Tag: KPD

Vor 80 Jahren erschossen: Franz Stephan

von Prof. Dr. Kurt Schneider Franz Stephan war ein Todesopfer des stalinistischen Terrors in den dreißiger Jahren. Geboren am 5. Mai 1894 in Habelschwerdt/Schlesien, kam er nach seiner Schriftsetzerlehre nach Gera, wo Ende 1914 seine Einberufung zum militärischen Kriegsdienst erfolgte. Durch einen Lungenschuss schwer verwundet, wurde er schließlich im Frühjahr 1916 in den Zivildienst entlassen.




Vor 75 Jahren ermordet: Rosa Menzer

von Prof. Dr. Kurt Schneider Am 4. Januar 1886 als Tochter eines armen jüdischen Handwerkers in Plungjany/Litauen geboren, wurde Dresden 1910 für Rosa Menzer zur Wahlheimat. Hier lernte sie die deutsche Arbeiterbewegung und deren Geschichte kennen, wozu auch die von ihr besuchten Kurse des Arbeiterbildungsvereins beitrugen. Nach ihrer Heirat mit dem Schriftsteller und Bildhauer Max




Vor 50 Jahren verstorben: Walter Fisch

von Prof. Dr. Kurt Schneider Geboren am 16. Februar 1910 in Heidelberg, war das Leben von Walter Fisch eng mit der Entwicklung der KPD verbunden. 17-jährig wurde er Mitglied der Roten Hilfe Deutschlands (RHD) und danach des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschland (KJVD,). 1930 trat er in KPD ein. 1931 wurde er politischer Mitarbeiter und Ende 1932




Vor 135 Jahren geboren: Arthur Lieberasch

von Prof. Dr. Kurt Schneider Geboren am 20. Oktober 1881 in Döbeln als drittes der zehn Kinder eines Zigarrenmachers, und von Beruf Werkzeugschlosser, trat Arthur Lieberasch 1900 dem Deutschen Metallarbeiter-Verband (DMV) und 1905 der SPD bei. Als DMV-Vertrauensmann und Mitglied von Arbeiterausschüssen wurde er wiederholt gemaßregelt. Aus Protest gegen die von der SPD betriebenen „Burgfriedenspolitik“




Heinrich Brandler – Vor 135 Jahren geboren

von Kurt Schneider Am 3. Juli 1881 geboren, war Heinrich Brandler von Beruf Maurer. 1897 trat er der Gewerkschaft und 1901 der SPD bei. Mit seinem Berufskollegen Fritz Heckert in enger politischer Verbindung stehend, kam Brandler 1913 nach Chemnitz und wurde gemeinsam mit Heckert zum dortigen Wortführer der Linken. Sie lehnten die mit Kriegsbeginn 1914




Ohne einen Tropfen Lakaienblut

Mit einer Werkausgabe Paul Levis entreißt Jörn Schütrumpf den Freund und Vertrauten Rosa Luxemburgs dem Vergessen von Wulf Skaun „Warum ist Paul Levi ein Thema für uns?“ Mit dieser rhetorischen Frage eröffnete Klaus Kinner Ende Mai das Ständige Rosa-Luxemburg-Seminar in der Leipziger Dependance der gleichnamigen sächsischen Stiftung. Dass Levis persönliche und politische Nähe zur sozialistischen




Fritz Heckert, eine Chemnitzer Persönlichkeit

von Raimon Brete Chemnitz, Mühlenstraße 9, Dachgeschoss: Fritz Heckert wurde am 28. März 1884 geboren. Seine Entwicklung vom Chemnitzer Arbeiterjungen zu einer führenden Persönlichkeit der Gewerkschaftsbewegung endete vor 80 Jahren am 7. März mit seiner Zuversicht: „Ihr werdet‘s weiterführen“. Fritz Heckert begann nach dem Besuch der Volksschule eine Lehre als Maurer bei Meister Viertel in




Die ungeliebte Rosa

Editionsgeschichte der Luxemburg-Werke unter dem Dogma des Stalinismus von Wulf Skaun Im April 2015 hatte der Historiker Klaus Kinner im Leipziger Domizil der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen eine gleichnamige Seminarreihe begründet, um die noch unabgegoltene Wirkungsgeschichte der KPD-Mitbegründerin zu erforschen und auf aktuelle Opportunität für heutige Linke zu prüfen. Die ersten drei Kolloquia beleuchteten die Rolle Rosa




Heiter, scharf, revolutionär: ERNST BUSCH sympathisch unbequem

von Jens-Paul Wollenberg Ernst Busch erblickte am 22. Januar 1900 als Sohn eines Maurers in Kiel das Licht dieser Welt. Mit fünfzehn erlernte er den Beruf des Werkzeugmachers und arbeitete dann in einer Werft. Schon bald begann er, sich politisch zu engagieren, und trat in die sozialistische Arbeiterjugend ein. Er wurde Mitglied der SPD, wechselte




Es hat ja alles so weh getan

VVN-Aktivistin Antonie (Toni) Satzger aus Zwickau berichtete aus ihrem Leben – Text von Peter Giersich Toni wurde am 3. September 1911 als Antonie Schuler in Beuren am Bodensee als Kind sehr armer katholischer Eltern geboren. 1926 bezog der junge Magnus Satzger im gleichen Haus wie Schulers eine Wohnung. Im Winter 1926/27 erkrankte Toni ernsthaft; Magnus