Tag: PEGIDA

Buchbesprechung: Angst für Deutschland

von Ralf Richter Die Geschichte der AfD beginnt für die Autorin mit Sarrazins „Deutschland schafft sich ab“. Zumindest beginnt damit die „Methodik-Geschichte“ der AfD: Man trage „Fakten“ zusammen, die in so einem speziellen Zusammenhang noch nicht vorgetragen wurden, und stelle sie in einen „nationalen“ Kontext. Schon entsteht eine „Bedrohung“ für das „deutsche Volk“. Genau genommen




Alternativen zu rechter Hetze entwickeln

von Johannes Kiess Nennen Sie es Markenkern oder Grundsätze: Jede Partei braucht, um sich selbst sicher zu sein und die eigenen Stammwählerinnen sowie die politische Konkurrenz zu überzeugen, inhaltliche Konstanten. Gerade die medialen und gesetzgeberischen Entgleisungen der großen Koalition gegen Flüchtlinge sind eine Aufforderung, sich klar zu positionieren. Jedoch sind auch aus der Linken inzwischen




Auf zu neuen Ufern (II) – Dr. Kris Kaufmann

Kevin Reißig sprach für „SachsensLinke!“ mit der Geografin und Dresdner Stadträtin Dr. Kris Kaufmann, die nun Beigeordnete für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Wohnen der Landeshauptstadt Dresden ist. Welche Gefühle beherrschen Dich gerade, wo doch Dein neuer Lebensabschnitt startet? Worauf freust Du Dich, was wirst Du möglicherweise vermissen? Ich bin euphorisch und voller Tatendrang. Die unglaubliche




Bedenkliche Unwucht in der Gesellschaft

Jour fixe debattiert Flüchtlingsbewegung und Fremdenfeindlichkeit von Wulf Skaun Die Flüchtlingswellen aus Kriegs- und Unrechtsland branden unvermindert gegen die als friedlich und demokratisch geltende EU-Bastion. Ihre Hauptströme halten Kurs auf das gelobte, weil reiche Deutschland. Sie lösen hier Abwehrreaktionen bei vielen der unvorbereiteten und ungefragten Einheimischen aus. Diffuse „Überfremdungsängste“ kochen hoch. Anlass genug, den Oktober-Jour-fixe




Warum Sachsen?

von Caren Lay Ich wunderte mich nicht, als ein Journalist am Rande des Willkommensfestes für Flüchtlinge in Heidenau fragt: „Frau Lay, warum gibt es gerade in Sachsen so viele Anschläge auf Flüchtlinge?“ In der Tat: Allein in diesem Jahr gab es über 60 Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte, davon ein Viertel in Sachsen. Insgesamt waren es über




Buntes Meißen – Bündnis für Demokratie und Zivilcourage

von Tilo Hellmann Auch das ist Sachsen: An zahlreichen Orten engagieren sich zivilgesellschaftliche Initiativen in Bündnissen gegen flüchtlingsfeindliche Umtriebe und für ein gutes Miteinander von Einheimischen und Geflüchteten. In den nächsten Ausgaben wollen wir einige von ihnen näher vorstellen. Am 25.07.2013 sollte auf den Elbwiesen in Meißen eine nicht angemeldete Veranstaltung der Reichsbürgerbewegung stattfinden. Daraufhin




#Freital #Frigida #Sachsen²

von Lutz Richter Nach 25 Jahren CDU-Herrschaft mangelt es in Sachsen an demokratischer Kultur, Weltgewandtheit und Solidarität. Für mich eine vernichtende Bilanz, die ihren Ausdruck unter anderem in PEGIDA findet. Setzt man dies in Quadrat, bekommt man einen ungefähren Eindruck von der aktuellen Situation in Freital. Freital ist eine durchaus interessante Stadt, mit einer sozialdemokratischen




„Es wäre ein fataler Fehler, PEGIDA zu ignorieren“

Sayad Mahmood ist eine studierte Elektroingenieurin und Vorsitzende des Ausländerrates Dresden e.V. Sie trägt Kopftuch, ist selbst vor vielen Jahren als Flüchtling mit ihrer Familie aus dem Irak nach Dresden gekommen – und wer sich an die Zeltproteste vor der Semperoper in jüngster Zeit erinnert, konnte sie dort bei einem einmaligen Auftritt als eine sehr




Warum zusammenwächst, was zusammen gehört!

Peter Porsch Es weiß kaum noch wer! Aber es gab vor nunmehr fast genau elf Jahren im Sächsischen Landtag eine heftige Debatte, vornehmlich zwischen der CDU und der PDS, zwischen Herrn Hähle, dem damaligen Fraktionsvorsitzenden der CDU, und mir, seinem Kontrahenten von links. Es ging am 15. Januar 2004 um den Entwurf der Staatsregierung des




Hilft die Suche nach „Schuldigen“?

von A. Willnow Der Text von V. Külow, E. Lieberam und D. Pellmann, „In die Offensive kommen“ in der jungen Welt vom 30.01.15 verdient eine ausführliche Erörterung. Die Autoren weisen zunächst darauf hin, dass DIE LINKE die „antiaufklärerische Aggression“ von Pegida zurückweisen müsse. Dies tun sie völlig zu Recht, denn die Pegida-Bewegungen, die den Gestus