Tag: Krieg

Ludwig Renns Soldaten-Roman „Krieg“: aktuell wie nie

von Ralf Richter Es wird viel geschossen in diesen Tagen. Nahezu wöchentlich wechselte in letzter Zeit das Feindbild. Mussten wir nicht vorgestern alle gegen Assad sein, so hieß es gestern „Putin, Du alter Schuft“, aber der hatte dann auch gleich abgewirtschaftet. Nun ist isi-pisi, pardon, ISIS der neue Feind – man kommt bald nicht mehr




Der 22. Juni 1941: Verdammt lang her – doch nicht vergessen

von René Lindenau Für den preußischen Kriegsphilosophen General Carl von Clausewitz (1780-1831) war der Krieg ein Akt der Gewalt, um dem Gegner zur Erfüllung (unseres) Willens zu zwingen (siehe in „Vom Kriege“). Doch jener Krieg war anders und sollte alles bisher gewesene Kriegsgeschehen in seiner Grausamkeit und Heftigkeit in den Schatten stellen. Der Krieg Hitlerdeutschlands




Unser ukrainisches Dilemma: Wer sind „die Guten“?

von Boris KrumnowDie Ukraine, mit ihren 46 Millionen Einwohnern eines der großen Länder Europas, ist in einer tiefen Krise. Sie hat bereits einen Teil ihres Staatsgebietes verloren und steht womöglich am Rande der Spaltung und/oder eines Bürgerkrieges. Das Land ist angesichts der Brückenfunktion zwischen EU-Europa und den weiter östlich liegenden Staaten der postsowjetischen Sphäre (die




„Der Erste Weltkrieg – Ein Krieg der Dichter und Denker“

von René LindenauDer Chef des Generalstabes, Helmuth von Moltke (1857-1888), warnte in einer Reichstagsrede am 14. Mai 1890: „Wenn der Krieg, der jetzt schon mehr als zehn Jahre lang wie ein Damoklesschwert über unseren Häuptern schwebt – wenn dieser Krieg zum Ausbruch kommt, so ist seine Dauer und ist sein Ende nicht abzusehen“. Und später:




Krieg dem Krieg bei der XIX. Rosa-Luxemburg-Konferenz

von Ralf Richter Was vom Krieg bleibt, im Gedächtnis der Menschheit, sind die Werke der Kunst. Es gibt riesige Gedenkmonumente zur Erinnerung an den Großen Vaterländischen Krieg (wie er in Russland genannt wird) insbesondere auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion – auf einer riesigen breiten Treppe steigt man in Wolgograd, dem ehemaligen Stalingrad, den Mamajew-Hügel




Was passiert in Mali?

Zur besseren Einordnung der Geschehnisse in Mali und auch insbesondere als Entgegnung auf den aktuelle Zwischenruf von Pieter Potgieter möchte ich einen kurzen chronologischen Abriss der Entwicklung in Mali geben. Ich greife dabei auf Informationen der Frankfurter Rundschau und der Seite www.upi.com (hier) zurück. UN-Helfer rechnen mit 700000 Flüchtlingen, aktuell sind schon 200000 innerhalb des




Seit Freitag morden EU-Friedensnobelpreisträger in Mali – jetzt mit Link zu Mali-Dossier

Ein aktueller Zwischenruf von Pieter Potgieter Es ist so weit: Die alte Kolonialmacht zeigt seit vergangenem Freitag wieder die Muskeln. Erfahrungsgemäß zetteln europäische Sozialisten die Kriege an – es darf daran erinnert werden, dass es der rot-grünen Regierung Schröder-Fischer bedurfte, um die Bundeswehr erstmalig seit ihrer Existenz in einen Krieg zu führen – zuvor hatte




Ein würdiger Ort des Gedenkens?

von Gerd Glöckner/Kevin Reißig Am 8. Mai 2015 jährt sich die Befreiung Europas von der faschistischen Barbarei zum 70. Mal. Bei den Gedenkveranstaltungen werden nicht zuletzt auch die zahlreichen Denk- und Ehrenmale eine große Rolle spielen. Es ist auch eine Frage der politischen Kultur, wie eine Gesellschaft mit den Hinterlassenschaften ihrer Vergangenheit umgeht. Sachsen hat




10 Jahre Afghanistankrieg – Einblicke und Ausblicke

von Simone Hock Am 26. September 2012 besuchte Stefan Liebich, Bundestagsabgeordneter der LINKEN und Mitglied im Auswärtigen Ausschuss, das „Marienthaler Lichtspielhaus“ in Zwickau. Er berichtete über die aktuelle Situation in Afghanistan, die Positionen der LINKEN und seine eigenen Einschätzungen. Das Land sei nach zehn Jahren Krieg von kleinen gewalttägigen Gruppen und einer wieder größer werdenden




Schuld. Aber Sühne?

von Kevin Reißig Kann es je Wiedergutmachung geben für die Opfer des größten Menschheitsverbrechens? Wohl kaum, allenfalls in Ansätzen. Durch Geld, Demut oder Entschuldigungen lässt sich kein Leben wieder erwecken, keine Familie trösten, keine Demütigung aus der Welt schaffen. Alle Opfer des Hitlerfaschismus, ganz gleich, ob sie Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, Antifaschisten, Homosexuelle,