Tag: DDR

Die Kraft einer Utopie

von Prof. Dr. Kurt Schneider Es ist ein erstaunliches Buch. Sein Autor, Manfred Lütz, ist kein Historiker und kein Politologe, sondern ein Mann der Wirtschaft, wie er sich selbst bezeichnet. Heute ist er als Rentner noch mit einigen einstigen beruflichen Aufgaben befasst. Sein Buch ist kein Schnellschuss, kein Resultat flüchtiger Überlegungen, sondern das Ergebnis einer




„Höchste Akribie und Ernsthaftigkeit“: Das MfS im Kampf gegen Nazi- und Kriegsverbrecher

von Prof. Dr. Kurt Schneider Alle Nazi- und Kriegsverbrecher, die den vom faschistischen Deutschland geführten Raub-, Eroberungs- und Vernichtungskrieg zu verantworten hatten, sollten gemäß der Schwere ihrer Verbrechen verurteilt werden. Auf der 3. Interalliierten-Konferenz am 13. Januar 1941 in London hatten die bis dahin von Deutschland besetzten Länder bekundet: „Zu den Hauptzielen der Alliierten gehört




„Der Osten darf keine Einöde der Armut werden“

Die sächsische Bundestagsabgeordnete der LINKEN, Susanna Karawanskij hat von Roland Claus die Rolle als Ost-Koordinatorin der Linksfraktion übernommen. „SachsensLinke“ hat mit ihr darüber gesprochen. Susanna, wie kommt es, dass Du Dich für Ostdeutschland-Politik interessierst und Dich für die Belange der ostdeutschen Bevölkerung stark machen willst? Ich wurde 1980 in Leipzig geboren. Dadurch habe ich zumindest




„Volkes Lied und Vater Staat“

Das erste allumfassende Buch über die DDR-Folkszene von Jens-Paul Wollenberg Wie groß war die Freude, als ich von einer guten Bekannten des Musikjournalisten Wolfgang Leyn erfuhr, dass seine Publikation über die DDR-Folkbewegung von 1976-1990 erscheinen sollte! Mir war schon damals klar, dass gerade dieser Autor kompetent genug schien, sich mit jener beinah in Vergessenheit geratenen




Genosse, wo bist Du heute? Wie die DDR-Jugendhochschule eine Finnin nicht loslässt

Obwohl es viele FDJ-Blauhemden in der Einrichtung gab, war sie in der DDR fast unbekannter als im Ausland: Die Rede ist von der Jugendhochschule Wilhelm Pieck in Bogensee bei Berlin. Ende der 80er Jahre studierte an der wichtigsten Kaderschmiede der Freien Deutschen Jugend auch eine junge Finnin das Fach Marxismus-Leninismus. Kirsi Marie Liimatainen hat unter




„Souverän und ursprünglich – von Blues aus Polen bis Diestelmann“

von Jens-Paul Wollenberg Wie kam es eigentlich dazu, dass gerade in der DDR und Volksrepublik Polen unabhängig voneinander Blues eine nicht unbedeutende Rolle in der modernen Musikszene spielte? Der Auslöser für diese Entwicklung könnten die Gastspiele des Ensembles „American Folk Blues Festival“ sein, das 1964 und 1966 in beiden Staaten auftrat. Diese Gruppierung aus namhaften




Abrechnung mit den DDR-Abrechnern

von Ralf Richter Matthias Krauß fragt in seinem Buch: Wem nutzt die „Aufarbeitung“? Manchmal spielt Geld keine Rolle. Wird bei der Erhöhung des Mindestlohnes um jeden Cent gefeilscht, als ginge es dabei um die Rettung des Abendlandes, fließen anderswo die Millionen: zum Beispiel in die Bundesstiftung „Aufarbeitung der SED-Diktatur“. Jahr für Jahr dürfen Medien, Institute




85 – Und fit wie ein Turnschuh!

von Dietmar Bartsch Über 400 Gratulantinnen und Gratulanten waren am 27. Februar nach Kleinmühlingen gekommen, um Gustav Adolf Schur, unserem Täve, einem wunderbaren Menschen und Sportler, zum 85. Geburtstag zu gratulieren. Darunter waren viele Prominente aus Politik, Kultur und Sport, u. a. Uwe Steimle und Frank Schöbel, der zweifache Friedensfahrtsieger (1982 und 1986) Olaf Ludwig




Dissident und Suchender

Am 18. November wäre Rudolf Bahro 80 Jahre alt geworden von Alexander Amberger Der ehemalige sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf hatte ein Faible für ökologische Fragen und alternative Gesellschaftsmodelle. In seiner Tagespolitik war davon zwar wenig zu spüren, er theoretisierte jedoch gern darüber und unterstützte sogar praxisphilosophische Versuchslabore. So half Biedenkopf 1993 dem Philosophen Rudolf Bahro




Vier Stimmen zur Einheit

Soziologen kennen die „Dritte Generation Ostdeutschland“ als die Gruppe von Menschen, die ihre Kindheit und Jugend teilweise in der DDR und teilweise in der BRD verbracht haben. Wie blickt sie auf die Deutsche Einheit? „Links!“ hat mit vier politisch aktiven ihrer Mitglieder gesprochen (von links oben nach rechts unten). Antje Feiks, geboren 1979, Betriebswirtin und