Tag: Nazis

Sündenfall einer jungen Demokratie

von Thomas Dudzak Vor 60 Jahren wurde das KPD-Verbot in der BRD verkündet Am 17. August eröffnete der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Josef Wintrich, die Urteilsverkündung zum KPD-Verbotsverfahren. „Die Bundesregierung allein trägt die Verantwortung für dieses Verfahren“, schickte er dem Folgenden voran. Und was folgte, war das nach dem der „Sozialistischen Reichspartei“ – ein allzu billiger




Weggucken, Wegdrücken, Verharmlosen

von Caren Lay Die gescheiterte Strategie der CDU gegen rechts In Sachsen ist das Problem rechte Gewalt besonders groß. Das ist angesichts zahlreicher Statistiken, auch der ganz offiziellen des Bundeskriminalamtes, völlig unstrittig: Gemessen an der Bevölkerungszahl gibt es in Sachsen die meisten Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte. Wenn hier noch von Einzelfällen spricht, der hat wirklich den




Der Fisch stinkt vom Kopf her

Clausnitz, Bautzen: Wieder sorgt Sachsen für Schlagzeilen. Dir reicht Empörung nicht. Wieso? Diese Empörung kommt immer nur, wenn etwas besonders Widerwärtiges geschieht. Dann regen sich alle über die Rassisten in Freital oder jetzt in Clausnitz auf. Klar, dass Sachsen mit Pegida eine besondere Qualität hat, wissen auch alle. Das gibt es schon lange. Man muss




Generalabrechnung

Hilflos im Moralismus verharrend: Freerk Huisken über das Elend der Kritik am Neofaschismus und Demokratiegeplänkel antifaschistischer Gruppen Von Markus Bernhardt Mit seiner Veröffentlichung »Der demokratische Schoß ist fruchtbar – Das Elend der Kritik am (Neo-)Faschismus« greift der Publizist Freerk Huisken zum richtigen Zeitpunkt in die Debatte um den Zustand antifaschistischer Organisationen und bürgerlicher Neonazigegner ein.




Worte und Taten – Zur Aufhebung meiner Immunität

Entschlossenes Handeln politischer Entscheidungsträger gegen Rechts unverzichtbar! Von Michael Leutert, Sprecher der Landesgruppe Sachsen „Wir sind alle gefordert zu handeln – überall dort, wo Rechtsextremisten versuchen, gesellschaftlichen Boden zu gewinnen.“ So steht es in dem gemeinsamen Antrag, den alle Fraktionen des Deutschen Bundestages unter dem Eindruck der Naziterror-Mordserie am 22. November 2011 formuliert und beschlossen




„Sächsische Demokratie“ immun gegen Rechtsterror-Schock

Außer Fensterreden sind in Sachsen kaum greifbare Fortschritte im Kampf gegen Nazis zu bemerken Von Mark Spitz Wolfgang Thierse hat den Begriff in einem Interview geprägt, gegeben während der Auseinandersetzungen des 19.Februar 2011 in Dresden: „Sächsische Demokratie“. Die Einheimischen hat er nicht wirklich überrascht. In mehr als 20 Jahren hat man sich hierzulande daran gewöhnt,




Ich glaube Ihnen nicht!

Von Rico Gebhardt, Vorsitzender DIE LINKE. Sachsen für Sachsens Linke! 12/2011 Drei Menschen können mehr als zehn Jahre durch das Land ziehen und Menschen mit Migrationshintergründen ermorden und keine Behörde in diesem Land will mitbekommen haben,  dass dahinter ein Netzwerk aus Neonazis steckt? Mehr als zehn Banküberfälle, davon wahrscheinlich zehn in Sachsen, wurden von diesen




Die Mörder sind unter uns

Kerstin Köditz über die Mörder und Bombenleger des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ für Links! 12/2011 Wolfgang Staudte war es, der 1946 den ersten deutschen Nachkriegsfilm drehte. Es war geradezu unvermeidlich, dass er sich mit der Vergangenheit kritisch auseinander setzte. Der Mörder unter damals war ein beliebter Bürger und erfolgreicher Geschäftsmann, der aus alten Stahlhelmen Kochtöpfe produzierte. Wenige




Die Beschneidung der Demokratie als Mittel gegen die Feinde der Demokratie?

Ein kritischer Rückblick auf die Antinaziproteste und das Versammlungsgeschehen am 20. August in Leipzig – Text von Juliane Nagel   Am 20.8.2011 hatten sich wieder einmal Neonazis in Leipzig angekündigt. Vor dem Völkerschlachtdenkmal sollten ganztägig Redner von NPD und aus dem „Freie Kräfte“-Spektrum sowie Rechts-Rock-Bands menschenverachtende und antidemokratische Ideologien zum Besten geben. Die von der




Dresden am 13. Februar 1945 – die „unschuldige Stadt“?

  Links! dokumentiert einen Essay von Gerhard Besier Wieder steht ein 13. Februar vor der Tür, und die Dresdner, nachdem sie – zu ihrer eigenen Verwunderung –, im Vorjahr den Eindruck gewonnen hatten, die Situation endlich einigermaßen gemeistert zu haben, stolpern jetzt erneut in diesen Tag hinein – ohne ein wirklich tragfähiges, inhaltliches Konzept. Die