Wider die Legendenbildung „Soziale Marktwirtschaft“

Von Prof. Dr. Kurt Schneider Der wirtschaftliche Wiederaufbau in den westlichen Besatzungszonen Deutschlands wird im historischen Rückblick oft als „Wirtschaftswunder“ bezeichnet. Diese Entwicklung sei in der „Sozialen Marktwirtschaft“ begründet gewesen, die mit der Währungsreform am 20. Juni 1948 ihren Anfang genommen habe. Mehr noch: Der Aufstieg der Bundesrepublik Deutschland zu einer der führenden Industrienationen wäre




Anti-Kriegs-Denkmale im sorbischen Crostwitz

Von Dr. Dieter Rostowski Sorbische Kunst und Kultur gehörten immer schon zum Alltag der Menschen in der Lausitz und wirken über unsere Grenzen hinaus. So gab es im Rahmen internationalen Zusammenwirkens viele Begegnungen von sorbischen Kulturgruppen mit Funktionären der Domowina, dem Dachverband sorbischer Vereine und Vereinigungen, und Gästen aus dem benachbarten Ausland. Ein solches Treffen




Nicht nur Bücher gesucht

Eine Bilanz zu fünf Monaten LINKE Leseratte – Hilfe ist erwünscht! Von S. Schenck und S. Soult Seit dem Start des Projektes „LINKE Leseratte“ im Mai 2017 melden sich immer mehr Menschen, die ihre Bücher oft aus Platzgründen, aber auch Mangels eigenem Interesse der Leseratte übergeben. Auch für die Anschaffung neuer Bücher braucht man Platz




Das Ringen um die kulturelle Hegemonie

Jour fixe erkundet nach AfD-Wahlerfolg intellektuelle Strategien der Neuen Rechten. Von Wulf Skaun Jour fixe als Idee: kollektive Aneignung themenrelevanter Literatur für tieferes Verständnis aktueller realpolitischer Vorgänge. Jour fixe als Praxis: Der unkonventionelle Gesprächskreis an der Leipziger Dependance der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen erkundet Mitte Oktober auf seinem 26. Treffen den Ideengehalt des vielbeachteten Buches von Volker




„Der Name Pellmann hat gezogen“

Marko Forberger sprach mit Sören Pellmann, dem einzigen in Sachsen direkt gewählten LINKEN Bundestagsabgeordneten. Unterstützt vom Wahlkampfmaskottchen „roter Bär“ haben Sie in Leipzig einen großartigen Erfolg erzielt. Was waren die ausschlaggebenden Punkte, denn der Trend ging ja insbesondere in den östlichen Bundesländern in eine andere Richtung? In der Tat trotzen wir dem allgemeinen Abwärtstrend der




100 Jahre Oktoberrevolution – Last und Chancen für Linke

von Volker Külow Am 7. November jährt sich zum 100. Mal der Jahrestag der russischen Oktoberrevolution. Wie immer über dieses Ereignis beurteilt wird: Es bildet eine Zäsur in der Menschheitsgeschichte. Erstmals wurde der Versuch unternommen, aus dem imperialistischen Weltsystem auszubrechen. Er sollte das Ende von Profitmacherei und Krieg bringen. Zunächst in Russland, dann in der




Warum wir eine feministische Mobilisierung brauchen!

von Malin Björk Ich bin mir sicher, dass einige von Ihnen die #metoo-Kampagne verpasst haben. Sie hat das Ausmaß der sexuellen Belästigung und des Missbrauchs deutlich gemacht, der Frauen auf der ganzen Welt, in allen Klassen, zu Hause, bei der Arbeit und in der Öffentlichkeit täglich ausgesetzt sind. Obwohl die schrecklichen Statistiken zu Gewalt und




Sprachrohr linker Traditionspflege

„Mitteilungen“ informieren über Aktivitäten des Förderkreises Archive und Bibliotheken zur Geschichte der Arbeiterbewegung. Von Wulf Skaun Die Geschichte der Arbeiterbewegung droht in staatlichen bundesdeutschen Bildungseinrichtungen nach der Epochenwende ins Abseits gedrängt zu werden. Pläne, sie zu bewahren und weiter zu erforschen, signalisieren tendenziellen Rückbau. Umso verdienstvoller das Wirken jener, die sich, zumal im Ehrenamt, der




1,5 Millionen Überstunden

Der Personalmangel in der Pflege gefährdet Menschenleben, warnt Susanne Schaper Die demografische Entwicklung spiegelt sich in der Zahl der vollstationären Krankenhausbehandlungen. 2016 wurden über eine Million Patientinnen und Patienten in den 78 sächsischen Krankenhäusern behandelt. Die Aufwüchse beim Personal dagegen halten mit dieser Entwicklung nicht Schritt. Das belegen die 1,5 Millionen Überstunden, welche die Pflegekräfte




Per (Schnell-)Bahn von Dresden nach Prag?

Von André Hahn „Ich bin glücklich, dass die 43 Kilometer lange Neubaustrecke nun endlich in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes aufgenommen wurde“, erklärte der sächsische Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) im Medienservice Sachsen am 26. August 2017, kurz vor der Bundestagwahl. Das war nach Auskunft der Bundesregierung auf die Anfrage der LINKEN im Bundestag zum Thema