Tag: Philosophie

Annotiert: MARX-Handbuch

Von Prof. Dr. Kurt Schneider Nach dem Kant-Handbuch von Gerd Irrlitz und dem Habermas-Handbuch von Hauke Brunkhorst u.a. (Hrsg.) hat der J. B. Metzler Verlag bereits vor einiger Zeit das von 33 Autoren verfasste und von Michael Quante sowie David P. Schweikard herausgegebene „Marx-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung“ verlegt. Die Herausgeber betonen, dass die




Genosse Sokrates und Don Manfredo

Schüler und Mitstreiter erinnern an zwei große Leipziger Gelehrte von Wolf Skaun An der Wiege ist ihnen eine akademische Karriere nicht gesungen worden. Der eine, Jahrgang 1929, kommt als Sohn eines Zimmerers über die Lehre als Verwaltungsangestellter und die Vorstudienanstalt ABF in die Gelehrtenwelt. Der andere, ein Jahr jünger, Sprössling eines Hilfsmaschinisten, erlernt das Schuhmacherhandwerk,




Der Sprengstoff der schwarzen Affekte

Volker Caysas Philosophie der empraktischen Vernunft begründet Zweck und Mittel, thymotische Defizite linken Denkens und Handelns zu überwinden von Wulf Skaun Die anderthalbjährige Geschichte von 15 Jour-fixe-Foren an der Leipziger Dependance der RLS Sachsen ist nicht nur ihres unkonventionellen kommunikations- und erkenntsfreundlichen Diskurses wegen eine Erfolgsstory. Sie ist auch eine Geschichte beglückender Erfahrungen beim gemeinschaftlichen




Dissident und Suchender

Am 18. November wäre Rudolf Bahro 80 Jahre alt geworden von Alexander Amberger Der ehemalige sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf hatte ein Faible für ökologische Fragen und alternative Gesellschaftsmodelle. In seiner Tagespolitik war davon zwar wenig zu spüren, er theoretisierte jedoch gern darüber und unterstützte sogar praxisphilosophische Versuchslabore. So half Biedenkopf 1993 dem Philosophen Rudolf Bahro




Über einen „unverstümmelten, lebendigen Marxismus“ – Christoph Jünkes Anmerkungen zu Leo Koflers Philosophie der Praxis

von Volkmar Wölk Gemäß eines alten Bonmots gibt es den Zustand, dass eine Person zwar berühmt, aber keineswegs bekannt sei. Ja, gelegentlich erstrahlt ein Name, doch nur für einen ausgewählten Kreis, eine Minderheit, das Fachpublikum. Der breiten Masse sagt der Name nichts, er ist ihr unbekannt. Der 1995 verstorbene Gesellschaftstheoretiker und Sozialphilosoph Leo Kofler gehört