Tag: Lenin

Lenin – Ein Leben

Von René Lindenau Seine Hebamme soll über ihn gesagt haben: „Er wird einmal sehr intelligent oder aber sehr dumm.“ Der Neugeborene entschied sich für ersteres, wie seine spätere Schullaufbahn bewies – auch wenn sein weiterer Lebenslauf reich an Dummheiten und Irrwegen war. Eine zumindest bis zur Hinrichtung seines Bruders unbeschwerte Kindheit, Jurastudium, die Weg zum




Das Leninsche Erbe auf das Bleibende prüfen

Von Prof. Dr. Kurt Schneider Stefan Bollinger, Autor von „Oktoberrevolution. Aufstand gegen den Krieg“, hat nahezu zeitgleich in der Reihe „Basiswissen“, verlegt vom PapyRossa Verlag, den Titel „Lenin. Theoretiker, Stratege, marxistischer Realpolitiker“ veröffentlicht. Er beginnt mit der Situationsbeschreibung: „Seine Denkmäler in der ehemaligen Sowjetunion, in der alten DDR, in Osteuropa sind fast alle geschleift. Hundert




Zum 100. Jahrestag an der Newa

Von Reinhold Gläß Es war ein seit langem gehegter Wunsch, den 100. Jahrestag der (früher so genannten) „Großen Sozialistischen Oktoberrevolution“ in der Stadt zu verbringen, die am unmittelbarsten mit diesem Ereignis verbunden ist. Weil wir beide die Stadt aus touristischer Sicht schon mehr oder weniger gut kannten, machten wir uns erst am 5. November auf




Rückschau zum 100. Jahrestag der Februarrevolution 1917 in Russland

von Wladislaw Hedeler Die Ausgangssituation der linken bzw. linksorientierten Gruppierungen nach der Februarrevolution 1917 in Russland war weitgehend identisch (1). Ihre führenden Funktionäre, die in der Regel im Exil lebten, drängten, von der Nachricht über die Revolution überrascht, nach Russland. Kriegsbedingt war die Verbindung zusammengebrochen. „Nach Rußland sind sämtliche Verbindungen abgerissen“, schrieb Leo Martow am




„Lenin ist alles andere als ein toter Hund“

von Wulf Skaun Wladislaw Hedeler und Volker Külow plädieren für eine Reaktualisierung seiner Imperialismusanalyse „Er rührte an den Schlaf der Welt – Lenin“ (Becher/Eisler/Busch). Verblichene Hommage auf einen „großen Mann“ der Geschichte (Plechanow). Mit dem Scheitern seines praktizierten Sozialismusmodells „im Sinne der Jakobiner-Herrschaft“ (Luxemburg) hat ihn politischer Mainstream linker und rechter Provenienz auch als Gesellschaftstheoretiker




Die Arbeit fängt gerade von vorne an

Zum 100. Jahrestag: Eine kritische Neuausgabe von Lenins Imperialismusstudie von Daniel Sieben Während Hugo Ball und seine Freunde im Zürcher „Cabaret Voltaire“ im Februar 1916 den Dadaismus aus der Taufe hoben, formulierte ein russischer Emigrant im Nebenhaus eines seiner wirkungsmächtigsten Werke. In den ersten Monaten des dritten Kriegsjahres brachte W. I. Lenin in einem spartanisch




Vor 75 Jahren Ermordung Trotzkis

von Dr. Florian Wilde Am 20. August 1940 zertrümmerte ein durch einen vom sowjetischen Geheimdienst angeheuerten Mörder geschwungener Eispickel den Schädel Leo Trotzkis und damit einen der brillantesten marxistischen Köpfe des 20. Jahrhunderts. So endete ein Leben, in dem sich wie in wenigen anderen die ganze Tragik des „Jahrhunderts der Katastrophen“ spiegelte. Aus einer jüdischen




Notiz zu Lenin

von Olaf Mimiec In diesen Tagen nähert sich der 90. Todestag von Wladimir I. Lenin. Vielleicht eine kleine Notiz in den hinteren Seiten einer Zeitung – das wird es gewesen sein. Und dennoch meine ich, dass es etwas mehr über ihn zu sagen gibt. Ironischerweise geht auch das nur im Rahmen einer Notiz. So ziemlich