Tag: Neonazis

Kaffeekränzchen mit Faschisten, oder: Warum Bautzen ein Problem hat

Bautzen, 2016. Nachdem im Frühjahr die geplante Flüchtlingsunterkunft im Hotel „Husarenhof“ angezündet wurde und Gaffer freudig johlend die Löscharbeiten behinderten, spitzte sich die angespannte Situation im September weiter zu. Die „Sachsen Demonstrationen“ (DSD) hatten zu einer Demonstration auf dem später in die Schlagzeilen gekommenen Kornmarkt („Platte“) aufgerufen, linke Kräfte zu einer Gegenkundgebung. Schon im Vorfeld




Immer wieder Sachsen

von Kerstin Köditz Die Old Skool Hooligans vertreiben T-Shirts. Nein, keine T-Hemden. Das wäre Sache der ewig deutschtümelnden Nazis. Sondern solche mit dem Konterfei von Frank Zappa oder des Avantgarde-Jazzers Sun Ra. Beide völlig inkompatibel mit der Gedankenwelt und den kulturellen Idealen der Neonazis. Oldschool Records dagegen zeigen bereits in ihrer Eigenwerbung deutlich, was bei




Das Stadion als Rekrutierungsfeld

Nazidominanz in der Fanschaft von Leipzigs größtem Fußballverein von Jule Nagel Der 1. FC Lokomotive Leipzig ist neben Dynamo Dresden einer der sächsischen Fußballvereine der oberen Ligen, die für ihre rechtes Fan-Klientel bekannt sind. Doch es gibt einen profunden Unterschied: während Dynamo und engagierte Fans Gegenmaßnahmen ergreifen, sitzt Lok Leipzig das Problem mit Unterstützung der




Augen zu und durch?

Von Volkmar Wölk Es kommt wahrlich nicht oft vor, dass ich einer Meinung mit Bundesinnenminister Friedrich (CSU) und Bundesjustizministerin Leuthäuser-Schnarrenberger (FDP) bin. Eigentlich ist das noch nie passiert. Doch jetzt ist es soweit. Beide warnen vor einem neuerlichen Verbotsverfahren gegen die NPD. Und auch ich kann und will nicht verhehlen, dass ich gewaltige Bauchschmerzen mit




GLOSSE von Stathis Soudias

Lieber Rico, eigentlich wollte ich dir gratulieren. Für den Vorsitz der Landespartei, für den Vorsitz der Fraktion und auch dafür, dass du, fast im Alleingang, das Demografie Problem! Aber, aber du gibst mir keine Chance, du und deine Fraktionäre meckern immer nur rum. So wird es nie was. Darum gestatte es mir, dir den einzig




Ungehört verhallter Protest und neue Perspektiven

Jule Nagel für Sachsens Linke! zum ersten Jahr Extremismus-Klausel Ende des Jahres 2011 ist es ein Jahr her seit Initiativen, Vereine, die für Demokratie und gegen Neonazismus arbeiten und dafür Mittel aus demokratiefördernden Bundesprogrammen und in Sachsen aus dem Landes-Programm „Weltoffenes Sachsen“ beziehen, eine so genannte Demokratie-Erklärung unterzeichnen müssen. Längst hat sich in der öffentlichen




Dresden am 13. Februar 1945 – die „unschuldige Stadt“?

  Links! dokumentiert einen Essay von Gerhard Besier Wieder steht ein 13. Februar vor der Tür, und die Dresdner, nachdem sie – zu ihrer eigenen Verwunderung –, im Vorjahr den Eindruck gewonnen hatten, die Situation endlich einigermaßen gemeistert zu haben, stolpern jetzt erneut in diesen Tag hinein – ohne ein wirklich tragfähiges, inhaltliches Konzept. Die




War da was?

Die spärlich-beschämenden Erkenntnisse aus dem „Fall Mügeln“ Im Gegensatz zum sächsischen Innenministerium, das Anfang 2007 einen Rückgang rechtsextremer Gewaltdelikte im Vorjahr um etwa 25 Prozent vermelden konnte, registrierten die nichtstaatlichen sächsischen Opferberatungsprojekte AMAL und RAA Sachsen für 2006 mit 208 rechtsextrem und fremdenfeindlich motivierten Übergriffen wiederum einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr (2005: 168 Übergriffe). Im




Erfolgreicher Ratschlag in Sörnewitz

2. Antifa-Ratschlag zog 150 BesucherInnen an. Marcel Gürnth berichtet. Der 28. Januar 2006 war ein kalter Wintersamstag mit Temperaturen weit unter der Null-Grad-Marke. Dennoch fanden sich etwa 150 AntifaschistInnen in der Kulturtenne des kleinen Dorfes Sörnewitz (bei Meißen) den zweiten sächsischen Antifaschistischen Ratschlag zu besuchen.