Tag: Flüchtlinge

Sind wir zu „ungefährlich“?

von Rico Gebhardt Wer wählt, will Veränderung. Und sei es die, dass es zu einer aus eigener Sicht bedrohlichen Veränderung nicht kommt. Wer uns nicht wählt, erwartet von uns entweder falsche oder gar keine wirkliche Veränderungen, ja sieht uns nicht mal als Adresse für Protest gegen bestehende Unterdrückung. Das, was sich nach unserer Meinung insbesondere




Impressionen von der Leipziger Buchmesse

von Andreas Haupt Am Mittwochabend, anlässlich der Eröffnung der diesjährigen Leipziger Buchmesse, erhielt der Historiker Heinrich August Winkler den Buchpreis zur Europäischen Verständigung. Er erhielt die mit 20 000 Euro dotierte Auszeichnung für sein vierbändiges Mammutwerk Geschichte des Westens. Am selben Tag wurde in der ostukrainischen Stadt Saporischja die letzte große, über 40 Tonnen schwere




Kommunen sind Dreh- und Angelpunkt der Integration

von Axel Troost Bereits heute sind viele Kommunen kaum noch in der Lage, die kommunale Daseinsfürsorge im Normalbetrieb aufrecht zu erhalten. Durch die Geflüchteten zeigt sich diese Problematik nun deutlicher und dringlicher. Die Kommunen dürfen nicht im Regen stehen gelassen werden – weder mit den schon länger vorhandenen Strukturschwächen noch mit zusätzlichem Bedarf für Flüchtlinge.




Der Fisch stinkt vom Kopf her

Clausnitz, Bautzen: Wieder sorgt Sachsen für Schlagzeilen. Dir reicht Empörung nicht. Wieso? Diese Empörung kommt immer nur, wenn etwas besonders Widerwärtiges geschieht. Dann regen sich alle über die Rassisten in Freital oder jetzt in Clausnitz auf. Klar, dass Sachsen mit Pegida eine besondere Qualität hat, wissen auch alle. Das gibt es schon lange. Man muss




Refugees Welcome! Zum Auftakttreffen der LAG Migration und Asyl

von Anja Eichhorn, Europabüro Dr. Cornelia Ernst 18. Februar, Haus der Begegnung in Dresden: Auf Initiative von Juliane Nagel und Cornelia Ernst war zum 1. Auftakttreffen der Landesarbeitsgemeinschaft Migration und Asyl eingeladen worden. Ziel war es, sich angesichts der aktuellen Herausforderungen zu asyl- und migrationspolitischen Fragen zu verständigen und die Landesarbeitsgemeinschaft neu zu beleben. In




Rechtsruck der Gesellschaft und DIE LINKE

von Ralf Becker In Deutschland und in Europa gewinnen rechte und faschistische Kräfte an Popularität. Mit der Fluchtbewegung zeigen sich auch wieder verstärkt ethnische und rassistische Ab- und Ausgrenzung. Wie schon während und nach der Großen Depression von 1929 werden diese Kräfte systemisch gefördert, erhalten Raum in den Massenmedien, sind dabei, sich als mögliche Machtalternative




Kulturkonservativ

von Jochen Mattern Drei Tage vor Weihnachten, am 21. Dezember des vergangenen Jahres, druckte die Sächsische Zeitung unter dem Titel: „Zorn allenthalben“ einen Beitrag des in Radebeul bei Dresden ansässigen Schriftstellers Jörg Bernig. Der Autor ist Mitglied zweier Akademien der Schönen Künste, der in Bayern und der in Sachsen. Seinen Zorn erregt hat der Umgang




Für konsequente Haltung werben

von Rico Gebhardt Wenn es um Hilfe für Benachteiligte gehe, müsse eine linke Partei konsequent bleiben – auch vor dem Hintergrund anstehender Wahlkämpfe. Das sagte kürzlich der Berliner Landesvorsitzende Klaus Lederer in einem Interview und fügte hinzu: „Ganz ehrlich: wenn uns das zwei oder drei Prozent kostet, dann ist das eben so“. Dem ist, denke




„Wer flüchtet schon freiwillig“

von Axel Troost Viele BürgerInnen und Politiker in der „Berliner Republik“ sehnen einen Politikwechsel in der Flüchtlingsfrage herbei, d.h. einen Kurswechsel in der Flüchtlingspolitik. Das bürgerliche Lager und auch die Sozialdemokratie waren hin und wieder zu einem solchen abrupten Kurswechsel bereit: Atomausstieg, Ende der Wehrpflicht, Mindestlohn. Vom glatten Nein zum glatten Ja. Also jetzt ein




Emanzipation oder Kolosseum

von Enrico Pfau Es ist leicht zu sagen, man sei der Flüchtlings-Herausforderung nicht gewachsen, wenn man nichts oder das Gegenteil dafür getan hat, um ihr gewachsen zu sein – ja, wenn man sogar viel dafür getan hat, dass man ihr gar nicht erst begegnet. Dementsprechend reaktionär sind die meisten Lösungsvorschläge. Sie sollen nur Menschen davon