Tag: Flüchtlinge

Den Perspektivwechsel befördern

von Katja Kipping Wie umgehen mit dem wachsenden Rassismus und dem Hass auf Geflüchtete? Diese Frage ist für viele Linke nicht nur eine theoretische, sondern eine ganz praktische an vielen Infoständen. Zwei Ansätze sollten Linke im Umgang mit Rassismus vermeiden: zum einen die Beschimpfung von Wählerinnen und Wählern, zum anderen, Verständnis heischend rassistische Deutungsmuster zu




Was tun gegen rechts? Hingehen und die soziale Frage stellen!

von Caren Lay Der Rechtsruck ist leider kein Problem von Bautzen allein oder von Sachsen oder Deutschland. Er ist ein europäisches, wenn nicht weltweites Phänomen, wenn wir uns Rechtspopulisten wie Donald Trump oder Erdogan ansehen. Doch was tun? Sicherlich nicht den Rechten nach dem Munde reden! Leider wird es nicht jedem gefallen, aber unsere Solidarität




Der letzte Rest Menschlichkeit

von Cornelia Ernst & Lorenz Krämer 2016 sind etwa 180.000 Menschen als Flüchtlinge in die EU gekommen. Im Durchschnitt sind das etwa 500 Menschen am Tag gewesen, die Schutz suchten in einem Staatenbund, in dem mehr als 500 Millionen Menschen leben. Diese Menschen einigermaßen geordnet zu empfangen, in den verschiedenen Staaten der EU aufzunehmen und




Die Odyssee eines Dresdner Rettungswagens für Kobane

In unserer globalisierten Welt, in der so viel über die Not in anderen Erdteilen berichtet wird, finden sich immer mehr Menschen zusammen, um zu helfen – nicht immer in Hilfsorganisationen, sondern manchmal auch als eher lose Gruppen. Eine, die sich in Dresden gebildet hat, heißt „Dresden hilft Kobane“. Wenn Helfer selbst in Not geraten, ist




Von der christlichen Seefahrt

von Peter Porsch Da fällt mir zunächst die Volksweisheit ein, dass man vor Gericht und auf hoher See in Gottes Hand sei. Das sagt allerdings mehr über Gerichte aus, als über die hohe See und die Schiffe darauf. Weil das Meer voller Gefahren ist, darf das Boot auch nicht zu voll sein. Wenn es heißt,




Böses Erwachen in der Türkei

Die Vereinigte Linksfraktion bei syrischen und nichtsyrischen Flüchtlingen von Cornelia Ernst Es ist reichlich verrückt, am 1. Mai nach Istanbul zu fahren und sich in einem Hotel am Taksimplatz einzumieten. Als ich dort ankam, war alles abgesperrt, mittendrin das Hotel. Überall Militär. Ein paar Stunden vorher war dort ein 57jähriger Mann von Polizisten erschossen worden,




„Jeder Mensch braucht eigenen Gelderwerb, soziale Anerkennung, Autonomie und gesellschaftliche Teilhabe“

Simone Hock sprach für „Links!“ mit Simone Wagner, Leiterin Stabstelle für Zuwanderung, Asyl und Flucht in der Agentur für Arbeit. Sie leiten die Stabsstelle für Zuwanderung, Asyl und Flucht in der Arbeitsagentur. Was sind Ihre Aufgaben? Ich koordiniere intern die Kommunikation, Entscheidungsprozesse und Handlungsfelder, auch alle internen und externen Netzwerkpartner. Ich pflege die Kontakte zu




Impressionen aus Athen

von Peter Porsch Die Woche vor Ostern, vor dem katholischen und protestantischen Ostern, als Tourist in Athen: Man erlebt ein sonniges Athen und man begegnet einem trüben Athen. Natürlich ist das der Jahreszeit geschuldet, aber nicht nur. Kultur lauert in jedem Stein, deshalb ist man ja hier. Die Akropolis winkt vom Berg aus jeder Perspektive.




Mi-mi-mau-mau

von Peter Porsch Die Überschrift hat nichts mit Katzen zu tun und auch nichts mit einem vor allem bei Kindern beliebten Kartenspiel. Es ist der Titel einer Geschichte, die ich fast schon vergessen hatte. Früher musste ich sie meiner kleinen Schwester oft vor dem Schlafengehen vorlesen: Ein geiziger Müller verweigert einer alten Frau, die um




Sind wir zu „ungefährlich“?

von Rico Gebhardt Wer wählt, will Veränderung. Und sei es die, dass es zu einer aus eigener Sicht bedrohlichen Veränderung nicht kommt. Wer uns nicht wählt, erwartet von uns entweder falsche oder gar keine wirkliche Veränderungen, ja sieht uns nicht mal als Adresse für Protest gegen bestehende Unterdrückung. Das, was sich nach unserer Meinung insbesondere