Tag: Konzentrationslager

Die Wurzeln des Rassismus

von Max Wegener Die Geschichte des Rassismus in Ostdeutschland beginnt vermeintlich erst in der Wendezeit. Damals erlangten die Pogrome von Hoyerswerda und Rostock-Lichtenhagen eine überregionale, traurige Berühmtheit. Auch die rassistisch motivierten Morde an Einzelpersonen wie Amadeu Antonio Kiowa, Jorge Gomondai, Nuno Lourenço und nicht zuletzt Oury Jalloh sind in diesem Zusammenhang zu betrachten. Jedoch ist




Vor 110 Jahren geboren: Maria Fensky

von Prof. Dr. Kurt Schneider Geboren am 15. Juni 1907 in Wühlrath, trat Maria Fensky gegen den Willen ihrer Familie 1926 in den Kommunistischen Jugendverband ein. Mit 21 Jahren zog sie nach Düsseldorf und verdiente ihren Lebensunterhalt in einer Metallfabrik. Sie wurde Mitglied der »Roten Hetzer«, einer Agitprop-Gruppe der KPD, der sie 1929 beitrat. Im




Wider das Vergessen!

Am 12. April 2015 fuhr ich zusammen mit anderen zur Gedenkfeier nach Buchenwald. Die Zwickauer Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten hatte die Fahrt organisiert. Einige kannte ich, auch Sonja Thormeyer. Doch was sie mir auf der Fahrt erzählte, war mir neu. Sonja, Du bist hier bei Buchenwald aufgewachsen? Ja, ich wohnte




„Kameraden, hört auf mich. Wir sind frei! FREI!“

von Simone Hock So schallte es am 11. April 1945 um 15:30 Uhr durch die Lautsprecheranlage des Konzentrationslagers Buchenwald. Nach einem Aufstand durch bewaffnete Widerstandsgruppen der Häftlinge hatten diese die Kontrolle über das Lager übernommen und sicherten es bis zum Eintreffen der amerikanischen Truppen zwei Tage später. Ich war am 29. September 1987 zum ersten




Gedenkstätte KZ Lichtenburg Prettin – allgemein und persönlich

Am 07. März besuchten Heiderose Gläß, Landtagsabgeordnete der LINKEN aus Löbau, und der Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft für antifaschistische Politik, Jens Thöricht, die Gedenkstätte KZ Lichtenburg Prettin und bereiteten damit eine Bildungsfahrt vor. Das Lager Lichtenburg hatte im NS-Staat als eines der ersten Konzentrationslager Vorläuferfunktion für das Lagersystem im Deutschen Reich. Am 13. Juni 1933 wurde




Gedenken an die Todesmärsche

250.000. Eine Viertelmillion Menschen. Sie kamen um, nachdem die SS im Winter 1944/45 jene Konzentrationslager evakuieren ließ, die alliierten Truppen in die Hände zu fallen drohten. Die besonders schwachen und besonders kranken Häftlinge wurden sofort zurückgelassen. Der Rest per Bahn oder meistens zu Fuß in Lager in Deutschland gebracht. Viele erfroren und verhungerten unterwegs. Wer