Tag: Berlin

Vor 70 Jahren verstorben: August Thalheimer

Von Prof. Dr. Kurt Schneider Geboren am 18. März 1884 in Affaltrach (Württemberg) als Sohn eines jüdischen Kaufmanns, war August Thalheimer der wichtigste theoretische Kopf der KPD und danach der KPD (O). Von 1902 bis 1907 hatte er an mehreren Universitäten Sprachwissenschaften und Völkerkunde studiert und 1907 promoviert. Anschließend studierte er bis 1909 Philosophie und




Von Kassandrarufen und Politpostkarten

März-Heft des Berliner Förderkreises Archive und Bibliotheken zur Geschichte der Arbeiterbewegung mit gewohnter Themenvielfalt. Von Wulf Skaun „Heute sucht Deutschland in der ganzen Welt alle möglichen und nur unmöglichen Plätze unter der Sonne zu erobern. Wenn heute am Schlusse des Chinakrieges noch keine endgültige Aufteilung Chinas eingetreten ist, so ist der Grund darin zu sehen,




Tatsächliche Interessen verschleiern

Ralf Richter rezensiert „Der Dreißigjährige Krieg“ von Herfried Münkler Das Buch trägt den Untertitel „Europäische Katastrophe, Deutsches Trauma 1618 – 1648“. Inzwischen hat das fast tausendseitige Werk des Politikwissenschaftsprofessors Lob und Kritik bekommen. So viele Seiten sind für ein Buch viel – für das Thema aber sind sie es nicht. In diesem Jahr ist der




Umsturz

René Lindenau hat eine Ausstellung über die Revolution besucht Wie es sich für ein gutes Haus dieser Museumssparte gehört, hat das Deutsche Historische Museum in Berlin wieder ein herausragendes geschichtliches Jubiläum, nunmehr den 100. Jahrestages der russischen Oktoberrevolution mit einer Ausstellung gewürdigt. Noch bis zum 15. April 2018 kann sie besichtigt werden. Auf 1.000 Quadratmetern




Ein Europäer aus Ostberlin

Dietmar Bartsch erinnert an den LINKEN-Politiker Dominic Heilig Am 31. Oktober verstarb Dominic Heilig. Er wurde keine vierzig Jahre alt. Dominic war eines der größten politischen Talente unserer Partei. Und weit mehr als das. Er hat die Europa- und die Innenpolitik, die antifaschistische und die Menschenrechtspolitik unserer Partei und ihrer Bundestagsfraktion mit geprägt. Die Bundestagsfraktion




Die Überwachung schreitet voran

Von Lorenz Krämer Auch wenn es angesichts von Bundestagswahl, BREXIT, Katalonien, Trump, Syrien, Libyen, Putin und Nordkorea derzeit schnell aus dem Blickwinkel gerät, befindet sich die politische Auseinandersetzung um Massenüberwachung in vollem Gange. Auch wenn immer wieder neue Maßnahmen diskutiert werden – Kameraüberwachung, Vorratsdatenspeicherung, Gesichtserkennung –, so geht es letztlich immer um dieselben Grundfragen. Wieviel




Vor 110 Jahren geboren. ERICH JUNGMANN

von Prof. Dr. Kurt Schneider Geboren am 31. Juli 1907 in Reichenberg/Sachsen als Sohn eines Fabrikarbeiters, absolvierte Erich Jungmann eine kaufmänische Lehre. 1929 trat er der KPD bei und war alsbald Mitglied und Sekretär des ZK des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschland (KJVD), dem er bereits vor seinem Parteieintritt angehört hatte. Im November 1932 erfolgte seine Wahl




Erasmus, Europa und linker Internationalismus

Vergangenheit prägt. Wir waren damals „späte Studenten“, vielleicht die älteste Studentengeneration, die bis dato je den Weg zur Uni fand. „Die Wende“ schwemmte tausende nicht mehr ganz so junge Leute ins Direktstudium – auch ich, der ich mich längst auf ein Fernstudium eingestellt hatte, freundete mich kurzfristig mit der Idee eines Direktstudiums an. Das Abi




ROSA LUXEMBURG: Gesammelte Werke, Band 7/1 und 7/2 erschienen

von Kurt Schneider Unmittelbar anschließend an die 2016 von Clara Zetkin erschienenen »Kriegsbriefe 1914 – 1918« hat der rührige Karl Dietz Verlag Berlin den Band 7 der »Gesammelten Werke« Rosa Luxemburgs, gegliedert in zwei Halbbände, verlegt. In dem 65seitigen Vorwort, verfasst von der hoch anerkannten Rosa-Luxemburg-Forscherin und -Editorin Annelies Laschitza, werden die bereits im Band




„Die DDR hat’s nie gegeben“

von Prof. Dr. Kurt Schneider Als in Berlin der Palast der Republik abgerissen worden war, prangte unterhalb des Tatortes an einer Mauer entlang der Spree ein Graffito „Die DDR hat’s nie gegeben“. Es drückte aus, was so manchem Akteur der „friedlichen Revolution“ bewusst geworden war: Der Abriss des Palastes der Republik sollte den Abriss der