Tag: Krieg

Mit Krieg wird man den Terror nicht besiegen

von Stefan Liebich Der Kampf gegen den Terror hat in Europa einen neuen Code. Er lautet „42-7“ und aufgerufen hat ihn Frankreichs Staatspräsident François Hollande während einer gemeinsamen Sitzung der französischen Nationalversammlung und des Senats. Hinter dem Kürzel verbirgt sich der Artikel 42, Absatz 7 der Lissaboner EU-Verträge. Es ist ein bislang wenig beachteter Vertragsbestandteil




Ukraine-Wahlen und das Tauziehen zwischen Ost und West

von Ralf Richter Es gab Wahlen in der Ukraine. Wieder einmal. Dieses Mal im Osten. Der Westen und Kiew tobten: Unrechtmäßíg und nicht akzeptabel! Die russische Minderheit, die im Gebiet um Donezk und Lugansk die Mehrheit der Wahlbevölkerung stellt, hält mit ihren „Volksrepubliken“ dagegen: „Entscheidend ist, dass Russland die Wahlen anerkennt.“ Psychologische Kriegsführung beginnt mit




Bomben und die Unwirklichkeit von Normalität

Mit den Terrormilizen des Islamischen Staates (IS) kamen die Schrecken des Krieges in die autonom verwalteten Kurdengebiete im Westen Syriens. Dort wird gekämpft, vertrieben, gefoltert und getötet. Mitte Oktober war Dominic Heilig direkt an der türkisch-syrischen Grenze zu Kobane und erlebte so hautnah die Luftangriffe der US-Streitkräfte und die Feuergefechte zwischen den kurdischen Selbstverteidigungseinheiten (YPG/YPJ)




Alles Zufall – oder (militär-)politisches Kalkül?!

von Ralf Becker In den Nachrichten schön hintereinander gereiht fanden sich der Bericht zu den Verfolgungen der kurdischen Minderheit der Jesiden im Nordirak durch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS), darüber, wie die USA Lebensmittel in den Fluchtgebieten der Jesiden abwerfen und beginnen, die IS-Melizen zu bekämpfen. Dann war da noch das Verbot der Muslim-Bruderschaft in




Mit Krieg Kriege beenden?

von Cornelia Ernst Als ich im Europawahlkampf nach Oschatz kam, führten mich unsere Genossen in eine Sonderausstellung anlässlich des Ersten Weltkrieges. Spannender als in jeder seitenlangen Lektüre ließ sich anhand von Postkarten und Feldbriefen der Zeitgeist des 1. Weltkrieges nachvollziehen. In der Bildsprache widerspiegelte sich Kriegsbegeisterung, verbunden mit Heimattümelei und preußischem Ehrenkodex. Krieg als Lebenselixier.




Die Lage im Nordirak und die friedenspolitische Debatte in der LINKEN

von Michael Leutert Im August hat Bernd Riexinger in einem Interview DIE LINKE zu einer Debatte aufgefordert, „wie wir heute mit den Konflikten in der Welt umgehen sollen“. Er begründete dies mit dem „Zusammenbruch der alten Weltordnung“ und der Zunahme von Konflikten, die wir mit unseren gewohnten Kategorien nicht mehr erfassen könnten. Die Dringlichkeit, eine




Ludwig Renns Soldaten-Roman „Krieg“: aktuell wie nie

von Ralf Richter Es wird viel geschossen in diesen Tagen. Nahezu wöchentlich wechselte in letzter Zeit das Feindbild. Mussten wir nicht vorgestern alle gegen Assad sein, so hieß es gestern „Putin, Du alter Schuft“, aber der hatte dann auch gleich abgewirtschaftet. Nun ist isi-pisi, pardon, ISIS der neue Feind – man kommt bald nicht mehr




Der 22. Juni 1941: Verdammt lang her – doch nicht vergessen

von René Lindenau Für den preußischen Kriegsphilosophen General Carl von Clausewitz (1780-1831) war der Krieg ein Akt der Gewalt, um dem Gegner zur Erfüllung (unseres) Willens zu zwingen (siehe in „Vom Kriege“). Doch jener Krieg war anders und sollte alles bisher gewesene Kriegsgeschehen in seiner Grausamkeit und Heftigkeit in den Schatten stellen. Der Krieg Hitlerdeutschlands




Unser ukrainisches Dilemma: Wer sind „die Guten“?

von Boris KrumnowDie Ukraine, mit ihren 46 Millionen Einwohnern eines der großen Länder Europas, ist in einer tiefen Krise. Sie hat bereits einen Teil ihres Staatsgebietes verloren und steht womöglich am Rande der Spaltung und/oder eines Bürgerkrieges. Das Land ist angesichts der Brückenfunktion zwischen EU-Europa und den weiter östlich liegenden Staaten der postsowjetischen Sphäre (die




„Der Erste Weltkrieg – Ein Krieg der Dichter und Denker“

von René LindenauDer Chef des Generalstabes, Helmuth von Moltke (1857-1888), warnte in einer Reichstagsrede am 14. Mai 1890: „Wenn der Krieg, der jetzt schon mehr als zehn Jahre lang wie ein Damoklesschwert über unseren Häuptern schwebt – wenn dieser Krieg zum Ausbruch kommt, so ist seine Dauer und ist sein Ende nicht abzusehen“. Und später: