Tag: Kritik

Aufstehen oder sitzen bleiben?

Von Axel Troost, stellvertretender Vorsitzender der Partei DIE LINKE und Senior Fellow für Wirtschafts- und Europapolitik bei der Rosa Luxemburg Stiftung Anfang September ist sie gestartet, die neue Sammlungsbewegung Aufstehen. Der Versuch, politische Kräfte links der Mitte neu zu bündeln, lässt sich wahlweise als Kampfansage an DIE LINKE oder als Bündnisprojekt interpretieren. Doch so einfach




Liebgewordene Annahmen hinterfragen!

Thomas Kachel von der LAG Frieden und internationale Politik über die LINKE und die EU-Krise Unlängst gab es in Leipzig die Fortsetzung einer schon lange währenden Debatte in der Linken und der LINKEN: Wie halten wir’s mit Europa? Brexit, Trump, Immigrationsfrage, rechte Renaissance – das alles bringt die Problematik EU und europäische Integration wieder stärker




Hatschi Bratschi

Von Peter Porsch „Was kommt dort durch die Luft geflogen und immer na?her hergezogen? Es ist, man sieht es deutlich schon, ein großer roter Luftballon. Drin sitzt, die Pfeife in der Hand, ein Zauberer aus dem Morgenland. Der bo?se Hatschi Bratschi heißt er, und kleine Kinder fa?ngt und beißt er. O Fritzchen, Fritzchen, lauf davon,




Quo vadis, DIE LINKE?

Von René Lindenau Beginnen wir ganz profan und fragen: Wozu sind Parteien da? Was treibt sie an? Sie vertreten Interessen und stehen für ein Programm, das die jeweiligen politischen Mitbewerber nicht vertreten. Soweit so gut. Problematisch wird es nur, wenn eine Partei nur mit sich selbst beschäftigt ist, die Öffentlichkeit scheut und wenn sie Sitzungen




„Die Farbe Rot“ ? nur eine verfehlte Metapher?

Streitbare Debatte bei Jour fixe über Gerd Koenens Geschichte des Weltkommunismus. Von Wulf Skaun Gerd Koenens „Farbe Rot“ ist zweifellos eine brillante Erzählung über ein vielgesichtiges gesellschaftliches Phänomen: die kommunistische Weltbewegung. Das dickleibige Buch des Historikers und Publizisten ist zugleich eine opulente Bildungsreise durch Jahrtausende menschheitlicher Kulturgeschichte. Für den Autor eine unabdingbare Konsequenz ganzheitlicher Geschichtsschreibung,




Annotiert: MARX-Handbuch

Von Prof. Dr. Kurt Schneider Nach dem Kant-Handbuch von Gerd Irrlitz und dem Habermas-Handbuch von Hauke Brunkhorst u.a. (Hrsg.) hat der J. B. Metzler Verlag bereits vor einiger Zeit das von 33 Autoren verfasste und von Michael Quante sowie David P. Schweikard herausgegebene „Marx-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung“ verlegt. Die Herausgeber betonen, dass die




Linker Avantgardist auch noch mit 90

Hans Modrow stiftet Unruhe in deutscher Justiz und eigener Parteiführung. Von Wulf Skaun Bundesverwaltungsgericht und Leipziger Dependance der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen liegen nur einen Steinwurf voneinander entfernt. Am 28. Februar 2018 erleben die ortsnahen, aber sonst so ungleichen Adressen einen historischen Doppelauftritt. Hans Modrow kann seine Genugtuung über das am Nachmittag im Justizpalast erstrittene Recht, Einsicht




„Jetzt reden wir weiter – Die Kombinatsdirektoren“

von Ralf Richter Die Autorin Katrin Rohnstock verfolgt ein interessantes Geschäftsmodell: Sie ist Geschäftsführerin des Unternehmens Rohnstock Biografien und konzentriert sich dabei ganz – der Name sagt es – auf das Schreiben von Biografien. Seit 2012 hat sie den Fokus auf DDR-Wirtschaftsgeschichte gelegt. Mit ihrem aktuellen Buch kann man als Leser glücklich und unglücklich zugleich




Mehr Raum für offene politische Auseinandersetzungen

Zu einer umstrittenen Studie über Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit in Ostdeutschland von Jochen Mattern Mit dem Eingeständnis eines Fehlers überraschte die Ost-Beauftragte der Bundesregierung, Iris Gleicke, Ende Juli die interessierte Öffentlichkeit. Die SPD-Politikerin distanzierte sich von einer Studie, die sie selbst in Auftrag gegeben und erst Anfang Mai vorgestellt hatte. Bei der Präsentation hatte sie die




Es gilt noch immer, Wolfgang Harich zu entdecken

von Prof. Dr. Kurt Schneider Wolfgang Harich, geboren am 9. Dezember 1923 in Königsberg, war der bedeutendste Vertreter der marxistisch geprägten intellektuellen sozialistischen Opposition in der DDR. Davon zeugt auch der jüngst erschienene, von Andreas Heyer herausgegebene Band „Wolfgang Harich: Frühe Schriften“. Dieselben sollen in insgesamt drei Bänden veröffentlicht werden. Im vorliegenden ersten Teilband behandelt