Tag: Kapital

Z 111: „Kapital“ total in dieser Nummer

Septemberheft der Zeitschrift Marxistische Erneuerung diskutiert ersten Band von Marx‘ Hauptwerk. Von Wulf Skaun Wer erinnert sich nicht an Ronald Beiers maliziöse Marx-Karikatur 1990 mitten im Epochenbruch: „Tut mir leid, Jungs“, entschuldigt sich der Trierer Meisterdenker, „war halt nur so ’ne Idee von mir“. Oder an Francis Fukuyamas vielzitierte These vom Ende der Geschichte und




Erstaunliches über den Produktionsprozess des „Kapital“

Der erste Band von Marx’ ökonomischem Hauptwerk trägt bekanntlich den Untertitel „Der Produktionsprozess des Kapital“. Erstaunlicherweise ist der unmittelbare Produktionsprozess des in Hamburg verlegten „Kapital“ selbst bislang kaum untersucht worden. Der 150. Jahrestag der Erstveröffentlichung reizte den Hamburger Autor Jürgen Bönig, dieses Thema nicht nur aus lokalpatriotischen Motiven akribisch zu untersuchen. Dabei gelangte der Fachmann




Vor 150 Jahren wurde Marx‘ „Kapital Band I“ in Leipzig gedruckt

Ein Kolloquium der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen am 6. Mai 2017 von Jürgen Leibiger Vor 150 Jahren ließ Karl Marx‘ Hamburger Verleger Otto Meissner den ersten Band des „Kapital“ in der Druckerei Wigand in Leipzig drucken. Das Kolloquium aus Anlass dieses Jahrestags widmete sich der Frage, welche Bedeutung dieses Werk für die sozialen Auseinandersetzungen im 21. Jahrhundert




Dürer, Zeitgenosse der Reformation – „Die vier apokalyptischen Reiter“

von Heinrich Ruynat In einem Kunstband über den berühmten Maler Albrecht Dürer (1471 – 1528) schockierte mich dessen 1498 entstandener Holzschnitt „Die vier apokalyptischen Reiter“ besonders. Der Bezug auf die unmittelbare Gegenwart ist für mich beklemmend. Ich stelle mir vor, wie diese Reiter auf ihren Schlachtrossen und Schindergäulen durch die moderne Welt galoppieren. Sie bringen




Zauberwort „Transformation“

von Jonny Michel Im Juni 2015 rief das Ostdeutsche Kuratorium von Verbänden e. V. (OKV) eine Veranstaltungsreihe ins Leben, die sich mit gesellschaftlich relevanten Fragen befassen soll, um neue Erkenntnisse und Diskussionsthemen in die Öffentlichkeit zu tragen. Im Ergebnis dieser ersten Konferenz legen der Ökonom Klaus Blessing und der Gesellschaftswissenschaftler Matthias Werner einen Reader vor,




Zu Thomas Pikettys „Das Kapital im 21. Jahrhundert“

von Prof. Dr. Helga Schultz Wie kaum ein anderer Ökonom der jüngeren Zeit entzweit der Franzose Politik und Fachwelt, seitdem sein Buch ins Englische übersetzt wurde. Hochmut gegenüber Methode und Darstellung geht Hand in Hand mit der Abwehr der politökonomischen Schlussfolgerungen: „Yes, r>g. So what?“ (Gregory Mankiw in einem Paper der Harvard University, Nov. 2014).