Tag: chemnitz

Das sächsische Manchester

Zur Bewerbung der Stadt Chemnitz als europäische Kulturhauptstadt 2025 von Tim Detzner und Mike Melzer „Was ist das schon wieder für eine Idee aus dem Rathaus?“, oder „Totaler Nonsens“, oder „Wieder ein flacher und teurer Versuch des Stadtmarketings, sich bundesweit zu blamieren“. So haben sicherlich viele gedacht, als bekannt wurde, dass Chemnitz sich um den




Fritz Heckert, eine Chemnitzer Persönlichkeit

von Raimon Brete Chemnitz, Mühlenstraße 9, Dachgeschoss: Fritz Heckert wurde am 28. März 1884 geboren. Seine Entwicklung vom Chemnitzer Arbeiterjungen zu einer führenden Persönlichkeit der Gewerkschaftsbewegung endete vor 80 Jahren am 7. März mit seiner Zuversicht: „Ihr werdet‘s weiterführen“. Fritz Heckert begann nach dem Besuch der Volksschule eine Lehre als Maurer bei Meister Viertel in




Chemnitz bleibt Kaltland

Chronik der rassistischen Ausfälle in Einsiedel und Markersdorf von Linksjugend Chemnitz Chemnitz ist wieder in den Medien. Diesmal sind es Rassist*innen in Einsiedel und Markersdorf, die die Stadt in die bundesweite Öffentlichkeit hieven. Nachfolgend eine Chronik aus antifaschistischer Sicht. Zu Beginn, am 16. September, geschahen zwei Dinge: zunächst fantasierte sich die Morgenpost das Horrorszenario von




Vernetzungstreffen für junge Kommunalpolitiker*innen

Nach den letzten Kommunalwahlen sitzen für DIE LINKE wieder mehr als 1.000 Menschen in den „kommunalen Vertretungskörperschaften“ Sachsens – also in Gemeinderäten, Kreistagen, Stadträten und dergleichen mehr. Dabei haben 2014 nicht nur viele junge Menschen in ihren Kommunen für ein Mandat kandidiert, sondern viele sind glücklicherweise auch tatsächlich gewählt worden. Damit man mit seinen Ideen,




Ankündigung LJP

Von Freitag, dem 27.03.15, bis Samstag, den 28.03.15, finden in Chemnitz aka „Karl-Marx-Stadt“ aka „Stadt der Moderne“ aka „Big C-City“ das Landesjugendplenum und der Landesjugendtag der linksjugend [’solid] Sachsen statt. Das Landesjugendplenum ist die Vollversammlung der Mitglieder und Sympathisant*innen der linksjugend [’solid] Sachsen. Am Freitag gibt es außerdem ein Socializing-Programm und einen Krypto-Abend, bei dem




Ein unverhofftes Opernerlebnis

von Ralf Becker Ich sprang aus der Badewanne, holte das Telefon und wählte, um Radio Figaro zu erreichen. Es ist frühmorgens, gerade hatten sie „Norma“ in der Chemnitzer Oper vorgestellt und Freikarten angeboten, eine Oper von Vinzento Bellini. Immer, wenn sie Veranstaltungen oder Bücher vorstellen, werden auch Freikarten bzw. Freiexemplare für Anrufer angeboten. Ich hatte




Stadt für alle – Gentrifizierung bekämpfen!

Von Patrick Pritscha Die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse ist eine Kernaufgabe und zugleich ein wesentliches Leitbild bundesdeutscher Entwicklungspolitik. Vorgegeben in Art. 72 des Grundgesetzes, findet es unter anderem im Baugesetzbuches seine Entsprechung. Im dortigen § 1 wird als Aufgabe und Grundsatz der Bauleitplanung formuliert, dass eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung die sozialen, wirtschaftlichen und umweltschützenden Anforderungen in




links! Interview mit einem aus Chemnnitz stammenden Auschwitz-Überlebenden

»Wer denkt, es kann sich nicht wiederholen, der irrt« Kürzlich belehrte uns der sächsische Innenminister, „Antifaschismus“ sei „nicht die richtige Antwort“ auf Faschismus, sondern „Demokratie, Auseinandersetzung aus der Mitte unserer Gesellschaft heraus“. Damit hat er allen antifaschistisch eingestellten Menschen ihre demokratische Einstellung abgesprochen. Man möchte sich lieber nicht vorstellen, wie solche Aussagen auf Menschen wie




Widerstand zwecklos – Polizei und Justiz ließ Nazis in Chemnitz marschieren

Wenn man den Menschen in der Chemnitzer Innenstadt am Abend des 5. März zugehört hat, hörte man einen Satz sehr häufig: „Warum dürfen die marschieren?“ „Die“ waren Nazis von 4 bis 74 Jahren. Alljährlich marschieren sie, ähnlich wie in Dresden, unter dem Deckmantel eines Trauermarsches am Tag der Bombardierung von Chemnitz durch die Stadt. Begründet




Gedenken an die Todesmärsche

250.000. Eine Viertelmillion Menschen. Sie kamen um, nachdem die SS im Winter 1944/45 jene Konzentrationslager evakuieren ließ, die alliierten Truppen in die Hände zu fallen drohten. Die besonders schwachen und besonders kranken Häftlinge wurden sofort zurückgelassen. Der Rest per Bahn oder meistens zu Fuß in Lager in Deutschland gebracht. Viele erfroren und verhungerten unterwegs. Wer