Category: Wirtschaft

Magdeburg: Linker Aufbruch statt LINKE Ratlosigkeiten

von Pieter Potgieter „Saft- und kraftlos“, nennt Gysi seine Partei vor Magdeburg. Als ob es das allein wäre! Sarah Wagenknecht verbittet sich das Genöle des alten Granden. Sie hat wenigstens schon lange vor Gysi erkannt, dass man vor den Wahlen die Wähler nicht verprellen darf – doch die Parteispitze war wieder mal klüger. „Wagenknechts Meinung



Gelebte Solidarität im Betrieb: Ein Dank an die Amazon-Vertrauensleute

von Christian Rother Gewerkschaftliche Arbeit innerhalb eines Betriebes läuft über das Ehrenamt der Vertrauensleute. Diese organisieren Aktionen innerhalb und außerhalb des Betriebes und sind zusammen mit hauptamtlichen Gewerkschaftssekretären verantwortlich für die Planung und Durchführung von Streiks. Die Motivation, dieses Ehrenamt auszuüben, ist oft die Gleiche: Der Wille, etwas zu verändern und Einfluss auf eine positive




Schiene ohne Bahn, Bahn ohne Schiene

Zum Stellenabbau bei Bombardier in der Lausitz von Caren Lay Als Bahnland hat Sachsen eine lange und große Historie. Die erste Bahnfernstrecke wurde zwischen Dresden und Leipzig 1839 in Betrieb genommen. Mit der „Saxonia“ wurde bereits ein Jahr zuvor in Dresden die erste funktionsfähige Dampflokomotive in Deutschland gebaut. Insofern war Sachsen über eine lange Zeit




Die vielen Säulen Linker Wirtschaftspolitik – Eine Replik

von Axel Troost Mein Beitrag zu Grundlagen linker Wirtschaftspolitik in der Dezember-Ausgabe wurde in der Folgeausgabe mehrfach kommentiert. Dies hat mich sehr gefreut und ermuntert, die Diskussion zu Möglichkeiten und Grenzen links-keynesianischer Wirtschaftspolitik fortzusetzen. Es ging und geht mir nicht darum, linke Wirtschaftspolitik auf die Person Keynes oder einen Linkskeynesianismus zu verengen und anderen Ansätzen




Die Blauäugigkeit des Neokeynesianismus

von Bernd Czorny Die Debatte um die theoretischen Grundlagen linker Politik, ausgelöst von Axel Troost, hat offensichtlich Fahrt aufgenommen. Jürgen Leibiger und Ronald Blaschke erwiderten das Diskussionsangebot. Diese hier angelaufene Diskussion ist in jedem Falle zu begrüßen, da linke Politik theoretischer Grundlagen und Begründungen bedarf. Während Troost und Leibiger davon ausgehen, dass das von Keynes




Keynes als Theorie-Fundament für „linke“ Wirtschaftspolitik – wirklich?

von Ralf Becker „Der sich fortwährend beschleunigende Strom von Ereignissen macht uns blind für die unabgegoltenen Wahrheitsgehalte des Vergangenen“. Was Oskar Negt, Soziologe, in seiner akademischen Abschiedsvorlesung 2002 formulierte, trifft voll und ganz auf den Beitrag von A. Troost in Sachsens Linke! 12 / 2015 zu. Dank gilt den Kritikern Dr. J. Leibiger, R. Blaschke




Propaganda II

von Christian Rother Amazon versucht durch verschiedene Maßnahmen, ein absolut positives Bild von sich zu vermitteln. Eine immer wiederkehrende Maßnahme ist das sogenannte „All-Hands“. Das ist eine verpflichtende Veranstaltung für alle Mitarbeiter in einem Amazon-Versandhandelszentrum. All-Hands-Treffen finden zwei- bis viermal pro Jahr statt, je nach Bedarf der Geschäftsleitung. Das letzte All-Hands gab es am 2.




Braunkohleausstieg jetzt!

von Paul Gruber Immer noch sucht Vattenfall Käufer für seine fünf Braunkohle-Tagebaue und vier Kohlekraftwerke in den neuen Bundesländern. Die Bieterfrist ist Mitte März abgelaufen. Angebote gab es von den tschechischen Konzernen EPH und Vršanská uhelná. Das große Problem für die Branche ist, dass im Moment alle Akteure mit der Braunkohle „Geld verbrennen“. Derzeit sind




Französischer „Neo-Kommunist“: „Migrationsstrom ist die Quittung für die westliche Politik“

von Ralf Richter Allein Frankreich hat in den vergangenen vierzig Jahren fünfzig Militärinterventionen in Afrika durchgeführt. Der Kontinent ist drei Mal so groß wie Europa, sieben von zehn erwerbstätigen Afrikanern arbeiten in der Landwirtschaft – vergleichbare Verhältnisse gab es in Deutschland um 1850. Eines der verheerendsten Beispiele einer Intervention war die Bombardierung Libyens und die



Irreführung und Manipulation als Rechtszustand

von Ralf Becker Selbst aus der Sicht des einfachen Konsumenten von Lebensmitteln (Ich schreibe bewusst nicht „Verbraucher“, weil dies ein unwissenschaftliches Paradigma assoziiert!) hört die politische Aufregung nicht auf. Da will man kein Schweinefleisch mehr, weil es der Arzt empfahl. Aber was drauf steht, ist lang noch nicht drin. Beispiel „Kalbsleberwurst“: mehr Schweineleber als Kalbsleber