Tag: Berlin

„Die DDR hat’s nie gegeben“

von Prof. Dr. Kurt Schneider Als in Berlin der Palast der Republik abgerissen worden war, prangte unterhalb des Tatortes an einer Mauer entlang der Spree ein Graffito „Die DDR hat’s nie gegeben“. Es drückte aus, was so manchem Akteur der „friedlichen Revolution“ bewusst geworden war: Der Abriss des Palastes der Republik sollte den Abriss der




Bundestagswahl: Die Weichen sind gestellt

von Thomas Dudzak Das Bild eines Sonnenaufgangs über dem Elbsandsteingebirge begrüßte die Landesparteitagsdelegierten und VertreterInnen in der Sachsenlandhalle in Glauchau. Auf ihm prangte in großen weißen Lettern der Schriftzug „Zur Sonne, zur Freiheit“. Ein symbolträchtiger Aufbruch in die neue Zeit auf der einen, eine Erinnerung an das Erbe der ArbeiterInnenbewegung auf der anderen Seite. Große




Lesung: „Fabian – Die Geschichte eines Moralisten“

„Ich möchte helfen, die Menschen anständig und vernünftig zu machen“ Mit seinem Roman für Erwachsene zeichnet Erich Kästner ein imposantes Sittenbild im Berlin der späten 20er Jahre. Jakob Fabian studiert seine Stadt und das Leben: möblierte Zimmer, Bars, gewisse Damen und dazugehörige Etablissements, die Liebe … Bald jedoch gerät er zwischen die Extreme seiner Zeit:




Mit Kompetenzen nicht verstecken

von Rico Gebhardt Es gibt Veränderungen auf den Landtagsfluren der LINKEN. Genauer gesagt: Ein Büro wurde frei. Sebastian Scheel, unser Parlamentarischer Geschäftsführer, anerkannter Finanzexperte und ehemaliger stellvertretender Landesvorsitzender, hat die Fraktion verlassen. Nicht im Streit – Berlin hat ihn „gerufen“: Er nahm das Angebot von Katrin Lompscher an, Staatssekretär für Bauen und Wohnen zu werden.




DIE LINKE im Kreis Meißen liefert einen Staatssekretär

von Reinhard Heinrich Das hätten wir uns natürlich nicht träumen lassen: Ein Landtagsabgeordneter aus unserem Kreis, bereits im November 2016 vom Kreisparteitag bestätigt als Kandidat zur Bundestagswahl 2017, wird nach Berlin „abgezogen“. So hieß das damals in der DDR-Kaderpolitik. Die Berliner sind es wohl immer noch gewohnt, im Falle eines Kompetenzbedarfes nach Sachsen zu schauen.




Vom Palast bis zur Platte

von Wulf Skaun Architektur und Architekturgeschichte in der DDR „Mutter aller Künste“ pries der alte Römer Vitruv die Architektur. Caesars und Augustus’ Baumeister, Architekt und erster Architekturtheoretiker der Geschichte formulierte drei noch heute gültige Tugenden, die Architektur zu beherzigen habe: Firmitas (Festigkeit), Utilitas (Nützlichkeit) und Venustas (Schönheit). Ob und in welchem Grade die Baukunst der




Einmal Stasi, immer Stasi? Der Fall Andrej Holm

von Michael Leutert „Die Vergangenheit ist nicht tot – sie ist nicht einmal vergangen“, schrieb einst William Falkner. Mit Blick auf die Ereignisse im Land Berlin kaum einen Monat nach dem Start der rotrotgrünen Koalition möchte man bitter ergänzen: Manchmal soll sie auch nicht vergehen. Was ist geschehen? Bei der Bildung des rotrotgrünen Senats hat




Mit geschärfter Klinge

Anmerkungen zu Gerd Adloffs neuem Gedichtband „zwischen Geschichte und September“ von Jayne-Ann Igel Als Gerd Adloff 1985 im Verlag der Nation mit dem Gedichtband „Fortgang“ debütierte, war mir sein Name schon ein Begriff, vielleicht, weil ich ihn auf einer der Wohnungslesungen im Prenzlauer Berg erlebt, Gedichte von ihm, die in Dorothea von Törnes legendärer wie




Kunos Rechenschränke

Daniel Sieben Berlin-Kreuzberg, Mai 1941: „In einem großen Wohnzimmer, im Jugendstil möbliert“, so schildert ein Augenzeuge eine der erstaunlichsten Episoden aus der Wissenschafts- und Technikgeschichte des 20. Jahrhunderts, „stand ein mechanisches undefinierbares Etwas, zusammengebaut aus Blech, Stabilbaukasten-Einzelteilen, Glasplatten, Kurbelarmen, Zahn-rädern und einer Programmwalze wie bei einem Glockenspiel, in der Größe eines Esstisches für acht Personen.




Fraktion des Gemeinsamen

von Katja Kipping Gregor Gysi hat viele Verdienste – nicht nur für unsere Partei. Beispielhaft erwähnen möchte ich sein Wirken für das Zusammenwachsen von Ost und West und seine brillante Art und Weise, soziale Missstände zu thematisieren. Wenn ein so außergewöhnlicher Politiker die erste Reihe der politischen Bühne verlässt, ist dies ein Verlust. Deshalb möchte