Tag: KPD

Vor 70 Jahren verstorben: August Thalheimer

Von Prof. Dr. Kurt Schneider Geboren am 18. März 1884 in Affaltrach (Württemberg) als Sohn eines jüdischen Kaufmanns, war August Thalheimer der wichtigste theoretische Kopf der KPD und danach der KPD (O). Von 1902 bis 1907 hatte er an mehreren Universitäten Sprachwissenschaften und Völkerkunde studiert und 1907 promoviert. Anschließend studierte er bis 1909 Philosophie und




Eine Bewegung ohne Parteibuch

Prof. Dr. Kurt Schneider über die Gruppe „Roter Stoßtrupp“ Obwohl der linkssozialistische „Roter Stoßtrupp“ einer der ersten illegalen und zahlenmäßig stärksten deutschen Widerstandsgruppen war, war bislang über ihn wenig bekannt. Umso mehr verdient die von Dennis Egginger-Gonzales verfasste verdienstvolle Monografie die ihr zukommende Aufmerksamkeit. Die Publikation, die auf der vom Autor 2016 an der FU-Berlin




Vor 45 Jahren verstorben: Karl Baier

Von Prof. Dr. Kurt Schneider Geboren am 3. Januar 1887 in Magdeburg, leitete Karl Baier am 5. November 1918 den Matrosenaufstand in Cuxhaven. Er war Vorsitzender des dortigen Arbeiter- und Soldatenrates und gehörte dem 53er Ausschuss der Marine an, den er in der Vollversammlung sowie im Vollzugsrat der Berliner Arbeiter- und Soldatenräte vertrat. In dessen




Vor 135 Jahren geboren: Berta Thalheimer

Von Prof. Dr. Kurt Schneider Wie ihr Bruder August – er war der wichtigste theoretische Kopf der KPD und danach der KPD (O) – zählte Berta Thalheimer, was oft vergessen worden ist, zu den bekanntesten Persönlichkeiten der deutschen Arbeiterbewegung. Geboren am 17. März 1883 in Affaltrach/Württemberg, gehörte sie zum linken Flügel der SPD und war




Max Thomas: Revolutionär des 1. Weltkrieges, Bürger von Wilsdruff

Von Hermann Thomas Als sein ältester Sohn (geb. 1919) bin ich bereits in der Heimatzeitung „Heimatspiegel“ der Bitte gefolgt, aus meinem Leben zu berichten, wobei ich zu meiner Chronik, mit Stolz auch über meinen Vater berichtet habe. Geboren wurde er 1895 als Sohn eines Arbeiters; er erlernte den Beruf eines Schlossers. In seiner Jugend war




Vor 85 Jahren: Der „Tag von Potsdam“

Von Winfried Steffen Am 30. Januar 1933 hatte Reichspräsident von Hindenburg Adolf Hitler, den Führer der stärksten Partei im Reichstag, zum Reichskanzler ernannt und mit der Regierungsbildung beauftragt. Diese war seit 1919, der Gründung der Weimarer Republik, die einundzwanzigste. Hitlers Machtergreifung war legal erfolgt. Wenn diese in Berlin und vielen deutschen Städten mit mächtigen Aufmärschen




Vor 75 Jahren ermordet: Dagobert Lubinski

Von Prof. Dr. Kurt Schneider Mit seinem Namen verbindet sich das Wirken einer der größten Widerstandsgruppen im faschistischen deutschen Reich. Geboren am 17. Juli 1893 in Breslau, wurde Dagobert Lupinski achtzehnjährig Mitglied der SPD. 1917 trat er zur USPD und von dieser 1921 zur KPD über. Zunächst als Buchhalter tätig, wurde er 1927 Wirtschaftsredakteur des




Vor 75 Jahren ermordet: Erich Kuttner

von Prof. Dr. Kurt Schneider Erich Kuttner wurde am 27. Mai 1887 in Schöneberg bei Berlin geboren. Er studierte Rechtswissenschaften und trat danach in die Sozialdemokratische Partei ein. Bereits als Referendar wegen seines Wirkens für die Sozialdemokratie gemaßregelt, arbeitete er in der Folgezeit als Publizist und Redakteur. 1912 erschien seine Arbeit „Klassenjustiz“, in der er




„Das linke Dresden“: Eine herbe Enttäuschung

von Ralf Richter Im letzten Jahr kam es zu einer Staffelstabübergabe: Hans-Peter Lühr, der langjährige Redakteur der Dresdner Hefte, die vom Dresdner Geschichtsverein e.V herausgegeben werden, übertrug seine Aufgabe auf den aus Coburg stammenden Historiker Justus H. Ulbricht. Dessen Spezialgebiet ist eigentlich die „Völkische Bewegung“: Er hat 1996 gemeinsam mit Uwe Schmitz und Uwe von




OTTO KROPP

von Prof. Dr. Kurt Schneider Seine Eltern waren arme Leute. So wuchs Otto Kropp, geboren am 7. Mai 1907 in Ebersfeld, ohne erlernten Beruf auf, jede Gelegenheitsarbeit nutzend, um zum Unterhalt der Familie beizutragen. Durch die Arbeitersportbewegung fand er den Weg zur KPD, der er 1931 beitrat. Nach Errichtung der faschistischen Diktatur wurde Otto Kropp