Tag: Asyl

Hoyerswerda: war da nicht was?

von Caren Lay „Mensch und Natur vor der Kamera“, „Soziale Netzwerke – Sinn oder Unsinn?“, „Geldanlagen auf dem Grauen Kapitalmarkt – Welche Risiken gibt es?“. Das ist der Veranstaltungskalender der Stadt Hoyerswerda für den Zeitraum 17. bis 21. September 2016. Fehlt da nicht was? Vor 25 Jahren, im September 1991, gab es in Hoyerswerda tagelange




„Es ist, als wäre man in einer Zeitschleife gefangen“

Grit Maroske wurde 1969 in Rasewalk/Mecklenburg geboren. Sie ist Mutter von fünf Kindern und seit ihrer frühesten Jugend politisch aktiv. Sie setzt sich u.a. für sozialverträglichen Stadtumbau, Integration von Asylsuchenden und den Kampf gegen Rassismus ein. Sie ist Mitbegründerin des Bürgerbündnisses „Hoyerswerda hilft mit Herz“ und lebt heute als freie Autorin in Hoyerswerda. Simone Hock




Böses Erwachen in der Türkei

Die Vereinigte Linksfraktion bei syrischen und nichtsyrischen Flüchtlingen von Cornelia Ernst Es ist reichlich verrückt, am 1. Mai nach Istanbul zu fahren und sich in einem Hotel am Taksimplatz einzumieten. Als ich dort ankam, war alles abgesperrt, mittendrin das Hotel. Überall Militär. Ein paar Stunden vorher war dort ein 57jähriger Mann von Polizisten erschossen worden,




Refugees Welcome! Zum Auftakttreffen der LAG Migration und Asyl

von Anja Eichhorn, Europabüro Dr. Cornelia Ernst 18. Februar, Haus der Begegnung in Dresden: Auf Initiative von Juliane Nagel und Cornelia Ernst war zum 1. Auftakttreffen der Landesarbeitsgemeinschaft Migration und Asyl eingeladen worden. Ziel war es, sich angesichts der aktuellen Herausforderungen zu asyl- und migrationspolitischen Fragen zu verständigen und die Landesarbeitsgemeinschaft neu zu beleben. In




Steter Tropfen höhlt den Stein

von Marco Mätze Unterbringungs- und Kommunikationskonzept im Landkreis Sächsische Schweiz – Osterzgebirge Beim Thema Asyl wird der Bundesregierung zu Recht Konzeptlosigkeit vorgeworfen. Auch viele Landkreise reagieren momentan mehr spontan als konzeptvoll auf die Herausforderungen. Im Landkreis Sächsische Schweiz – Osterzgebirge wurde 2011 ein erstes Integrationskonzept beschlossen. Bereits vorher war der Landkreis einer der ersten in




Eine Frage des Klimas

von Rico Gebhardt Die Studie der UniQma im Auftrag der drei großen sächsischen Tageszeitungen konstatiert eine bundesweite Image-Verschlechterung für Sachsen. Rund 54 % der Befragten (ohne Sachsen) meinen, der Freistaat sei fremdenfeindlicher als der Rest der Republik. Dem widerspricht eine Mehrheit der Sachsen – 54 %. Ich glaube, diese Mehrheit hat Recht. Das mag verwundern.




Eine gemeinsame Antwort finden

von Rico Gebhardt Ein Blick in den Kalender verrät: Ein Jahr ist seit der letzten Landtagswahl vergangen. Ein Jahr? Nur ein Jahr? Ja, tatsächlich. Es mutet anders an: Die Zeiten haben sich geändert. Die Wirklichkeit, die wir noch im August 2014 vorfanden, erscheint eher als entfernte Vergangenheit. Seit einem Jahr beschäftigen uns ganz andere Fragen:




Es reicht!

von Rico Gebhardt Seit Oktober widme ich diese Kolumne aller zwei Ausgaben dem Thema Asyl und Rassismus. Jedes einzelne Mal verbunden mit der Hoffnung, es nicht wieder tun zu müssen. Doch ich muss es tun. Schon wieder. Und ich habe es satt. Es brennen Asylunterkünfte. In Freital steht der Mob vor der Unterkunft. Ein mutmaßlicher




Flucht und Ankommen – Perspektiven asylsuchender Frauen in Europa

von Cornelia Ernst Meist ist es so, dass die Bilder von Flucht und Asyl mit Bildern von jungen Männern verbunden sind. Das verwischt die Realität, denn weltweit sind 80 % aller Flüchtlinge weiblich. Frauen gehen hierzulande, wenn von Flucht gesprochen wird, als „Teil der Familie“ in derselben unter. Ganz selten spielen sie im Kontext von




Eine neue „Lex Roma“?

Ein Tag wider die Diskriminierung von Asylsuchenden Von Juliane Nagel Ein dichtes Programm stand am 7. Juni in Leipzig bevor. Anstatt das derzeit dringliche Thema der verschärften Abschottung der EU und Deutschlands gegen Flüchtlinge aus den Teilstaaten des ehemaligen Jugoslawiens hinter den Türen des Europaparlaments in Brüssel zu erörtern, wollten wir vor Ort mit Betroffenen