Tag: Rassismus

Ein Geschwätz von gestern?

von Peter Porsch Niemand wird abstreiten, dass die Zahl der in Europa Zuflucht und Sicherheit suchenden Menschen sehr groß ist. Das kann nicht ohne Probleme abgehen. Auf diese wird sehr unterschiedlich reagiert. Zwischen dem „wir schaffen das“ und dem „Grenzen dicht“ oder dem „refugees welcome“ und dem „das Boot ist voll“ ist vieles möglich –




Eine gemeinsame Antwort finden

von Rico Gebhardt Ein Blick in den Kalender verrät: Ein Jahr ist seit der letzten Landtagswahl vergangen. Ein Jahr? Nur ein Jahr? Ja, tatsächlich. Es mutet anders an: Die Zeiten haben sich geändert. Die Wirklichkeit, die wir noch im August 2014 vorfanden, erscheint eher als entfernte Vergangenheit. Seit einem Jahr beschäftigen uns ganz andere Fragen:




Es reicht!

von Rico Gebhardt Seit Oktober widme ich diese Kolumne aller zwei Ausgaben dem Thema Asyl und Rassismus. Jedes einzelne Mal verbunden mit der Hoffnung, es nicht wieder tun zu müssen. Doch ich muss es tun. Schon wieder. Und ich habe es satt. Es brennen Asylunterkünfte. In Freital steht der Mob vor der Unterkunft. Ein mutmaßlicher




Immer wieder Sachsen

von Kerstin Köditz Die Old Skool Hooligans vertreiben T-Shirts. Nein, keine T-Hemden. Das wäre Sache der ewig deutschtümelnden Nazis. Sondern solche mit dem Konterfei von Frank Zappa oder des Avantgarde-Jazzers Sun Ra. Beide völlig inkompatibel mit der Gedankenwelt und den kulturellen Idealen der Neonazis. Oldschool Records dagegen zeigen bereits in ihrer Eigenwerbung deutlich, was bei




„Der war doch nur ein Jude“

von Volkmar Wölk Rassismus ist alltäglich. Rassismus gibt es auch in der oft beschworenen „Mitte der Gesellschaft“. Für jene, die sich rassistisch äußern, ist ihr Denken oftmals dermaßen normal, dass ihnen ihr Rassismus gar nicht mehr auffällt. Der NSU-Prozess in München, der ja auch dazu dienen soll, den Opfern endlich Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, liefert




Neue Führung, alte Partei

von Kerstin Köditz Wenn der Apfel vom Stamm fällt, wird daraus Most. Nicht so, wenn das bei der NPD passiert: Der bisherige Vorsitzende der Partei und ihr Fraktionschef im Sächsischen Landtag, Holger Apfel, hat kurz vor Weihnachten den Rücktritt von allen Ämtern erklärt. Das kam für die Öffentlichkeit ebenso überraschend wie die Erklärung, Apfel leide




Zahlen oder nicht zahlen – das ist keine Frage mehr

Mit kollektiver Klugheit gegen Kriminalisierung von Anti-Nazi-Protest in Dresden. von Marcel Braumann Die europaweit größten Naziaufmärsche in Dresden scheinen zurzeit Geschichte zu sein. Dazu hat zivilgesellschaftlicher Widerstand geführt, der die Justiz auf den Plan rief. Dieses Kapitel ist noch nicht abgeschlossen, auch wenn das Amtsgericht das Verfahren gegen André Hahn wegen der Blockade 2010 ohne




… damit wir leben können

Erinnerung für die Zukunft: Deutschland ganz unten – Haltepunkt Rostock-L., August 1992 von Markus Teervoren, VVN-BdA Berlin Alarmketten, früh aufstehen, vollbesetzte PKW, Busfahrten, Bahnhöfe, linke Jugendzentren, Autobahnausfahrten und Provinz-Parkplätze, bis tief in die 90er Jahre waren wir dauernd unterwegs. Hielten Wache vor Flüchtlingsheimen, unterstützten Flüchtlinge im Kirchenasyl, begleiteten sie auf die Ausländerbehörde und demonstrierten vor




Fünf Jahre Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz

Diskriminierungsschutz ist in Sachsen noch immer eher die Ausnahme als die Regel „In den fünf Jahren seit Bestehen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) ist das Antidiskriminierungsbüro Sachsen (ADB) in über 300 Fällen von Diskriminierung aktiv geworden.“ sagt Heike Fritzsche, Geschäftsführerin des ADB. „Diese Zahl für Leipzig macht deutlich, dass Diskriminierung wegen des Geschlechts, des Lebensalters, der




Endspurt: 10.000 für Courage

Zeichen setzen für Toleranz und gegen Neonazismus. Von Edda Möller und Sabine Kühnrich Links! 5/2007 Mehr als 10.000 Unterschriften für Landtagsentscheidung über ein antifaschistisches Staatsziel in der Landesverfassung fehlen noch. Die Mobilisierung der vergangenen Monate zeigte Wirkung: Tausende Einwohner des Freistaates setzten bereits ihre Unterschrift unter den Volksantrag „Courage zeigen. Für ein weltoffenes Sachsen.“ Seit