Tag: Kultur

SPD, GRÜNE und LINKE im Erzgebirge in gemeinsamer Klausur

von Klaus Tischendorf Der Erzgebirgskreis war nach 1989 fast ausschließlich durch die kommunalpolitische Übermacht der CDU geprägt. Wie in vielen anderen sächsischen Regionen wurde die übergroße Mehrheit der Rathäuser durch CDU-Bürgermeister regiert. Inzwischen hat sich die LINKE als zweitstärkste politische Kraft etabliert, freie Wählervereinigungen waren die stärksten Konkurrenten für uns. Die SPD und die GRÜNEN




Impressionen aus Athen

von Peter Porsch Die Woche vor Ostern, vor dem katholischen und protestantischen Ostern, als Tourist in Athen: Man erlebt ein sonniges Athen und man begegnet einem trüben Athen. Natürlich ist das der Jahreszeit geschuldet, aber nicht nur. Kultur lauert in jedem Stein, deshalb ist man ja hier. Die Akropolis winkt vom Berg aus jeder Perspektive.




Kulturkonservativ

von Jochen Mattern Drei Tage vor Weihnachten, am 21. Dezember des vergangenen Jahres, druckte die Sächsische Zeitung unter dem Titel: „Zorn allenthalben“ einen Beitrag des in Radebeul bei Dresden ansässigen Schriftstellers Jörg Bernig. Der Autor ist Mitglied zweier Akademien der Schönen Künste, der in Bayern und der in Sachsen. Seinen Zorn erregt hat der Umgang




Herrschaft oder Akzeptanz? Sprache als „selbstredendes Dasein“ der Gesellschaft

von Peter Porsch Gekonnt dialektisch analysiert macht uns Karl Marx auf eine wesentliche Leistung von Sprache aufmerksam: „Die Sprache selbst ist ebenso das Product eines Gemeinwesens, wie sie in andrer Hinsicht selbst das Dasein des Gemeinwesens, und das selbstredende Dasein desselben“ (MEW, Bd. 42, Berlin 1983, S. 398). Sprache zeigt demnach nicht nur eine einfache




„Zur Aktualität von Revolutionen im 21. Jahrhundert“

MARX IS MUSS-Kongress 2015 von René Lindenau Dass alles alternativlos sei, behauptet immer wieder die aus den „Ostgebieten“ einverleibte amtierende Kanzlerin, Angela Merkel. Solch alternativloses Denken mag der Frau noch aus ihrer aktiven FDJ-Zeit bekannt sein. Demgegenüber behauptete der im Westen sozialisierte einstige Ministerkollege Norbert Blüm: „Marx ist tot“. Beide irren sich. Denn die andauernden




Leipziger Buchmesse-Report

Vom schwarzen Kaiserreich zur brasilianischen Moderne Ralf Richter war auf der Buchmesse Der 16. März war in Sachsen ein Vorfrühlingstag, den man getrost „unter Glas“ verbringen konnte. So regnerisch, kühl und windig war es. Manche machen bei so einer Gelegenheit einen Schaufensterbummel, doch die bessere Alternative an dem speziellen Tag war es eindeutig, zur Messe




Zwei Bretteln, ein gführiger Schnee juchee …

von Peter Porsch Wintersport ist in und international! Man merkt es an den Leuten bei den Liften und den Seilbahnen. Dennoch: Vielleicht vermeidet manche und mancher aus Angst, nicht zu verstehen oder nicht verstanden zu werden, dorthin zu fahren, wo ihm ein „Swatch Snow Mobile“ zum „Ski-Opening“ angeboten wird. Andere wird möglicherweise gerade die Sprache




Warum bildende Künste in Sachsen einer besseren Förderung bedürfen

von Jayne-Ann Igel Politikerinnen und Politiker verweisen in ihren Reden gern auf die Vielfalt kulturellen Lebens in ihrer Region, eine quirlige Kultur- und Kreativwirtschaft, weil sie diesen „weichen Standortfaktor“ nicht zuletzt als identitätsstiftend begreifen. Mittlerweile sind ja bundesweit auch mehr Menschen in der Kreativwirtschaft tätig als beispielsweise in der Automobilbranche. Wobei eine der Ursachen, warum




Bitte nehmen Sie Platz – eine neue kulturelle Bewegung

von Katja Kipping Sie heißen KulturLoge, KulturTafel oder KulturRaum und werben mit Slogans wie „Ihr Schlüssel zur Kultur“ oder „Werden Sie unser KulturGast“. Gemeinsam ist all diesen Initiativen, dass Sie kostenlos von den Veranstaltern gespendete Plätze an Gäste vermitteln, deren Finanzbudget für Live-Kultur zu klein ist. Nur 8 Prozent der Bürgerinnen und Bürger Deutschlands besuchen




Ein zeitgemäßes Urheberrecht

Auswertung einer Umfrage zur Perspektive von Künstler_innen Text von Julia Bonk Die zunehmende Digitalisierung mit dem Internet als durchdringendem Medium hat natürlich auch Auswirkungen auf die Mechanismen der Verbreitung und Bezahlung künstlerischer Leistungen. Das bisherige Urheberrecht orientierte vor allem auf verkaufte CDs, Bilder, Bücher etc. Mit der Digitalisierung aber löst sich das Werk potentiell von