Tag: Moskau

Von Krisen in Natur und Gesellschaft

Aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Marxistische Erneuerung thematisiert globale Umweltzerstörung und Marx-Jubiläum. Von Wulf Skaun Mit einem Nachruf auf den bekennenden Marxisten Elmar Altvater eröffnet die Juni-Ausgabe der Vierteljahresschrift Marxistische Erneuerung (Z 114) ihr wiederum breit gefächertes Rezeptionsangebot. Der Zufall will es, dass eines der politikwissenschaftlichen Kernthemen des Vorreiters ökomarxistischen Denkens den inhaltlichen Schwerpunkt des Heftes




Größte Panzerschlacht der Geschichte

Vor 75 Jahren brach die Schlacht im Kursker Bogen der Hitler-Wehrmacht endgültig das Genick. Von Winfried Steffen Nach der katastrophalen Niederlage in der Stalingrader Schlacht, die Anfang Februar 1943 endete, unternahm die Hitlersche Führung den verzweifelten Versuch, mit einer Offensive am Mittelabschnitt der Ostfront – aus dem Kursker Bogen heraus – die militärische Initiative im




Sport verbindet

Ob als sportpolitischer Sprecher oder als Stürmer im FC Bundestag – André Hahn bleibt am Ball Die deutsche Mannschaft ist nach schwacher Leistung bei der Fußball-WM in Russland bereits ausgeschieden, die Titelverteidigung wurde verfehlt. Die politische Diskussion um diese WM und den Gastgeber lief schon länger und steigerte sich, je näher das Eröffnungsspiel in Moskau




Über die Relativität der Wahrheit

Von Andreas Haupt Das monumentale Werk Rotes Licht des russischen Schriftstellers Maxim Kantor ist nun auf Deutsch erschienen. Den Autor kennt man aus der Welt der Kunst, wo er internationale Bekanntheit spätestens mit seiner Einzelausstellung auf der Biennale in Venedig 1997 erlangte. Er wurde 1957 in Moskau geboren und studierte dort am Polygraphischen Institut. 1983




„Knallt die tollen Hunde nieder“

René Lindenau erinnert an die Worte und Taten von Andrej Wyschinski (1883-1954) Welche Wirkungen es haben kann, wenn das Recht politisch instrumentalisiert wird und Juristen bereit sind, sich zum Büttel ihrer Herren zu machen – das hat der Generalstaatsanwalt der UdSSR in den Jahren der Moskauer Schauprozesse demonstriert. Viele schmutzige Seiten hat Andrej Wyschinsky hinterlassen,




Die Märznote von 1952

von Prof. Dr. Kurt Schneider Am 10. März 1952 unterbreitete die Sowjetunion in einer Note an die Westmächte den Entwurf eines Friedensvertrages mit Deutschland, das als einheitlicher Staat wiederhergestellt werden sollte. Nationale Streitkräfte wurden zugestanden, die Neutralisierung Deutschlands war die Forderung. Das geeinte Deutschland in den auf der Potsdamer Konferenz (Juli 1945) festgelegten Grenzen sollte




Wenn die Welt sich ändert – 1985 und 2017

von Ralf Richter Erinnern Sie sich noch daran, was Sie am 11. März 1985 gemacht haben? Nicht? Es war ein scheinbar unwichtiger Tag. In Moskau war gerade innerhalb von wenigen Jahren der dritte Generalsekretär und Staatschef gewählt worden. Nachdem das langjährige Staatsoberhaupt Leonid Breshnew 1982 gestorben war, agierten seine beiden Nachfolger Andropow und Tschernjenkow nur




Die fleischgewordene Vision Dostojewskis

von Andreas Haupt Im Mai 1925 meldet der Draht aus Moskau, dass Boris Sawinkow, ein Träger des revolutionären Gedankens in Russland, verstorben sei. Und die Kölnische Zeitung vom 16. Mai desselben Jahres verabschiedet Boris Sawinkow mit den Worten: „Immer stand er in der vordersten Front der Revolution, immer bereit, seinen Kopf der revolutionären Sache zur




Duma-Wahlen in Russland

von René Lindenau Nicht nur in Berlin, sondern auch in Moskau wurde am 18.09.2016 gewählt. So wichtig die Abgeordnetenhauswahlen auch gewesen sein mögen: dass die Moskauer Duma-Wahlen in den deutschen Medien zum Randthema gerieten, haben sie nicht verdient. Circa 111 Millionen Bürger entschieden an diesem Tag über 40.000 Mandate. Im Mittelpunkt dürfte die Entscheidung über




Wlassow – Diener zweier Herren

von René Lindenau Zur Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges gehört auch die Geschichte des Verrats – dem des sowjetischen Generals Andrej A. Wlassow. Geboren wurde Wlassow im September 1901 in Nishnij-Nowgorod. Zunächst besuchte er, ebenso wie Stalin, ein Priesterseminar. Im März 1919 zog es ihn in die Roten Garden, 1930 wurde Wlassow Mitglied der KPdSU.