Category: Medien

Odetta

Jens-Paul Wollenberg über eine große Sängerin, die große Sängerinnen und Sänger geprägt hat Sie gilt immer noch als die Folkikone Nordamerikas, obwohl sie sich stets gegen solche Titel sträubte. Sie verstand sich vielmehr als politisch engagierte Protagonistin, die sich genreübergreifend in keine Schublade stecken ließ. In den Fünfzigern begann ihre musikalische Karriere mit einem Repertoire,




Start ins Karl-Marx-Jahr-2018

Von Marcus Boës „Es ist nicht das Bewusstsein der Menschen, das ihr Sein, sondern umgekehrt ihr gesellschaftliches Sein, das ihr Bewusstsein bestimmt.“ (Karl Marx, 1859) Welche Brisanz in diesen Worten steckt, führt uns die Gegenwart Tag für Tag vor Augen. Das Sein, die Lebenswelt der Menschen, ihre Erfahrungen sind es, die Entscheidungen und Zukunft prägen.




Warum tunesische Jugendliche in Boote steigen

Von Ralf Richter Es geschehen manchmal Dinge in Dresden auf engstem Raum, die man nicht für möglich halten sollte. Die Dresdner Neustadt ist ein alternatives Viertel, da passen die Rosa-Luxemburg-Stiftung und das Büro der Vorsitzenden der Linkspartei Katja Kipping hervorragend hin. Vor einigen Jahren hat sich keine 50 Meter entfernt eine „Kosmotique“ angesiedelt: Junge engagierte




Kultur, aber wie?

Von Franz Sodann Seit 1994 gibt es in Sachsen das Kulturraumgesetz. Mit dem Ziel, die Theater- und Orchesterlandschaft zu erhalten, entstanden drei städtische Kulturräume (Chemnitz, Dresden und Leipzig) und fünf ländliche (Vogtland-Zwickau, Erzgebirge-Mittelsachsen, Leipziger Raum, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und Oberlausitz-Niederschlesien). Auf den ersten Blick ist das deutschlandweit einmalige Gesetz ein Erfolgsmodell. Auch die LINKE stellt es




Iran: Dieses Regime verdient keine Rechtfertigung

Von Stefan Liebich Kurz vor dem Jahreswechsel gingen in Maschhad, im Osten der Islamischen Republik Iran, Menschen auf die Straße, um gegen Korruption und steigende Preise zu protestieren. Schnell wurden aber auch politische Forderungen erhoben: „Nicht Gaza, nicht Syrien, nicht Libanon, wir opfern uns nur für den Iran“, hieß es unter anderem. In Windeseile verbreiteten




Späte Vergeltung der AKP-Diktatur gegen die HDP

von Hakan Tas Anfang Dezember habe ich den Prozess gegen die HDP-Co-Vorsitzenden Figen Yüksekdag und Selahattin Demirtas in Ankara als Prozessbegleiter der LINKEN beobachtet. Die HDP-Co-Vorsitzenden befinden sich seit etwa einem Jahr in Haft. Der türkische Staatspräsident Erdogan nutzt den bis zum heutigen Tage verlängerten Ausnahmezustand nach dem gescheiterten Putschversuch, um Kritiker, Oppositionelle und Menschenrechtler




Mehr als 50 Jahre Tete-a-tete mit Rosa Luxemburg.

Annelies Laschitza und ihr Leben auf den Spuren der großen Sozialistin Von Holger Czitrich-Stahl Denkt man an Annelies Laschitza, so gilt der nachfolgende Gedanke umgehend Rosa Luxemburg. Wohl niemand kann der gebürtigen Leipzigerin in Sachen Luxemburg-Forschung das Wasser reichen. Und „Sich treu bleiben und heiter sein“, diese Maxime passt genau. Als ich sie vor einigen




„Ich kann nicht aus Hass schreiben“

Der Leipziger Schriftsteller Norbert Marohn war zu Gast bei Jour fixe. Von Wulf Skaun Jour fixe einmal anders: Für die 29. Auflage wagten Manfred Neuhaus und Michael Zock ein Experiment. Und so kam der unkonventionelle Gesprächskreis in der Leipziger Dependance der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen Mitte Dezember als gestaltetes Interview daher. Mikrofon-Profi Michael Zock befragte den einheimischen




Die vom Proletariat aller Länder im Stich gelassene Revolution

Von Prof. Dr. Kurt Schneider Mit heutigem Wissen, aber auch mit der notwendigen Kompetenz hat Stefan Bollinger eine Arbeit zum 100. Jahrestag der Russischen Oktoberrevolution 1917 vorgelegt, die sich von so mancher Publikation zu diesem welthistorischen Ereignis positiv unterscheidet. Die vorherrschende Meinung aller an Marx geschulten Sozialdemokraten war, wie Bollinger im historischen Rückblick vermerkt, eindeutig:




Diva der arabischen Welt

Jens-Paul Wollenberg über Umm Kulthum Sie wurde als leuchtender Stern des Morgenlands bezeichnet und gilt ohne Zweifel als die ungekrönte Königin der arabischen Sangeskunst. Obwohl Umm Kulthum bereits vor dreiundvierzig Jahren, am 4. Februar 1975 in Kairo verstarb, genießt sie immer noch den tadellosen Ruf als beste und populärste Sängerin im arabischen Sprachraum Nordafrikas und