Tag: Flüchtlinge

Flüchtling oder Vertriebener? Wie Politik mit und von Migranten gemacht wird

von Pieter Potgieter Kein Mensch wird einem Migranten helfen. Was ist das überhaupt, ein „Migrant“? Das ist einer, der los zieht von A nach B – vielleicht über hunderte oder tausende Kilometer. Ein Reisender, der außer Abenteuerlust keinen Antrieb für seine „Grande Tour“ braucht. Bis heute gibt es im englischen Sprachraum egal ob für Briten




Böses Erwachen in der Türkei

Die Vereinigte Linksfraktion bei syrischen und nichtsyrischen Flüchtlingen von Cornelia Ernst Es ist reichlich verrückt, am 1. Mai nach Istanbul zu fahren und sich in einem Hotel am Taksimplatz einzumieten. Als ich dort ankam, war alles abgesperrt, mittendrin das Hotel. Überall Militär. Ein paar Stunden vorher war dort ein 57jähriger Mann von Polizisten erschossen worden,




„Jeder Mensch braucht eigenen Gelderwerb, soziale Anerkennung, Autonomie und gesellschaftliche Teilhabe“

Simone Hock sprach für „Links!“ mit Simone Wagner, Leiterin Stabstelle für Zuwanderung, Asyl und Flucht in der Agentur für Arbeit. Sie leiten die Stabsstelle für Zuwanderung, Asyl und Flucht in der Arbeitsagentur. Was sind Ihre Aufgaben? Ich koordiniere intern die Kommunikation, Entscheidungsprozesse und Handlungsfelder, auch alle internen und externen Netzwerkpartner. Ich pflege die Kontakte zu




Impressionen aus Athen

von Peter Porsch Die Woche vor Ostern, vor dem katholischen und protestantischen Ostern, als Tourist in Athen: Man erlebt ein sonniges Athen und man begegnet einem trüben Athen. Natürlich ist das der Jahreszeit geschuldet, aber nicht nur. Kultur lauert in jedem Stein, deshalb ist man ja hier. Die Akropolis winkt vom Berg aus jeder Perspektive.




Mi-mi-mau-mau

von Peter Porsch Die Überschrift hat nichts mit Katzen zu tun und auch nichts mit einem vor allem bei Kindern beliebten Kartenspiel. Es ist der Titel einer Geschichte, die ich fast schon vergessen hatte. Früher musste ich sie meiner kleinen Schwester oft vor dem Schlafengehen vorlesen: Ein geiziger Müller verweigert einer alten Frau, die um




Sind wir zu „ungefährlich“?

von Rico Gebhardt Wer wählt, will Veränderung. Und sei es die, dass es zu einer aus eigener Sicht bedrohlichen Veränderung nicht kommt. Wer uns nicht wählt, erwartet von uns entweder falsche oder gar keine wirkliche Veränderungen, ja sieht uns nicht mal als Adresse für Protest gegen bestehende Unterdrückung. Das, was sich nach unserer Meinung insbesondere




Impressionen von der Leipziger Buchmesse

von Andreas Haupt Am Mittwochabend, anlässlich der Eröffnung der diesjährigen Leipziger Buchmesse, erhielt der Historiker Heinrich August Winkler den Buchpreis zur Europäischen Verständigung. Er erhielt die mit 20 000 Euro dotierte Auszeichnung für sein vierbändiges Mammutwerk Geschichte des Westens. Am selben Tag wurde in der ostukrainischen Stadt Saporischja die letzte große, über 40 Tonnen schwere




Kommunen sind Dreh- und Angelpunkt der Integration

von Axel Troost Bereits heute sind viele Kommunen kaum noch in der Lage, die kommunale Daseinsfürsorge im Normalbetrieb aufrecht zu erhalten. Durch die Geflüchteten zeigt sich diese Problematik nun deutlicher und dringlicher. Die Kommunen dürfen nicht im Regen stehen gelassen werden – weder mit den schon länger vorhandenen Strukturschwächen noch mit zusätzlichem Bedarf für Flüchtlinge.




Der Fisch stinkt vom Kopf her

Clausnitz, Bautzen: Wieder sorgt Sachsen für Schlagzeilen. Dir reicht Empörung nicht. Wieso? Diese Empörung kommt immer nur, wenn etwas besonders Widerwärtiges geschieht. Dann regen sich alle über die Rassisten in Freital oder jetzt in Clausnitz auf. Klar, dass Sachsen mit Pegida eine besondere Qualität hat, wissen auch alle. Das gibt es schon lange. Man muss




Refugees Welcome! Zum Auftakttreffen der LAG Migration und Asyl

von Anja Eichhorn, Europabüro Dr. Cornelia Ernst 18. Februar, Haus der Begegnung in Dresden: Auf Initiative von Juliane Nagel und Cornelia Ernst war zum 1. Auftakttreffen der Landesarbeitsgemeinschaft Migration und Asyl eingeladen worden. Ziel war es, sich angesichts der aktuellen Herausforderungen zu asyl- und migrationspolitischen Fragen zu verständigen und die Landesarbeitsgemeinschaft neu zu beleben. In