Tag: Diskriminierung

Ehe allein reicht nicht

von Sarah Buddeberg Wer am Morgen des 30. Juni 2017 die Bundestagsdebatte verfolgte, konnte schon das Gefühl bekommen, einen historischen Moment zu erleben. Nach jahrzehntelangen Kämpfen, vor allem von Vereinen und Initiativen, wurde die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare mit deutlicher Mehrheit beschlossen. Damit ist der Weg frei, die diskriminierende Parallelinstitution „eingetragene Lebenspartnerschaft“ abzuschaffen.




Zu sagen was ist, bleibt die revolutionärste Tat!

von Anja Eichhorn Nach wie vor hat das Zitat von Rosa Luxemburg nichts an Aktualität verloren. Im Gegenteil. Gerade angesichts des aktuellen Rechtsrucks ist es wichtiger denn je, laut und deutlich für eine offene, demokratische und emanzipatorische Gesellschaft zu streiten. Dazu gehört auch, Ungerechtigkeiten, gesellschaftliche Schieflagen und Diskriminierungsstrukturen immer wieder klar zu benennen, sichtbar zu




Erinnern statt vergessen!

von René Lindenau Im Februar 1937 lebten 499 Menschen jüdischen Glaubens in Cottbus. Nach der erneuten Gründung einer Jüdischen Gemeinde (1998) sind es nunmehr etwa 420. Die nationalsozialistischen Machthaber verursachten eine Auswanderungswelle, wobei die jüdischen Bürgerinnen und Bürger zur Zahlung einer „Reichsfluchtsteuer“ verpflichtet waren. So emigrierten allein am 1. Oktober 1936 34 Juden aus Cottbus.




Ein Schelm, der Böses dabei denkt …

von Peter Porsch Der Schelme (und Schelminnen) gibt es offensichtlich sehr viele, zumindest wenn es darum geht, Wirklichkeit und Wahrnehmung von sexueller Vielfalt in der Gesellschaft in Übereinstimmung zu bringen. BILD bildet da zum Beispiel in besonderer Weise: „Linke kämpft für mehr Schwul-Unterricht“. Das war eine Überschrift in der Dresdner Ausgabe vom 10.06.2015. „Schwul-Unterricht“? Was




Eine neue „Lex Roma“?

Ein Tag wider die Diskriminierung von Asylsuchenden Von Juliane Nagel Ein dichtes Programm stand am 7. Juni in Leipzig bevor. Anstatt das derzeit dringliche Thema der verschärften Abschottung der EU und Deutschlands gegen Flüchtlinge aus den Teilstaaten des ehemaligen Jugoslawiens hinter den Türen des Europaparlaments in Brüssel zu erörtern, wollten wir vor Ort mit Betroffenen




Europäisch-Israelisches Dialogforum

von Cornelia Ernst, Manuela Kropp Vom 10. bis 14. Oktober fand in Israel das Europäisch-Israelische Dialogforum statt. Gesprächspartner aus der Europäischen Union trafen sich mit israelischen Vertretern der Zivilgesellschaft, um aktuelle Probleme und politische Entwicklungen zu diskutieren. So wurde beispielsweise die Lage von Flüchtlingen und Migranten in der EU und in Israel diskutiert. In Israel




„Ost“ kein Thema mehr?

von Stefan Hartmann, stv. Landesvorsitzender DIE LINKE.Sachsen, Parteivorstand DIE LINKE Fünf Nachrichten aus der ersten Hälfte des September 2012. Unter dem Titel „Verblühende Landschaften“ beschreibt das „Handelsblatt“ die Lage in Ostdeutschland. Mit vielen Fakten wird dort gezeigt, „dass die wirtschaftliche Aufholjagd im Osten faktisch zum Stillstand gekommen ist“. Immerhin habe es bis 2005 nach verschiedenen




Roma in Ungarn: Hass und Gewalt

von Cornelia Ernst Roma und Sinti bilden mit 10 bis 12 Millionen Menschen die größte ethnische Minderheit in der EU. In vielen Mitgliedstaaten werden Sinti und Roma ausgegrenzt und haben häufiger als die Mehrheitsbevölkerung unter Armut und Arbeitslosigkeit zu leiden. Die Wirtschaftskrise scheint die Lage der Roma noch zu verschärfen. Ein erschreckendes Beispiel sind die




Die Furcht vor „seinesgleichen“

von Cornelia Ernst Am 24. Mai 2012 wurde eine gemeinsame Entschließung der Fraktionen EVP, S&D, ALDE, Grüne/EFA und GUE/ NGL mit 430 Ja-Stimmen gegen 105 Nein- Stimmen bei 59 Enthaltungen angenommen. Im Kern fordern die Europaabgeordneten: Die EU-Mitgliedstaaten müssen im Kampf gegen Homophobie mit gutem Vorbild vorangehen, homophobe Gesetze in den Mitgliedsstaaten sind aufzuheben. Homophobe




Fünf Jahre Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz

Diskriminierungsschutz ist in Sachsen noch immer eher die Ausnahme als die Regel „In den fünf Jahren seit Bestehen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) ist das Antidiskriminierungsbüro Sachsen (ADB) in über 300 Fällen von Diskriminierung aktiv geworden.“ sagt Heike Fritzsche, Geschäftsführerin des ADB. „Diese Zahl für Leipzig macht deutlich, dass Diskriminierung wegen des Geschlechts, des Lebensalters, der