Tag: Karl Marx

Durchblicken mit Marx

von Katja Kipping Die aktuellen Krisen zeigen: Es muss sich Grundlegendes ändern. Nur was? Darauf gibt „Das Kapital“ Antworten, heute wieder mehr denn je. Auch geniale Analytiker können mal zu Fehlschlüssen kommen. Im Nachhinein ist es ein Leichtes, es besser zu wissen. Um es mit den Worten von Wolfgang Fritz Haug zu sagen: Auf den




Ein Weltbestseller wird gedruckt

Vor 150 Jahren wurde erschien erstmals der erste Band von Karl Marx‘ „Das Kapital“ in gedruckter Fassung. Es ist zweifelsohne das Hauptwerk im Schaffen von Marx und fasst nach Jahrzehnten ökonomischer Studien, akribischer Studien und diversen Vorarbeiten dessen Analyse und Kritik der kapitalistischen Gesellschaft zusammen. Kaum ein Werk dürfte so weitreichende Wirkungen in der Arbeiterbewegung




„Hätte Marx uns das erklären können? – Deutungsversuche zur geschichtlichen Dimension des Machtwechsels in den USA“

von Albert Scharenberg Karl Marx war nicht nur ein Kenner der amerikanischen Politik, sondern auch glühender Anhänger Abraham Lincolns und der Republikanischen Partei. Wie Tausende Deutsche übrigens, die sogenannten Forty-Eighters – jene „Achtundvierziger“, die nach dem Scheitern der Deutschen Revolution 1848/49 nach Amerika geflohen waren und sich dort später, im Bürgerkrieg, auf die Seite der




Wer ist denn nun des Wahnsinns fette Beute?

von Peter Porsch Mitte Januar dieses Jahres gab es zwei Meldungen, die sehr unterschiedlich unterschiedliche Menschen beunruhigten. Die Partei DIE LINKE hatte den Entwurf ihres Programms für die Bundestagswahl veröffentlicht. Die Entwicklungsorganisation Oxfam hinwiederum trat vor dem Start des Wirtschaftsforums in Davos mit einer Studie an die Öffentlichkeit. Oxfam stellte fest – und so meldete




Keynesianismus – Theorie-Fundament für linke Wirtschaftstheorie?

von Ronald Blaschke Rudolf Hickel, führender Linkskeynesianer und Mitglied der Memorandum-Gruppe, stellt klar: Keynes hat mit seiner Marktregulationstheorie nicht für die Abschaffung kapitalistischer Marktwirtschaft plädiert. Es geht um einen „klug geleiteten Kapitalismus“ (John Maynard Keynes). „Klug geleitet“ meint eine kapitalistische Marktwirtschaft, die durch staatliche Interventionen reguliert und stabilisiert wird. Das soll das Theorie-Fundament für linke




Revolutionen im Zeugenstand

Matthias Middell erörtert in der RLS Leipzig neue Positionen der Geschichtsforschung von Wulf Skaun „Tut mir leid, Jungs“, entschuldigt sich Karl Marx, „war halt nur so ?ne Idee von mir“. Ronald Beiers berühmte Karikatur galt dem Bruch mit dem Kommunismus. Hätte Marx heute auch seine Metapher, Revolutionen seien Lokomotiven der Geschichte, revidiert? Selbstredend, war sich




„Zur Aktualität von Revolutionen im 21. Jahrhundert“

MARX IS MUSS-Kongress 2015 von René Lindenau Dass alles alternativlos sei, behauptet immer wieder die aus den „Ostgebieten“ einverleibte amtierende Kanzlerin, Angela Merkel. Solch alternativloses Denken mag der Frau noch aus ihrer aktiven FDJ-Zeit bekannt sein. Demgegenüber behauptete der im Westen sozialisierte einstige Ministerkollege Norbert Blüm: „Marx ist tot“. Beide irren sich. Denn die andauernden




„The right man in the right place? will undoubtedly be Dr. Marx“

von Manfred Neuhaus Vor 150 Jahren schlug die Geburtsstunde der Ersten Internationale* Als die Wogen der jüngsten Marx-Renaissance vor einem reichlichen Jahrzehnt den alten Kontinent trafen, verblüffte der Schweizer Bundespräsident Moritz Leuenberger die zu ihrem Jahrestreffen in Davos angereiste Wirtschaftselite der Welt mit einer berühmten, wenn auch sehr freizügig zitierten Metapher des bärtigen Welterklärers aus




Der fremde Freund

von Manfred Neuhaus Vor 150 Jahren erlag Ferdinand Lassalle, der Gründer der weltweit ersten sozialistischen Partei, den Folgen eines Duells Die Hassliebe zwischen den beiden Gründervätern der deutschen und der europäischen Arbeiterbewegung, Ferdinand Lassalle und Karl Marx, bereitet noch heute Unbehagen. Der Sohn eines begüterten jüdischen Tuchhändlers in Breslau, damals die zweitgrößte Stadt Preußens, rebelliert




Marxsche Abgründe – Szenische Lesung über ein Leben in Briefen

von René Lindenau Marx und Engels galten als eifrige Briefschreiber. Über viertausend Briefe sind von ihnen überliefert. Der Marx-Biograph Francis Wheen meinte dazu: „Ihre umfangreiche Korrespondenz ist ein tolles Gemisch von Geschichte und Klatsch, Politökonomie und Lausbubenzoten, hohen Idealen und äußersten Intimitäten“ (Karl Marx, München 1999, S. 105). Doch um diese beiden Herren soll es