Tag: Antisemitismus

Vor Ort bei der Regiestelle des Bundesprogramms ‚Demokratie leben!’

von Michael Leutert Die Gemeinde Schleife liegt in einer fast idyllisch zu nennenden Ecke der sächsischen Lausitz. Viel Wald gibt es hier, den Halbendorfer See, das Naturschutzgebiet Altes Schleifer Teichgelände und so einiges mehr. Doch galt mein Besuch nicht den Schönheiten der Gegend, sondern dem der Regiestelle Schleife im dortigen Bildungszentrum. Im ehemaligen Zivildienstzentrum werden




BI „Leipzig Korrektiv“ besucht anlässlich einer Recherchereise Edit Pikács

Am 12. April 2014 besuchten die deutsch-ungarische Kulturwissenschaftlerin Magdalena Marsovszky, Stephan Bosch und Richard Gauch, allesamt Mitglied in der Bürgerinitiative „Leipzig Korrektiv“ sowie der Bürgerrechtler Aladár Horvath Frau Edit Pikács in Galgagyörk. Etwa zehn Prozent der Bevölkerung in Ungarn sind Roma. Viele von ihnen leben in ärmlichen Verhältnissen. Auch andauernde Diskriminierung und Ausgrenzung von der




Russländischer Emigrantenfaschismus in Nazideutschland

von Karl-Heinz Gräfe Im Sog anwachsender faschistischen Bewegungen in Italien, Deutschland, Spanien formierten sich auch innerhalb der 1,6 Mio. Emigranten aus Russland in den 20er und 30er Jahren weltweit faschistische Parteien mit insgesamt 40 000 Mitgliedern – u. a. in Bulgarien und Jugoslawien (1930 Nationaler Bund der Russischen Jugend), in China einschließlich der japanisch besetzten




Über 2014 hinaus denken – der 13. Februar in Dresden

„Alle Jahre wieder“ ist man versucht zu sagen, wenn der 13. Februar in Dresden ansteht. Und lange schien dieser Satz auch eine gewisse Gültigkeit zu haben. Nun aber hat sich die Lage geändert und 2014 könnte zu einem entscheidenden Jahr werden. Eines ist bereits erreicht: Die Nazis versuchen gar nicht erst, zu marschieren, der Trauermarsch




Zeitgespräch der Gesellschaft

von  Maximilian Kretzschmar Am 12. September wurde der amerikanischen Philosophin Judith Butler in der Paulskirche zu Frankfurt a. M. der Adorno-Preis verliehen. Weil sie Hamas und Hisbollah vor einigen Jahren der globalen Linken zurechnete und Boykotte gegen Israel unterstützt, brach Wochen vor der Würdigung eine polarisierende Debatte in deutschen Medien aus – nachfolgend einige Bemerkungen




Vor 30 Jahren starb Robert Havemann

Von Ralf Becker Als ich in den 80er Jahren studierte, begegnete mir der Name Robert Havemann nicht ein einziges Mal. Aber vorher in der „FDJ-Initiative Berlin“ hatten mir Kollegen, Arbeiter von ihm erzählt. Sein Streit mit den in der DDR Herrschenden hatte gerade das letzte Stadium erreicht: 1976 Aufenthaltsbeschränkung auf das eigene Grundstück, 1979 Klage




Antisemitismus und Israelkritik. Das Konzept der Grauzone

Die aktuelle mediale Debatte, scheinbar wissenschaftlich untermauert durch eine bisher nicht endgültig publizierte Studie, schien eines deutlich gemacht zu haben: Die LINKE hat ein Problem mit Antisemitismus. Nach den öffentlichen Stellungnahmen einiger Politikerinnen und Politiker aus dem Reformer-Flügel und insbesondere nachdem die Fraktion in einer Erklärung gegen Antisemitismus beschlossen hatte, sich nicht wieder an der




…und morgen das ganze Land

Das neue Buch von Michael Kraske und Christian Werner kurz rezensiert von Rico Schubert in ### 7-8 2008 „Anti-Nazi-Pochoir“ Bild: No Pants Day ;-), bestimmte Rechte vorbehalten Die beiden Autoren Michael Kraske und Christian Werner bringen harte Fakten anschaulich illustriert anhand zahlreicher Interviews – mit Opfern und Streetworkern, mit Aussteige-Helfern und Verfassungsschützern. Anschaulich ist hier




Antisemitismus? – Antizionismus? – Israelkritik?

Am Montag, dem 30.06.2008, 15:00 Uhr wird im Hörsaalzentrum der TU Dresden, Bergstraße 64, Hörsaal 2 die Ausstellung „Antisemitismus? – Antizionismus? – Israelkritik?“ eröffnet. Zu sehen ist sie bereits ab morgen (Freitag, 27. Juni) bis zum 3. August. Bild: „Tear down that wall“ von cactusbones, bestimmte Rechte vorbehalten Themen / Referenten: Begrüßung: Prof. Hermann Kokenge,




5 Richtigweisungen, um die aktuelle »Antisemitismus in der DDR«-Debatte zu beenden

In Links! 9/2007 berichtete Juliane Nagel von der Ausstellung „Das hat es bei uns nicht gegeben“ [FN]. Ingo Groepler-Roeser nennt 5 Gründe, weshalb eine solche „Debatte“ weniger Wagnis als Torheit ist* 1. Verordneter Antifaschismus. Ein Hauptvorwurf der Ausstellungsmacher lautet, der verordnete Antifaschismus in der DDR hätte eine „echte Aufarbeitung“ der Nazivergangenheit verhindert und somit einem