Tag: Gesellschaft

Für konsequente Haltung werben

von Rico Gebhardt Wenn es um Hilfe für Benachteiligte gehe, müsse eine linke Partei konsequent bleiben – auch vor dem Hintergrund anstehender Wahlkämpfe. Das sagte kürzlich der Berliner Landesvorsitzende Klaus Lederer in einem Interview und fügte hinzu: „Ganz ehrlich: wenn uns das zwei oder drei Prozent kostet, dann ist das eben so“. Dem ist, denke




„Wer flüchtet schon freiwillig“

von Axel Troost Viele BürgerInnen und Politiker in der „Berliner Republik“ sehnen einen Politikwechsel in der Flüchtlingsfrage herbei, d.h. einen Kurswechsel in der Flüchtlingspolitik. Das bürgerliche Lager und auch die Sozialdemokratie waren hin und wieder zu einem solchen abrupten Kurswechsel bereit: Atomausstieg, Ende der Wehrpflicht, Mindestlohn. Vom glatten Nein zum glatten Ja. Also jetzt ein




Erhard Oeser: „Die Angst vor dem Fremden – Die Wurzeln der Xenophobie“

von Dr. Monika Runge Im Rahmen des unkonventionellen Gesprächskreises „Jour Fixe“ der RLS Sachsen stand das vom österreichischen Philosophen und Wissenschaftstheoretiker Erhard Oeser jüngst veröffentlichte Buch „Die Angst vor dem Fremden – Die Wurzeln der Xenophobie“ zur Debatte. Liefert es doch wissenschaftliche Hintergründe für das in letzter Zeit massenhaft auftretende Phänomen der Fremdenfeindlichkeit (Xenophobie), das




Leo Kofler auf Vortragsreise in der Noch-DDR

von Uwe Jakomeit Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen (redaktionell leicht gekürzten) Nachdruck aus dem von Uwe Jakomeit u.a. herausgegebenen Band „Begegnungen mit Leo Kofler. Ein Lesebuch“ (Köln: PapyRossa 2011). Ursprünglich erschien er in der „Frankfurter Rundschau“ am 18.6.1990. Der 1907 geborene Gesellschaftstheoretiker und Sozialphilosoph Leo Kofler starb vor zwanzig Jahren, am 29.




Freiheit, die wir meinen

von Thomas Dudzak „Freiheit statt Sozialismus“: Zugegeben, das ist eine der einprägsamsten Losungen des vergangenen Jahrhunderts, die stets zu Felde geführt wird, um den Sozialismus von der bürgerlichen Gesellschaft abzugrenzen. Nur die bürgerliche Gesellschaft garantiere Freiheit, Sozialismus sei eine Idee der Unfreiheit. Was für ein Schwachsinn. Natürlich wäre es möglich, den Sozialismus auf das Soziale




Soziale Sicherheit und Ökonomischer Fortschritt

von Rico Gebhardt Der Bundesparteitag hat Anfang Juni die Kampagne „Das muss drin sein“ beschlossen. Damit wendet sich DIE LINKE vor allem gegen prekäre Lebens- und Arbeitsbedingungen. Wer die damit verbundenen sperrigen Begriffe wie „Prekariat“ und „Prekarität“ nachschlägt, kommt schnell dahinter, dass damit vor allem soziale Unsicherheit gemeint ist. Die strategische Hauptlinie der Bundespartei liegt




„Zur Aktualität von Revolutionen im 21. Jahrhundert“

MARX IS MUSS-Kongress 2015 von René Lindenau Dass alles alternativlos sei, behauptet immer wieder die aus den „Ostgebieten“ einverleibte amtierende Kanzlerin, Angela Merkel. Solch alternativloses Denken mag der Frau noch aus ihrer aktiven FDJ-Zeit bekannt sein. Demgegenüber behauptete der im Westen sozialisierte einstige Ministerkollege Norbert Blüm: „Marx ist tot“. Beide irren sich. Denn die andauernden




Beitrag zur Strategiedebatte

von Peter Porsch DIE LINKE hat die Zukunft wiederentdeckt – mit Sorge um sie. Das ist auf fruchtbaren Boden gefallen. Die Debatten wuchern, Konferenzen jagen sich. Offensichtlich steht es nicht so gut um die Gegenwart – nicht in der Gesellschaft und nicht in der LINKEN. Wer über die Zukunft bestimmen will, muss in der Gegenwart




Hart aber wahr

gelesen von Ralf Richter  „Es geht darum, sich selbst wieder ernst zu nehmen, wieder zu lernen, die Interessen unseres Gemeinwesens zu formulieren und einzufordern und nach Gleichgesinnten zu suchen. Wir müssen über die Geste und die symbolische Handlung hinaus unseren Willen gewaltlos kundtun, und dies – wenn nötig – auch gegen den Widerstand der demokratisch




„Dialog für Sachsen (DfS) – Bewegung kommt von links“

Entwicklung einer schlagkräftigen Linken in Sachsen von Antje Feiks Landesgeschäftsführerin der LINKEN Sachsen & Mitglied der Steuerungsgruppe „Dialog für Sachsen“ Warum starten linke AkteurInnen den „DfS“? In Auswertung der Wahlen 2008/2009, aber auch in Auswertung von Veranstaltungen oder linken Initiativen, kommen wir immer wieder zu dem Schluss, dass wir Wege finden müssen, mehr Öffentlichkeit zu