Tag: Kunst

Alle Kunst ist Bannung – Otto Dix und der Krieg

von Anja Eichhorn Es gibt kaum einen Künstler, der sich in seinem Werk so intensiv mit den Schrecknissen des Ersten Weltkrieges auseinandersetzte und das kollektive Bildgedächtnis des Krieges so wesentlich geprägt hat wie Otto Dix (1891-1969). Noch heute gelten seine Darstellungen der aufgerissenen, zerbombten Schützengräben, die schockierenden Dokumentationen vom Leid und Elend als bildgewordene Zeugnisse




„Wenn Du nicht sagst, was los ist, versteht es keiner“

Alle drei sind sie Leipziger, alle drei machen sie Musik mit politischen Anspruch: Ausriss aus einem anarchischen Gespräch mit dem Leipziger Pianisten, Komponisten und Sänger Hubertus Schmidt, dem Autor, Dichter und Sänger Jens-Paul Wollenberg sowie mit der Malerin und bekennenden Straßenmusikerin Uta Pilling. Beim Thema Musik mit politischem Anspruch stoßen zuerst die Protestsongs der 60er




Marek Grechuta – Der polnische Troubadour des poetischen Gesangs

von Jens-Paul Wollenberg Marek Grechuta war mit Abstand der populärste Sänger Polens. Als er zwei Jahre alt war, kauften seine Eltern ein Klavier, für das sich der kleine junge schon bald interessierte. Der am 10. Dezember 1945 geborene Marek nahm ab seinem siebenten Lebensjahr Klavierunterricht bei einem Kirchenorganisten in seiner Heimatstadt Zamo??. Sein Abitur absolvierte




Warum Kulturpolitische Leitlinien?

von Annekatrin Klepsch Auch in Sachsen, das sich per Landesverfassung als Kulturstaat generiert, ist der kulturelle Aderlass im Gang, wenn auch – im Vergleich zum benachbarten Sachsen-Anhalt – gegenwärtig weniger sichtbar. Nach Außen wird seitens der Regierenden vielmehr der Eindruck vermittelt, Kunst und Kultur seien ein unumstößliches Gut in Sachsen, mit dem man auch international




Kultur ist Bildung, kein „Sahnehäubchen“

Die Fragen stellten Jayne-Ann Igel, Rico Schubert, Anja Eichhorn und Kevin Reißig. Der Künstlerbund Dresden e. V. ist der Berufsverband von Künstlerinnen und Künstlern, die auf den Gebieten der Bildenden Kunst, meist freiberuflich, arbeiten. Kristine Schmidt-Köpf ist seine Geschäftsführerin. „Links!“ sprach mit ihr über die Situation der Bildenden Künste in Dresden, die Zusammenarbeit mit der




Warum bildende Künste in Sachsen einer besseren Förderung bedürfen

von Jayne-Ann Igel Politikerinnen und Politiker verweisen in ihren Reden gern auf die Vielfalt kulturellen Lebens in ihrer Region, eine quirlige Kultur- und Kreativwirtschaft, weil sie diesen „weichen Standortfaktor“ nicht zuletzt als identitätsstiftend begreifen. Mittlerweile sind ja bundesweit auch mehr Menschen in der Kreativwirtschaft tätig als beispielsweise in der Automobilbranche. Wobei eine der Ursachen, warum




„Der Bundestag ist die beste Bühne…“

Der jüngste Solokabarettist Deutschlands kommt aus Zwickau und heißt Erik Lehmann. Links!  sprach mit ihm über seine Arbeit auf der Bühne, sein Publikum und das politische Kabarett   Du hast als recht junger Mensch schon einiges hinter dir, was man so deinem Lebenslauf entnehmen kann – wie kommt man als 23jähriger zum Kabarett? ERIK LEHMANN:




Zur Situation der Bildenden Künstler

Ivar Bahn berichtet 9/2007 Die inzwischen allgemein üblich gewordenen Ausstellungsbedingungen für nicht oder noch nicht zu den „Trendeliten“ zu zählenden Künstlerinnen und Künstlern nähern sich einem schon skandalös zu nennenden Tiefpunkt. Wenn sich schon eine Galerie oder eine Institution entschlossen hat, mit einem Künstler zusammenzuarbeiten, das Glück haben längst nicht alle – und da spreche