Tag: Rassismus

Rechtsruck der Gesellschaft und DIE LINKE

von Ralf Becker In Deutschland und in Europa gewinnen rechte und faschistische Kräfte an Popularität. Mit der Fluchtbewegung zeigen sich auch wieder verstärkt ethnische und rassistische Ab- und Ausgrenzung. Wie schon während und nach der Großen Depression von 1929 werden diese Kräfte systemisch gefördert, erhalten Raum in den Massenmedien, sind dabei, sich als mögliche Machtalternative




Eine Frage des Klimas

von Rico Gebhardt Die Studie der UniQma im Auftrag der drei großen sächsischen Tageszeitungen konstatiert eine bundesweite Image-Verschlechterung für Sachsen. Rund 54 % der Befragten (ohne Sachsen) meinen, der Freistaat sei fremdenfeindlicher als der Rest der Republik. Dem widerspricht eine Mehrheit der Sachsen – 54 %. Ich glaube, diese Mehrheit hat Recht. Das mag verwundern.




Ein Geschwätz von gestern?

von Peter Porsch Niemand wird abstreiten, dass die Zahl der in Europa Zuflucht und Sicherheit suchenden Menschen sehr groß ist. Das kann nicht ohne Probleme abgehen. Auf diese wird sehr unterschiedlich reagiert. Zwischen dem „wir schaffen das“ und dem „Grenzen dicht“ oder dem „refugees welcome“ und dem „das Boot ist voll“ ist vieles möglich –




Eine gemeinsame Antwort finden

von Rico Gebhardt Ein Blick in den Kalender verrät: Ein Jahr ist seit der letzten Landtagswahl vergangen. Ein Jahr? Nur ein Jahr? Ja, tatsächlich. Es mutet anders an: Die Zeiten haben sich geändert. Die Wirklichkeit, die wir noch im August 2014 vorfanden, erscheint eher als entfernte Vergangenheit. Seit einem Jahr beschäftigen uns ganz andere Fragen:




Es reicht!

von Rico Gebhardt Seit Oktober widme ich diese Kolumne aller zwei Ausgaben dem Thema Asyl und Rassismus. Jedes einzelne Mal verbunden mit der Hoffnung, es nicht wieder tun zu müssen. Doch ich muss es tun. Schon wieder. Und ich habe es satt. Es brennen Asylunterkünfte. In Freital steht der Mob vor der Unterkunft. Ein mutmaßlicher




Immer wieder Sachsen

von Kerstin Köditz Die Old Skool Hooligans vertreiben T-Shirts. Nein, keine T-Hemden. Das wäre Sache der ewig deutschtümelnden Nazis. Sondern solche mit dem Konterfei von Frank Zappa oder des Avantgarde-Jazzers Sun Ra. Beide völlig inkompatibel mit der Gedankenwelt und den kulturellen Idealen der Neonazis. Oldschool Records dagegen zeigen bereits in ihrer Eigenwerbung deutlich, was bei




„Der war doch nur ein Jude“

von Volkmar Wölk Rassismus ist alltäglich. Rassismus gibt es auch in der oft beschworenen „Mitte der Gesellschaft“. Für jene, die sich rassistisch äußern, ist ihr Denken oftmals dermaßen normal, dass ihnen ihr Rassismus gar nicht mehr auffällt. Der NSU-Prozess in München, der ja auch dazu dienen soll, den Opfern endlich Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, liefert




Neue Führung, alte Partei

von Kerstin Köditz Wenn der Apfel vom Stamm fällt, wird daraus Most. Nicht so, wenn das bei der NPD passiert: Der bisherige Vorsitzende der Partei und ihr Fraktionschef im Sächsischen Landtag, Holger Apfel, hat kurz vor Weihnachten den Rücktritt von allen Ämtern erklärt. Das kam für die Öffentlichkeit ebenso überraschend wie die Erklärung, Apfel leide




Zahlen oder nicht zahlen – das ist keine Frage mehr

Mit kollektiver Klugheit gegen Kriminalisierung von Anti-Nazi-Protest in Dresden. von Marcel Braumann Die europaweit größten Naziaufmärsche in Dresden scheinen zurzeit Geschichte zu sein. Dazu hat zivilgesellschaftlicher Widerstand geführt, der die Justiz auf den Plan rief. Dieses Kapitel ist noch nicht abgeschlossen, auch wenn das Amtsgericht das Verfahren gegen André Hahn wegen der Blockade 2010 ohne




… damit wir leben können

Erinnerung für die Zukunft: Deutschland ganz unten – Haltepunkt Rostock-L., August 1992 von Markus Teervoren, VVN-BdA Berlin Alarmketten, früh aufstehen, vollbesetzte PKW, Busfahrten, Bahnhöfe, linke Jugendzentren, Autobahnausfahrten und Provinz-Parkplätze, bis tief in die 90er Jahre waren wir dauernd unterwegs. Hielten Wache vor Flüchtlingsheimen, unterstützten Flüchtlinge im Kirchenasyl, begleiteten sie auf die Ausländerbehörde und demonstrierten vor