Tag: Karl Marx

Z 111: „Kapital“ total in dieser Nummer

Septemberheft der Zeitschrift Marxistische Erneuerung diskutiert ersten Band von Marx‘ Hauptwerk. Von Wulf Skaun Wer erinnert sich nicht an Ronald Beiers maliziöse Marx-Karikatur 1990 mitten im Epochenbruch: „Tut mir leid, Jungs“, entschuldigt sich der Trierer Meisterdenker, „war halt nur so ’ne Idee von mir“. Oder an Francis Fukuyamas vielzitierte These vom Ende der Geschichte und




Ein Buch, das die Jahrhunderte überdauert

von Manfred Neuhaus Die Lektüre des Marxschen „Kapital“ war allezeit eine enorme intellektuelle Herausforderung. Wer die Quellen befragt und sich weder von Wunschvorstellungen noch von hagiographischen Deutungen blenden lässt, wird unmittelbar nach dem Erscheinen des vielgerühmten Werkes selbst in den Führungszirkeln der sozialdemokratischen Emanzipationsbewegung nur wenige Personen finden, die neben den intellektuellen Voraussetzungen auch den




Erstaunliches über den Produktionsprozess des „Kapital“

Der erste Band von Marx’ ökonomischem Hauptwerk trägt bekanntlich den Untertitel „Der Produktionsprozess des Kapital“. Erstaunlicherweise ist der unmittelbare Produktionsprozess des in Hamburg verlegten „Kapital“ selbst bislang kaum untersucht worden. Der 150. Jahrestag der Erstveröffentlichung reizte den Hamburger Autor Jürgen Bönig, dieses Thema nicht nur aus lokalpatriotischen Motiven akribisch zu untersuchen. Dabei gelangte der Fachmann




MARX IS MUSS Kongress 2017

Von der KPD lernen: Revolutionäre Parlamentsarbeit in der Weimarer Republik und heute von René Lindenau Der Gebrauch von Zitaten ist so eine Sache. Oft werden sie genutzt, um die eigene Meinung zu untermauern; oft erscheinen sie aber auch abgenutzt und damit sinnlos, da ihnen jedes Fundament fehlt. So verhält es sich auch mit dem Wort:




Durchblicken mit Marx

von Katja Kipping Die aktuellen Krisen zeigen: Es muss sich Grundlegendes ändern. Nur was? Darauf gibt „Das Kapital“ Antworten, heute wieder mehr denn je. Auch geniale Analytiker können mal zu Fehlschlüssen kommen. Im Nachhinein ist es ein Leichtes, es besser zu wissen. Um es mit den Worten von Wolfgang Fritz Haug zu sagen: Auf den




Ein Weltbestseller wird gedruckt

Vor 150 Jahren wurde erschien erstmals der erste Band von Karl Marx‘ „Das Kapital“ in gedruckter Fassung. Es ist zweifelsohne das Hauptwerk im Schaffen von Marx und fasst nach Jahrzehnten ökonomischer Studien, akribischer Studien und diversen Vorarbeiten dessen Analyse und Kritik der kapitalistischen Gesellschaft zusammen. Kaum ein Werk dürfte so weitreichende Wirkungen in der Arbeiterbewegung




„Hätte Marx uns das erklären können? – Deutungsversuche zur geschichtlichen Dimension des Machtwechsels in den USA“

von Albert Scharenberg Karl Marx war nicht nur ein Kenner der amerikanischen Politik, sondern auch glühender Anhänger Abraham Lincolns und der Republikanischen Partei. Wie Tausende Deutsche übrigens, die sogenannten Forty-Eighters – jene „Achtundvierziger“, die nach dem Scheitern der Deutschen Revolution 1848/49 nach Amerika geflohen waren und sich dort später, im Bürgerkrieg, auf die Seite der




Wer ist denn nun des Wahnsinns fette Beute?

von Peter Porsch Mitte Januar dieses Jahres gab es zwei Meldungen, die sehr unterschiedlich unterschiedliche Menschen beunruhigten. Die Partei DIE LINKE hatte den Entwurf ihres Programms für die Bundestagswahl veröffentlicht. Die Entwicklungsorganisation Oxfam hinwiederum trat vor dem Start des Wirtschaftsforums in Davos mit einer Studie an die Öffentlichkeit. Oxfam stellte fest – und so meldete




Keynesianismus – Theorie-Fundament für linke Wirtschaftstheorie?

von Ronald Blaschke Rudolf Hickel, führender Linkskeynesianer und Mitglied der Memorandum-Gruppe, stellt klar: Keynes hat mit seiner Marktregulationstheorie nicht für die Abschaffung kapitalistischer Marktwirtschaft plädiert. Es geht um einen „klug geleiteten Kapitalismus“ (John Maynard Keynes). „Klug geleitet“ meint eine kapitalistische Marktwirtschaft, die durch staatliche Interventionen reguliert und stabilisiert wird. Das soll das Theorie-Fundament für linke




Revolutionen im Zeugenstand

Matthias Middell erörtert in der RLS Leipzig neue Positionen der Geschichtsforschung von Wulf Skaun „Tut mir leid, Jungs“, entschuldigt sich Karl Marx, „war halt nur so ?ne Idee von mir“. Ronald Beiers berühmte Karikatur galt dem Bruch mit dem Kommunismus. Hätte Marx heute auch seine Metapher, Revolutionen seien Lokomotiven der Geschichte, revidiert? Selbstredend, war sich