Tag: Russland

Die vom Proletariat aller Länder im Stich gelassene Revolution

Von Prof. Dr. Kurt Schneider Mit heutigem Wissen, aber auch mit der notwendigen Kompetenz hat Stefan Bollinger eine Arbeit zum 100. Jahrestag der Russischen Oktoberrevolution 1917 vorgelegt, die sich von so mancher Publikation zu diesem welthistorischen Ereignis positiv unterscheidet. Die vorherrschende Meinung aller an Marx geschulten Sozialdemokraten war, wie Bollinger im historischen Rückblick vermerkt, eindeutig:




Umsturz

René Lindenau hat eine Ausstellung über die Revolution besucht Wie es sich für ein gutes Haus dieser Museumssparte gehört, hat das Deutsche Historische Museum in Berlin wieder ein herausragendes geschichtliches Jubiläum, nunmehr den 100. Jahrestages der russischen Oktoberrevolution mit einer Ausstellung gewürdigt. Noch bis zum 15. April 2018 kann sie besichtigt werden. Auf 1.000 Quadratmetern




Auch Legenden haben kurze Beine

Jörn Schütrumpf enttarnt den Kniefall deutscher Linker vor dem Moskauer Diktat nach 1919. Von Wulf Skaun Das Feuilleton bläst 2017 die Revolutionsfanfare. Verbaler Pulverdampf entfacht einen vielkalibrigen Hype um die Russische Großrevolte, das Spektakel auf der Weltbühne vor 100 Jahren. Totgesagte leben eben länger. Die Historikerzunft, auf Jahrestage geeicht, steht den journalistischen Edelfedern nicht nach.




Zum 100. Jahrestag an der Newa

Von Reinhold Gläß Es war ein seit langem gehegter Wunsch, den 100. Jahrestag der (früher so genannten) „Großen Sozialistischen Oktoberrevolution“ in der Stadt zu verbringen, die am unmittelbarsten mit diesem Ereignis verbunden ist. Weil wir beide die Stadt aus touristischer Sicht schon mehr oder weniger gut kannten, machten wir uns erst am 5. November auf




100 Jahre Oktoberrevolution – Last und Chancen für Linke

von Volker Külow Am 7. November jährt sich zum 100. Mal der Jahrestag der russischen Oktoberrevolution. Wie immer über dieses Ereignis beurteilt wird: Es bildet eine Zäsur in der Menschheitsgeschichte. Erstmals wurde der Versuch unternommen, aus dem imperialistischen Weltsystem auszubrechen. Er sollte das Ende von Profitmacherei und Krieg bringen. Zunächst in Russland, dann in der




Die Oktoberrevolution 1917 in zeitgenössischer linker Sicht

Der vorliegende Band enthält 113 Texte, die einen detaillierten Einblick in die im heftigen Widerstreit ausgetragenen Auffassungen der deutschen Linken zum Verlauf und Charakter der russischen Oktoberrevolution 1917 geben. Knapp 20 Texte können als bekannt gelten, während der weitaus größere Teil zu den vergessenen zeitgenössischen Quellen gehört. Komplett unbekannt sind jene Texte, die dem Jahrgang




Vom Klären und Erklären

von Peter Porsch Wer sich vor vierzehn Jahren noch im Baltikum an schönen, aber von Touristen kaum überlaufenen Städten erfreuen konnte und von den fast menschenleeren Ostseestränden schwärmte, dem war solches Vergnügen in diesem Jahr nicht mehr vergönnt. Estland, Lettland und Litauen waren mittlerweile der NATO und der EU beigetreten. Durch die Hauptstädte strömen die




Messen mit zweierlei Maß beim Thema Doping

von André Hahn Am 27. April 2017 nahm sich der Sportausschuss des Bundestages gleich vier Stunden Zeit, um in einer öffentlichen Anhörung den McLaren-Report zum Doping in Russland mit prominenten Gästen zu diskutieren. Sonst tagt der Ausschuss fast durchgängig hinter verschlossenen Türen. Ziel der Koalition war es ganz offenkundig, den russischen Sport, seine Repräsentanten und




Uncle Sam fährt durch Brandenburg

von Stefan Liebich Laut Philip Breedlove, dem Kommandeur des Europäischen Kommandos der US-Streitkräfte, soll es ein „großer Schritt“ werden: Von Februar 2017 an verlegen die USA eine Panzerbrigade in den Osten Europas. Die 4.200 Soldaten sollen rotierend für jeweils neun Monate eingesetzt werden und etwa in den baltischen Staaten an Übungen teilnehmen. Schon im vergangenen




Die fleischgewordene Vision Dostojewskis

von Andreas Haupt Im Mai 1925 meldet der Draht aus Moskau, dass Boris Sawinkow, ein Träger des revolutionären Gedankens in Russland, verstorben sei. Und die Kölnische Zeitung vom 16. Mai desselben Jahres verabschiedet Boris Sawinkow mit den Worten: „Immer stand er in der vordersten Front der Revolution, immer bereit, seinen Kopf der revolutionären Sache zur