Tag: DDR

Genosse, wo bist Du heute? Wie die DDR-Jugendhochschule eine Finnin nicht loslässt

Obwohl es viele FDJ-Blauhemden in der Einrichtung gab, war sie in der DDR fast unbekannter als im Ausland: Die Rede ist von der Jugendhochschule Wilhelm Pieck in Bogensee bei Berlin. Ende der 80er Jahre studierte an der wichtigsten Kaderschmiede der Freien Deutschen Jugend auch eine junge Finnin das Fach Marxismus-Leninismus. Kirsi Marie Liimatainen hat unter




„Souverän und ursprünglich – von Blues aus Polen bis Diestelmann“

von Jens-Paul Wollenberg Wie kam es eigentlich dazu, dass gerade in der DDR und Volksrepublik Polen unabhängig voneinander Blues eine nicht unbedeutende Rolle in der modernen Musikszene spielte? Der Auslöser für diese Entwicklung könnten die Gastspiele des Ensembles „American Folk Blues Festival“ sein, das 1964 und 1966 in beiden Staaten auftrat. Diese Gruppierung aus namhaften




Abrechnung mit den DDR-Abrechnern

von Ralf Richter Matthias Krauß fragt in seinem Buch: Wem nutzt die „Aufarbeitung“? Manchmal spielt Geld keine Rolle. Wird bei der Erhöhung des Mindestlohnes um jeden Cent gefeilscht, als ginge es dabei um die Rettung des Abendlandes, fließen anderswo die Millionen: zum Beispiel in die Bundesstiftung „Aufarbeitung der SED-Diktatur“. Jahr für Jahr dürfen Medien, Institute




85 – Und fit wie ein Turnschuh!

von Dietmar Bartsch Über 400 Gratulantinnen und Gratulanten waren am 27. Februar nach Kleinmühlingen gekommen, um Gustav Adolf Schur, unserem Täve, einem wunderbaren Menschen und Sportler, zum 85. Geburtstag zu gratulieren. Darunter waren viele Prominente aus Politik, Kultur und Sport, u. a. Uwe Steimle und Frank Schöbel, der zweifache Friedensfahrtsieger (1982 und 1986) Olaf Ludwig




Dissident und Suchender

Am 18. November wäre Rudolf Bahro 80 Jahre alt geworden von Alexander Amberger Der ehemalige sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf hatte ein Faible für ökologische Fragen und alternative Gesellschaftsmodelle. In seiner Tagespolitik war davon zwar wenig zu spüren, er theoretisierte jedoch gern darüber und unterstützte sogar praxisphilosophische Versuchslabore. So half Biedenkopf 1993 dem Philosophen Rudolf Bahro




Vier Stimmen zur Einheit

Soziologen kennen die „Dritte Generation Ostdeutschland“ als die Gruppe von Menschen, die ihre Kindheit und Jugend teilweise in der DDR und teilweise in der BRD verbracht haben. Wie blickt sie auf die Deutsche Einheit? „Links!“ hat mit vier politisch aktiven ihrer Mitglieder gesprochen (von links oben nach rechts unten). Antje Feiks, geboren 1979, Betriebswirtin und




Nach 25 Jahren – Der Chor muss auf die Bühne!

von Peter Porsch Es mag vielleicht merkwürdig klingen, aber ich behaupte, mit der Wende 1989/90 gerieten die Ostdeutschen gegenüber den Westdeutschen in einen Vorteil, der bis heute wirkt: Wir im Osten Gebliebenen waren allesamt gezwungen nachzudenken – nachzudenken über unser bisheriges Leben, unser Verhalten, unsere Verantwortung, unsere Visionen und Utopien, unsere Kleinbürgerlichkeiten, Opportunismen, Kompromisse und




Gibt‘s was zu feiern?

von Ralf Becker 25 Jahre Einheit, 25 Jahre „Freiheit“. Wirklich? Für wen, wie viele und welche Freiheit? Gerade recht zum Jubiläum kommen zwei Nachrichten, die diese 25 Jahre charakterisieren: 1. Der Verkauf des Salzbergbaus in Bischofferode 1993 an die Kali und Salz AG durch die Treuhand war stets nur eine erwürgende Umarmung zur Beseitigung unliebsamer




Ein langer Weg – 10 Jahre nach der Gründung der „Linkspartei.PDS“

von René Lindenau Mitunter ist es sinnvoll, auf Gewesenes und auf gegangene Wegstrecken zurückzublicken. Man analysiert: Was wurde getan, was wurde unterlassen, wo lagen Defizite, wo liegen Potentiale? Schließlich verständigt man sich über die Perspektive des jeweiligen Projekts; hier das der LINKEN. Man will weiterkommen, und da heißt es nach vorne schauen – gekoppelt an




Nach 25 Jahren ist alles besser

von Enrico Pfau Neulich traf ich mich mit meiner Tochter Hannah zum 25. Jahrestag des Aufbruchs in eine neue Gesellschaft. Nachdem wir ausgelassen über alte Zeiten gesprochen hatten, fragte sie mich: „Aber sag mal, Papa, wie war das damals mit der Grenze? Wieso habt ihr … wieso hast du zugelassen, dass so viele Menschen an