russland – Geschichte einer Dämonisierung

von Ralf Richter Nicht genug Sitzplätze gab es in der Halle der internationalen Bücher auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse, als der Österreicher Hannes Hofbauer sein neuestes Werk vorstellte: „Feindbild Russland – Geschichte einer Dämonisierung“ heißt es, und erschienen ist es beim Promedia Verlag in Wien. Vielleicht ist das kein Zufall: Die Hauptstadt des alten Österreich-Ungarn




Die fleischgewordene Vision Dostojewskis

von Andreas Haupt Im Mai 1925 meldet der Draht aus Moskau, dass Boris Sawinkow, ein Träger des revolutionären Gedankens in Russland, verstorben sei. Und die Kölnische Zeitung vom 16. Mai desselben Jahres verabschiedet Boris Sawinkow mit den Worten: „Immer stand er in der vordersten Front der Revolution, immer bereit, seinen Kopf der revolutionären Sache zur




Agent wider Willen

Im russischen Murmansk wurde eine NGO (Nichtregierungsorganisation) als „ausländischer Agent“ eingestuft. Damit droht ihrer Arbeit das Aus. von Johannes Spohr „Ausländischer Agent“ – nach dem Willen der Staatsanwaltschaft soll die Humanistische Jugendbewegung (GDM) zur ersten Organisation im Gebiet Murmansk werden, die durch eine erzwungene „Registrierung“ beim Justizministerium stigmatisiert werden soll. Das zuständige Gericht gab der




Ukraine-Wahlen und das Tauziehen zwischen Ost und West

von Ralf Richter Es gab Wahlen in der Ukraine. Wieder einmal. Dieses Mal im Osten. Der Westen und Kiew tobten: Unrechtmäßíg und nicht akzeptabel! Die russische Minderheit, die im Gebiet um Donezk und Lugansk die Mehrheit der Wahlbevölkerung stellt, hält mit ihren „Volksrepubliken“ dagegen: „Entscheidend ist, dass Russland die Wahlen anerkennt.“ Psychologische Kriegsführung beginnt mit




Ukrainische Linke – gibt’s da was?

von Nelia Vakhovska Seit dem Zerfall der Sowjetunion 1991 tut sich die Ukraine mit dem Begriff der Linken schwer. Trotz permanent steigender Arbeitslosigkeit, Armut und Korruption ist das Land nur bedingt für linke Kritik offen. Dafür gibt es zwei Ursachen: Die Geschichte der ukrainischen Spaltung und das Agieren der Kommunistischen Partei (KPU). In den jetzigen




Sprache macht Macht!

von Peter PorschDas ist so eine Sache mit der Sprache. Landläufig meint man, sie drücke aus, was wir zu sagen beabsichtigen. Das ist ja auch im Normalfall so. Aber wenn wir uns erst einmal auf sie eingelassen haben, bleibt sie nicht unbeteiligt an dem, was wir sagen, und sie wirkt oft ganz subtil, fast unbemerkt.




Von Sotschi über Kiew zur Krim

Einige persönliche Anmerkungen zur medialen Reflexion von Großereignissen der letzten Wochen von Prof. Dr. Reinhold Gläß Als jemand mit sehr vielen Kontakten – auch persönlicher Art – sowohl nach Russland als auch in die Ukraine fühle ich mich subjektiv sehr stark von den Ereignissen dort und von ihrer Reflexion in den hiesigen Medien betroffen. Bereits




„Am besten wären freundschaftliche Verhältnisse“

Im Februar feierte in Dresden das Deutsch-Russische Kulturinstitut (DRKI) sein 20-jähriges Bestehen. Das DRKI war die Keimzelle des ersten Russischen Zentrums im deutschsprachigen Raum, das im Herbst seit fünf Jahren bestehen wird. In seiner Rede anlässlich der Vereinigung der Krim mit Russland erinnerte der russische Präsident Wladimir Putin die Deutschen daran, welches Glück es bei




Brücke statt Bollwerk

von Stefan Liebich Die Bilder aus einer Villa unweit von Kiew erinnern an Bagdad nach dem Ende von Saddam Hussein. Wilde Gesellen posieren mitten in der pompösen Villa des gestürzten ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch vor Kameraleuten. Seht her, wollen sie sagen, in welchem Luxus der Mann lebte, nun gehört das alles uns. Wenn sich die




Zwischen Kiew, Sewastopol und Moskau

von Pieter Potgieter   „Willkommen in der Hölle!“ Der das sagt, ist der neue „Staatschef“ der Ukraine, der 39jährige Arseni Jazenjuk. Was die Ukraine jetzt braucht, ist Geld, hat die neue nicht demokratisch gewählte Regierung erkannt. Erst mal schnell 15 Milliarden. Und da soll sich Russland bitte beteiligen, immerhin ist man ja Russland so freundlich