Tag: Berlin

Vor 110 Jahren geboren. ERICH JUNGMANN

von Prof. Dr. Kurt Schneider Geboren am 31. Juli 1907 in Reichenberg/Sachsen als Sohn eines Fabrikarbeiters, absolvierte Erich Jungmann eine kaufmänische Lehre. 1929 trat er der KPD bei und war alsbald Mitglied und Sekretär des ZK des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschland (KJVD), dem er bereits vor seinem Parteieintritt angehört hatte. Im November 1932 erfolgte seine Wahl




Erasmus, Europa und linker Internationalismus

Vergangenheit prägt. Wir waren damals „späte Studenten“, vielleicht die älteste Studentengeneration, die bis dato je den Weg zur Uni fand. „Die Wende“ schwemmte tausende nicht mehr ganz so junge Leute ins Direktstudium – auch ich, der ich mich längst auf ein Fernstudium eingestellt hatte, freundete mich kurzfristig mit der Idee eines Direktstudiums an. Das Abi




ROSA LUXEMBURG: Gesammelte Werke, Band 7/1 und 7/2 erschienen

von Kurt Schneider Unmittelbar anschließend an die 2016 von Clara Zetkin erschienenen »Kriegsbriefe 1914 – 1918« hat der rührige Karl Dietz Verlag Berlin den Band 7 der »Gesammelten Werke« Rosa Luxemburgs, gegliedert in zwei Halbbände, verlegt. In dem 65seitigen Vorwort, verfasst von der hoch anerkannten Rosa-Luxemburg-Forscherin und -Editorin Annelies Laschitza, werden die bereits im Band




„Die DDR hat’s nie gegeben“

von Prof. Dr. Kurt Schneider Als in Berlin der Palast der Republik abgerissen worden war, prangte unterhalb des Tatortes an einer Mauer entlang der Spree ein Graffito „Die DDR hat’s nie gegeben“. Es drückte aus, was so manchem Akteur der „friedlichen Revolution“ bewusst geworden war: Der Abriss des Palastes der Republik sollte den Abriss der




Bundestagswahl: Die Weichen sind gestellt

von Thomas Dudzak Das Bild eines Sonnenaufgangs über dem Elbsandsteingebirge begrüßte die Landesparteitagsdelegierten und VertreterInnen in der Sachsenlandhalle in Glauchau. Auf ihm prangte in großen weißen Lettern der Schriftzug „Zur Sonne, zur Freiheit“. Ein symbolträchtiger Aufbruch in die neue Zeit auf der einen, eine Erinnerung an das Erbe der ArbeiterInnenbewegung auf der anderen Seite. Große




Lesung: „Fabian – Die Geschichte eines Moralisten“

„Ich möchte helfen, die Menschen anständig und vernünftig zu machen“ Mit seinem Roman für Erwachsene zeichnet Erich Kästner ein imposantes Sittenbild im Berlin der späten 20er Jahre. Jakob Fabian studiert seine Stadt und das Leben: möblierte Zimmer, Bars, gewisse Damen und dazugehörige Etablissements, die Liebe … Bald jedoch gerät er zwischen die Extreme seiner Zeit:




Mit Kompetenzen nicht verstecken

von Rico Gebhardt Es gibt Veränderungen auf den Landtagsfluren der LINKEN. Genauer gesagt: Ein Büro wurde frei. Sebastian Scheel, unser Parlamentarischer Geschäftsführer, anerkannter Finanzexperte und ehemaliger stellvertretender Landesvorsitzender, hat die Fraktion verlassen. Nicht im Streit – Berlin hat ihn „gerufen“: Er nahm das Angebot von Katrin Lompscher an, Staatssekretär für Bauen und Wohnen zu werden.




DIE LINKE im Kreis Meißen liefert einen Staatssekretär

von Reinhard Heinrich Das hätten wir uns natürlich nicht träumen lassen: Ein Landtagsabgeordneter aus unserem Kreis, bereits im November 2016 vom Kreisparteitag bestätigt als Kandidat zur Bundestagswahl 2017, wird nach Berlin „abgezogen“. So hieß das damals in der DDR-Kaderpolitik. Die Berliner sind es wohl immer noch gewohnt, im Falle eines Kompetenzbedarfes nach Sachsen zu schauen.




Vom Palast bis zur Platte

von Wulf Skaun Architektur und Architekturgeschichte in der DDR „Mutter aller Künste“ pries der alte Römer Vitruv die Architektur. Caesars und Augustus’ Baumeister, Architekt und erster Architekturtheoretiker der Geschichte formulierte drei noch heute gültige Tugenden, die Architektur zu beherzigen habe: Firmitas (Festigkeit), Utilitas (Nützlichkeit) und Venustas (Schönheit). Ob und in welchem Grade die Baukunst der




Einmal Stasi, immer Stasi? Der Fall Andrej Holm

von Michael Leutert „Die Vergangenheit ist nicht tot – sie ist nicht einmal vergangen“, schrieb einst William Falkner. Mit Blick auf die Ereignisse im Land Berlin kaum einen Monat nach dem Start der rotrotgrünen Koalition möchte man bitter ergänzen: Manchmal soll sie auch nicht vergehen. Was ist geschehen? Bei der Bildung des rotrotgrünen Senats hat