Tag: Leipzig

Das Beste vom Herrn Wollenberg

von Reinhard Ständer Es gibt bedeutende Künstler, die kaum jemand kennt – „dank“ unserer Medien, die dem Mainstream zuliebe immer mehr große Kunst ignorieren und nur senden bzw. drucken, was angeblich massentauglich ist. Zu diesen Künstlern gehört seit Jahrzehnten der Folk- und Chanson-Poet Jens-Paul Wollenberg, ein Wahl-Leipziger, von dem kürzlich das Doppelalbum „Die Loewenzahnjahre 1990




Vor 150 Jahren wurde Marx‘ „Kapital Band I“ in Leipzig gedruckt

Ein Kolloquium der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen am 6. Mai 2017 von Jürgen Leibiger Vor 150 Jahren ließ Karl Marx‘ Hamburger Verleger Otto Meissner den ersten Band des „Kapital“ in der Druckerei Wigand in Leipzig drucken. Das Kolloquium aus Anlass dieses Jahrestags widmete sich der Frage, welche Bedeutung dieses Werk für die sozialen Auseinandersetzungen im 21. Jahrhundert




Er hat seine linke Überzeugung gelebt – In memoriam Dr. Edmund Schulz

von Wulf Skaun „Mein Freund Eckard Spoo ist gestorben“, sagte Eddi mit belegter Stimme. Ich sah, der Tod des linken Journalistenkollegen, der 1997 die Zeitschrift „Ossietzky“ gegründet hatte, ging ihm sehr nahe. Als Autor hatte er, Edmund Schulz, den in der Tradition der „Weltbühne“ stehenden Heften die Treue gehalten. Nun ist er selbst, ein gutes




Ein Weltbestseller wird gedruckt

Vor 150 Jahren wurde erschien erstmals der erste Band von Karl Marx‘ „Das Kapital“ in gedruckter Fassung. Es ist zweifelsohne das Hauptwerk im Schaffen von Marx und fasst nach Jahrzehnten ökonomischer Studien, akribischer Studien und diversen Vorarbeiten dessen Analyse und Kritik der kapitalistischen Gesellschaft zusammen. Kaum ein Werk dürfte so weitreichende Wirkungen in der Arbeiterbewegung




Reiche Ernte der zweiten Schicht

Nikolaus Wachsmann liefert monumentale Gesamtdarstellung der NS-Konzentrationslager aus historischer Distanz von Wulf Skaun KZ oder KL: Seit Bruno Apitz’ „Nackt unter Wölfen“ wähnte man alles zu wissen und zu erfühlen, was diese Akronyme ausdrücken. Wie es auch Auschwitz oder Buchenwald als Symbolnamen mit empathischer Bedeutung suggerieren. Doch existierte weder das eine noch das andere faschistische




Vor 100 Jahren: Der Streik der Leipziger Arbeiter im April 1917

von Prof. Dr. Kurt Schneider Die Auswirkungen des Kohlrübenwinters, der schreckliche Hunger und die durch den Krieg verursachte allgemeine Not hatten breiteste Teile der Bevölkerung an den Rand der Verzweiflung gebracht, als nunmehr die deutsche Regierung verkündete, am 15. April 1917 erneut die Brotration zu kürzen. Daraufhin traten vor allem in Berlin, Leipzig, Braunschweig, Hannover,




Gastland Litauen auf der Leipziger Buchmesse

von Ralf Richter Es gibt eine Münchhausen-Geschichte, die mich als Kind tief beeindruckt hat. Mitten im klirrend kalten Winter überfällt Münchhausen in einer tief verschneiten Gegend, wo er nur eine weiße Wüste um sich sieht, die Müdigkeit. Rasch bereitet er sich ein warmes Lager, auf dem er sich ausbreiten kann, und macht sein Pferd an




LAG selbstbestimmte Behindertenpolitik

Die LAG selbstbestimmte Behindertenpolitik DIE LINKE Sachsen hat einen neu gewählten Sprecher*inrat und hat der Sächsischen Staatsregierung Hausaufgaben mitgegeben. Am Samstag, dem 18.März 2017, haben wir uns in Leipzig zu unserer jährlichen Mitgliederversammlung getroffen. Als Gast konnten wir Horst Wehner begrüßen, der uns über behindertenpolitische Initiativen der Landtagsfraktion informierte. Das wichtigste Anliegen ist es, unsere




Sachsen ist Schlusslicht beim Sozialwohnungsbau

von Caren Lay Wohnen ist auch in Sachsen zu einer der zentralen sozialen Fragen geworden. Auch im Freistaat steigen die Mieten, besonders in den größeren Städten und deren Umland. Dresden und Leipzig verzeichneten zwischen 2010 und 2015 einen Anstieg der Mieten um durchschnittlich 20 Prozent, die Neubaumieten in Dresden stiegen in dieser Zeit sogar um




„Am Anfang war der Tango“

von Jens-Paul Wollenberg So beginnt der Leipziger Sänger Peter Wassiljewski über die Gründung und Entwicklung seines „Leschenko-Orchesters“ zu erzählen. Es war seine Lebensgefährtin, die zufällig auf einen Zeitungsartikel über den sowjetischen Chansonnier Pjotr Leschenko stieß. Leschenko wurde als König des russischen Tango bezeichnet. Als sich das Paar eine CD mit authentischen Aufnahmen aus den 30er