Tag: KPD

Vor 45 Jahren verstorben: Erich Hausen

Von Prof. Dr. Kurt Schneider Geboren am 5. Februar 1900 in Muskau/Oberlausitz, wird der gelernte Elektriker Erich Hausen noch im letzten Kriegsjahr 1918 zum kaiserlichen Heeresdienst einberufen. Nach seiner Entlassung im Januar 1919 tritt er der Ostern 1917 gegründeten USPD bei. 1920 gehört er zu den Linken der Partei, die zur KPD übertreten. Nach der




Plädoyer für eine Hundertjährige

Jour fixe 38 würdigt Novemberrevolution als friedens- und gesellschaftspolitische Großtat, Von Wulf Skaun „Die deutsche Novemberrevolution 1918 bedarf … eines differenziert revidierten Geschichtsbildes.“ Zu diesem Schluss kam Ottokar Luban, ein exzellenter Kenner der Materie, bereits 2009. Seine Kritik richtete sich gegen vorherrschende ideologische Deutungsmuster, die die Rolle der revolutionären Arbeiter- und Soldatenräte herabminderten und stattdessen




Vor 120 Jahren geboren: Anna Tieke

Von Prof. Dr. Kurt Schneider Am 11. November 1898 als Anna Wittenburg in Rixdorf geboren, trat sie 13-jährig der Arbeiterjugend bei. Von Beruf Koloristin, gehörte sie von 1917 bis 1920 der USPD an, danach der KPD. Anfangs im KPD Unterbezirk Berlin Süd in der Frauenabteilung und im Roten Frauen- und Mädchenbund tätig, war sie danach




Vor 70 Jahren verstorben: August Thalheimer

Von Prof. Dr. Kurt Schneider Geboren am 18. März 1884 in Affaltrach (Württemberg) als Sohn eines jüdischen Kaufmanns, war August Thalheimer der wichtigste theoretische Kopf der KPD und danach der KPD (O). Von 1902 bis 1907 hatte er an mehreren Universitäten Sprachwissenschaften und Völkerkunde studiert und 1907 promoviert. Anschließend studierte er bis 1909 Philosophie und




Eine Bewegung ohne Parteibuch

Prof. Dr. Kurt Schneider über die Gruppe „Roter Stoßtrupp“ Obwohl der linkssozialistische „Roter Stoßtrupp“ einer der ersten illegalen und zahlenmäßig stärksten deutschen Widerstandsgruppen war, war bislang über ihn wenig bekannt. Umso mehr verdient die von Dennis Egginger-Gonzales verfasste verdienstvolle Monografie die ihr zukommende Aufmerksamkeit. Die Publikation, die auf der vom Autor 2016 an der FU-Berlin




Vor 45 Jahren verstorben: Karl Baier

Von Prof. Dr. Kurt Schneider Geboren am 3. Januar 1887 in Magdeburg, leitete Karl Baier am 5. November 1918 den Matrosenaufstand in Cuxhaven. Er war Vorsitzender des dortigen Arbeiter- und Soldatenrates und gehörte dem 53er Ausschuss der Marine an, den er in der Vollversammlung sowie im Vollzugsrat der Berliner Arbeiter- und Soldatenräte vertrat. In dessen




Vor 135 Jahren geboren: Berta Thalheimer

Von Prof. Dr. Kurt Schneider Wie ihr Bruder August – er war der wichtigste theoretische Kopf der KPD und danach der KPD (O) – zählte Berta Thalheimer, was oft vergessen worden ist, zu den bekanntesten Persönlichkeiten der deutschen Arbeiterbewegung. Geboren am 17. März 1883 in Affaltrach/Württemberg, gehörte sie zum linken Flügel der SPD und war




Max Thomas: Revolutionär des 1. Weltkrieges, Bürger von Wilsdruff

Von Hermann Thomas Als sein ältester Sohn (geb. 1919) bin ich bereits in der Heimatzeitung „Heimatspiegel“ der Bitte gefolgt, aus meinem Leben zu berichten, wobei ich zu meiner Chronik, mit Stolz auch über meinen Vater berichtet habe. Geboren wurde er 1895 als Sohn eines Arbeiters; er erlernte den Beruf eines Schlossers. In seiner Jugend war




Vor 85 Jahren: Der „Tag von Potsdam“

Von Winfried Steffen Am 30. Januar 1933 hatte Reichspräsident von Hindenburg Adolf Hitler, den Führer der stärksten Partei im Reichstag, zum Reichskanzler ernannt und mit der Regierungsbildung beauftragt. Diese war seit 1919, der Gründung der Weimarer Republik, die einundzwanzigste. Hitlers Machtergreifung war legal erfolgt. Wenn diese in Berlin und vielen deutschen Städten mit mächtigen Aufmärschen




Vor 75 Jahren ermordet: Dagobert Lubinski

Von Prof. Dr. Kurt Schneider Mit seinem Namen verbindet sich das Wirken einer der größten Widerstandsgruppen im faschistischen deutschen Reich. Geboren am 17. Juli 1893 in Breslau, wurde Dagobert Lupinski achtzehnjährig Mitglied der SPD. 1917 trat er zur USPD und von dieser 1921 zur KPD über. Zunächst als Buchhalter tätig, wurde er 1927 Wirtschaftsredakteur des