Tag: DDR

Vor 45 Jahren: Viermächteerklärung für Unterstützung des UNO-Beitritts beider deutscher Staaten

Von W. Steffen Einseitig, fernab von den Realitäten, die 1949 zur Proklamierung zweier deutscher Staaten geführt hatten, wurde seitens der BRD am 23. September 1955 die Hallstein-Doktrin verkündet. Diese beinhaltete die These, als alleiniger deutscher rechtmäßiger Staat Deutschland international zu vertreten. Eine diplomatische Anerkennung der DDR zog den Abbruch der diplomatischen Beziehungen durch den Bonner




Anti-Kriegs-Denkmale im sorbischen Crostwitz

Von Dr. Dieter Rostowski Sorbische Kunst und Kultur gehörten immer schon zum Alltag der Menschen in der Lausitz und wirken über unsere Grenzen hinaus. So gab es im Rahmen internationalen Zusammenwirkens viele Begegnungen von sorbischen Kulturgruppen mit Funktionären der Domowina, dem Dachverband sorbischer Vereine und Vereinigungen, und Gästen aus dem benachbarten Ausland. Ein solches Treffen




Anti-Kriegs-Denkmale im sorbischen Crostwitz

Von Dr. Dieter Rostowski Sorbische Kunst und Kultur gehörten immer schon zum Alltag der Menschen in der Lausitz und wirken über unsere Grenzen hinaus. So gab es im Rahmen internationalen Zusammenwirkens viele Begegnungen von sorbischen Kulturgruppen mit Funktionären der Domowina, dem Dachverband sorbischer Vereine und Vereinigungen, und Gästen aus dem benachbarten Ausland. Ein solches Treffen




Den AMIGA-Mythos in Bernburg (Saale) erleben

„70 Jahre AMIGA – Mythos und Kult des ersten deutschen Schallplattenlabels“, so ist eine Sonderschau zum Jubiläum überschrieben. Weder zum 50. noch zum 60. Jubiläum hat es eine derartige Präsentation gegeben. „Es hat einfach keiner dran gedacht“, sagt Torsten Sielmon, der die Idee zur Ausstellung hatte und Wege fand, sie umzusetzen. Er war ist ein




Das Beste vom Herrn Wollenberg

von Reinhard Ständer Es gibt bedeutende Künstler, die kaum jemand kennt – „dank“ unserer Medien, die dem Mainstream zuliebe immer mehr große Kunst ignorieren und nur senden bzw. drucken, was angeblich massentauglich ist. Zu diesen Künstlern gehört seit Jahrzehnten der Folk- und Chanson-Poet Jens-Paul Wollenberg, ein Wahl-Leipziger, von dem kürzlich das Doppelalbum „Die Loewenzahnjahre 1990




„Jetzt reden wir weiter – Die Kombinatsdirektoren“

von Ralf Richter Die Autorin Katrin Rohnstock verfolgt ein interessantes Geschäftsmodell: Sie ist Geschäftsführerin des Unternehmens Rohnstock Biografien und konzentriert sich dabei ganz – der Name sagt es – auf das Schreiben von Biografien. Seit 2012 hat sie den Fokus auf DDR-Wirtschaftsgeschichte gelegt. Mit ihrem aktuellen Buch kann man als Leser glücklich und unglücklich zugleich




Rentengerechtigkeit jetzt – auch für in der DDR Geschiedene!

Trennungen sind eine schwierige, oft schmerzhafte Angelegenheit. So mancher Mensch hat noch Jahre danach Schwierigkeiten, damit umzugehen. von Katja Kipping Oft sind es aber nicht nur der Schmerz im Herzen, die Enttäuschung, der gefühlte Verlust, sondern handfeste existenzielle Folgen, die aus einer Trennung oder Scheidung erwachsen. Das kann Menschen ein Leben lang begleiten. So ergeht




Mehr Raum für offene politische Auseinandersetzungen

Zu einer umstrittenen Studie über Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit in Ostdeutschland von Jochen Mattern Mit dem Eingeständnis eines Fehlers überraschte die Ost-Beauftragte der Bundesregierung, Iris Gleicke, Ende Juli die interessierte Öffentlichkeit. Die SPD-Politikerin distanzierte sich von einer Studie, die sie selbst in Auftrag gegeben und erst Anfang Mai vorgestellt hatte. Bei der Präsentation hatte sie die




Es gilt noch immer, Wolfgang Harich zu entdecken

von Prof. Dr. Kurt Schneider Wolfgang Harich, geboren am 9. Dezember 1923 in Königsberg, war der bedeutendste Vertreter der marxistisch geprägten intellektuellen sozialistischen Opposition in der DDR. Davon zeugt auch der jüngst erschienene, von Andreas Heyer herausgegebene Band „Wolfgang Harich: Frühe Schriften“. Dieselben sollen in insgesamt drei Bänden veröffentlicht werden. Im vorliegenden ersten Teilband behandelt




Marxistischer Historiker aus Leidenschaft

Zum Tod von Werner Berthold von Prof. Dr. Mario Keßler Sauberkeit in der Wissenschaft, im persönlichen Auftreten und in der politischen Haltung – diese Trias war wohl das, was den Leipziger Historiker Werner Berthold vor allem ausmachte. Den ersten Nachweis dieser Sauberkeit musste er schon – höchst unfreiwillig – als Heranwachsender erbringen: Der 1923 in