Tag: Fluechtlinge

Flucht und Ankommen – Perspektiven asylsuchender Frauen in Europa

von Cornelia Ernst Meist ist es so, dass die Bilder von Flucht und Asyl mit Bildern von jungen Männern verbunden sind. Das verwischt die Realität, denn weltweit sind 80 % aller Flüchtlinge weiblich. Frauen gehen hierzulande, wenn von Flucht gesprochen wird, als „Teil der Familie“ in derselben unter. Ganz selten spielen sie im Kontext von




„Come with us“: Syrer in Neschwitz

von Marcel Braumann Die Männer aus dem Morgenland kamen schon vor Weihnachten – und das, obwohl der Landkreis Bautzen bereits den Asyl-Ausnahmezustand ausgerufen hatte: Mit tausend Flüchtlingen auf 300.000 Einwohner in diesem flächenmäßig mit dem Saarland vergleichbaren Kreis sei man am Ende seiner Möglichkeiten. So die Botschaft von Landrat Harig (CDU). Der Landkreis mietete also




„Keine Belastung, sondern eine Bereicherung“ – zwei Gespräche zur Flüchtlingspolitik

Jens-Eberhard Jahn diskutierte für „Links!“ mit Juliane Nagel, Abgeordnete der LINKEN im Sächsischen Landtag, und mit Pater Pflüger, Leiter des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes, über die Themen Migration und Flucht. Juliane Nagel, Sie sind als Mitglied der Linksfraktion auch Flüchtlingspolitik zuständig. Wie sehen Sie das Flüchtlingsproblem? Nicht die Flüchtlinge sind das „Problem“, sondern diejenigen, die verfolgte, Schutz suchende




Welcome refugees – Flüchtlinge willkommen!

von Simone Hock, Rote Reporter Vor einigen Monaten wurden die ersten 100 Flüchtlinge, vorwiegend Familien, in Wohnungen in Zwickau-Neuplanitz untergebracht. In einer ersten BürgerInnenversammlung eskalierten der Zorn über die Informationspolitik der Verantwortlichen und die Angst vor den Fremden. In den folgenden Wochen zeigte sich jedoch, dass es in der Zwickauer Bevölkerung auch großes Mitgefühl und




Humanitäre Außenpolitik im Zeichen der „Schwarzen Null“ – Bundesregierung will Gelder trotz Flüchtlingsströmen kürzen

von Michael Leutert „Flüchtlinge in Nahost müssen hungern“. Mit dieser erschreckenden Schlagzeile machte vor kurzem die Online-Ausgabe der „Süddeutschen Zeitung“ auf. Der Grund dafür ist, dass die UNO angesichts der riesigen Flüchtlingsströme im Nahen Osten nicht mehr über ausreichende Mittel verfügt, um die Flüchtlinge wie bisher zu versorgen. Allein in Syrien sind 4,2 Millionen Menschen




Asyl-Exil: Ein Denkanstoß

von Pieter Potgieter Immer wieder Montag: Außerhalb der sächsischen Landeshauptstadt wird kaum berichtet aber hier ist es nicht zu übersehen, auch wenn man kaum etwas hört: Sie strömen. Tausende. Tragen Deutschlandfahnen und weiße Kreuze – und schweigen. Wer? So richtig weiß es keiner. „Besorgte Bürger“, würden sie sich vielleicht selbst nennen. Was sie meinen: Lasst




Revanchistische Parallelgesellschaft

Bundestag debattierte über 60 Jahre Bundesvertriebenengesetz Von Ulla Jelpke, innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag Mit einer Regierungserklärung erinnerte die schwarz-gelbe Bundesregierung am 13. Juli an den 60. Jahrestag des Bundesvertriebenengesetzes. Dem Erinnern an Unrecht, das Menschen in Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg widerfahren ist, hat sich DIE LINKE niemals widersetzt. Wohl aber




Was ich fast vergessen hätte

Links! 7/2006 Neben „Flaggenstreit“ sowie öffentlichen und nichtöffentlichen Beschimpfungen des Spiels „Linkspartei gegen Linkspartei“ gingen ein paar Nebensächlichkeiten glatt unter. Zu diesen gehört zum Beispiel der Erfolg unserer Landtagsfraktion, dass sich die Koalition nun endlich für ein Bleiberecht für Flüchtlinge ausspricht und auch Regelungen getroffen werden sollen, die verhindern können, dass Abschiebungen von potentiellen Kandidat/innen