Tag: Rassismus

Kaffeekränzchen mit Faschisten, oder: Warum Bautzen ein Problem hat

Bautzen, 2016. Nachdem im Frühjahr die geplante Flüchtlingsunterkunft im Hotel „Husarenhof“ angezündet wurde und Gaffer freudig johlend die Löscharbeiten behinderten, spitzte sich die angespannte Situation im September weiter zu. Die „Sachsen Demonstrationen“ (DSD) hatten zu einer Demonstration auf dem später in die Schlagzeilen gekommenen Kornmarkt („Platte“) aufgerufen, linke Kräfte zu einer Gegenkundgebung. Schon im Vorfeld




Dürer, Zeitgenosse der Reformation – „Die vier apokalyptischen Reiter“

von Heinrich Ruynat In einem Kunstband über den berühmten Maler Albrecht Dürer (1471 – 1528) schockierte mich dessen 1498 entstandener Holzschnitt „Die vier apokalyptischen Reiter“ besonders. Der Bezug auf die unmittelbare Gegenwart ist für mich beklemmend. Ich stelle mir vor, wie diese Reiter auf ihren Schlachtrossen und Schindergäulen durch die moderne Welt galoppieren. Sie bringen




„Es ist, als wäre man in einer Zeitschleife gefangen“

Grit Maroske wurde 1969 in Rasewalk/Mecklenburg geboren. Sie ist Mutter von fünf Kindern und seit ihrer frühesten Jugend politisch aktiv. Sie setzt sich u.a. für sozialverträglichen Stadtumbau, Integration von Asylsuchenden und den Kampf gegen Rassismus ein. Sie ist Mitbegründerin des Bürgerbündnisses „Hoyerswerda hilft mit Herz“ und lebt heute als freie Autorin in Hoyerswerda. Simone Hock




Buchtipp: Wer ist Charlie? – ein schockierendes Bild unseres französischen Nachbarn

von Ralf Richter Viele von uns haben es längst wieder vergessen: Vor einem Jahr waren auch bei uns sehr viele „Charlie“. Und weil so viele auch bei uns in Deutschland „Charlie“ waren, fühlte sich die Bundesregierung bestätigt, als sie nach dem zweiten schweren Anschlag in Paris während des Fußballfreundschaftsspiels Frankreich–Deutschland dem französischen Präsidenten Solidarität anbot,




Altherrenwitze und Hassbotschaften

von Rico Gebhardt Kennt ihr den? Ein Mann bekommt einen GEZ-Bescheid und beantragt daraufhin Kindergeld. Er habe zwar keine Kinder, aber das Endgerät sei ja vorhanden. Tusch. Dieser über ein Jahrzehnt alte Witz war Anlass für eine Presseaussendung der AfD. Sie bezogen sich auf „aktuelle Pressebeiträge zum Fall“, die außer ihnen wirklich niemand gelesen haben




Rechtsruck der Gesellschaft und DIE LINKE

von Ralf Becker In Deutschland und in Europa gewinnen rechte und faschistische Kräfte an Popularität. Mit der Fluchtbewegung zeigen sich auch wieder verstärkt ethnische und rassistische Ab- und Ausgrenzung. Wie schon während und nach der Großen Depression von 1929 werden diese Kräfte systemisch gefördert, erhalten Raum in den Massenmedien, sind dabei, sich als mögliche Machtalternative




Eine Frage des Klimas

von Rico Gebhardt Die Studie der UniQma im Auftrag der drei großen sächsischen Tageszeitungen konstatiert eine bundesweite Image-Verschlechterung für Sachsen. Rund 54 % der Befragten (ohne Sachsen) meinen, der Freistaat sei fremdenfeindlicher als der Rest der Republik. Dem widerspricht eine Mehrheit der Sachsen – 54 %. Ich glaube, diese Mehrheit hat Recht. Das mag verwundern.




Ein Geschwätz von gestern?

von Peter Porsch Niemand wird abstreiten, dass die Zahl der in Europa Zuflucht und Sicherheit suchenden Menschen sehr groß ist. Das kann nicht ohne Probleme abgehen. Auf diese wird sehr unterschiedlich reagiert. Zwischen dem „wir schaffen das“ und dem „Grenzen dicht“ oder dem „refugees welcome“ und dem „das Boot ist voll“ ist vieles möglich –




Eine gemeinsame Antwort finden

von Rico Gebhardt Ein Blick in den Kalender verrät: Ein Jahr ist seit der letzten Landtagswahl vergangen. Ein Jahr? Nur ein Jahr? Ja, tatsächlich. Es mutet anders an: Die Zeiten haben sich geändert. Die Wirklichkeit, die wir noch im August 2014 vorfanden, erscheint eher als entfernte Vergangenheit. Seit einem Jahr beschäftigen uns ganz andere Fragen:




Es reicht!

von Rico Gebhardt Seit Oktober widme ich diese Kolumne aller zwei Ausgaben dem Thema Asyl und Rassismus. Jedes einzelne Mal verbunden mit der Hoffnung, es nicht wieder tun zu müssen. Doch ich muss es tun. Schon wieder. Und ich habe es satt. Es brennen Asylunterkünfte. In Freital steht der Mob vor der Unterkunft. Ein mutmaßlicher