Category: Medien

Streitbare Stimme der marxistischen Linken

von Wulf Skaun Sie kommt als Z. daher. Z. in signal-rot. Sinnfällig, denn der vollständige Titel lautet: ZEITSCHRIFT MARXISTISCHE ERNEUERUNG. Sein trutziges, wie in Stein gemeißeltes Versaliendesign mag auf den ersten Blick an neuem, flexiblen linken Denken zweifeln lassen. Doch der zweite Blick, in die Texte hinein, zerstreut alle Bedenken: Die Z. erweist sich von




„Kein Museum für Computer-Nerds“

von Caren Lay „Ich denke, dass es einen Weltmarkt für vielleicht fünf Computer gibt.“ (Thomas Watson, IBM-Chef, 1943). „Es gibt keinen Grund dafür, dass jemand einen Computer zu Hause haben wollte.“ (Ken Olson, Präsident von Digital Equipment, 1977) Diese Zitate finden sich im Zuse-Museum Hoyerswerda an der gläsernen Außenwand, die Besucher und Passanten trennt und




Arbeitsgemeinschaften im Kreis Meißen: Was tun mit dem Mitspracherecht?

von Simone Stegner Verblüffung. Im August 2011 titelte der konservative Herausgeber der FAZ, Frank Schirrmacher: „Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat“. Dunnerlittchen! Und erklärte, „dass er als Konservativer anerkennen müsse, dass die gegenwärtige ,bürgerliche‘ (Anführungszeichen von Schirrmacher) Politik unter anderem zu schlechteren individuellen Lebensmöglichkeiten und größerer Ungleichheit geführt habe und die Linke




Folksänger und Menschenrechtler – Harry Belafonte zum Neunzigsten

von Jens-Paul Wollenberg Harry Belafonte wurde am 1. März 1927 in New York geboren. Einen Teil seiner Kindheit verbrachte er jedoch in Jamaika, wo er unweigerlich mit den temperamentvollen Rhythmen der Calypso-Musik konfrontiert wurde. Sie erklang überall, landauf, landab, auf den Marktplätzen, in den Gassen der Städte, in den Caféhäusern, und löste bei ihm eine




Gastland Litauen auf der Leipziger Buchmesse

von Ralf Richter Es gibt eine Münchhausen-Geschichte, die mich als Kind tief beeindruckt hat. Mitten im klirrend kalten Winter überfällt Münchhausen in einer tief verschneiten Gegend, wo er nur eine weiße Wüste um sich sieht, die Müdigkeit. Rasch bereitet er sich ein warmes Lager, auf dem er sich ausbreiten kann, und macht sein Pferd an




Die unglaubliche Geschichte Koreas

von Ralf Richter Anna Kims „Die große Heimkehr“ ist der erste Roman, der uns die Geschichte der Samsung-Hersteller und der Kim-Dynastie in Pjöngjang näher bringt. Mit fortgeschrittenem Alter versteht man besser, dass es Dinge gibt, die wir nicht wissen können und andere, die wir nicht wissen sollen. Das trifft für beide Koreas wie für beide




Linke Medienakademie – LiMA – und Rote Reporter

von Simone Hock Sie ist seit vielen Jahren gute Tradition: Die Linke Medienakademie im Frühjahr eines jeden Jahres in Berlin. Initiiert vor vielen Jahren von der Bundesarbeitsgemeinschaft Rote Reporter, gibt es inzwischen einen eigenen, gleichnamigen Trägerverein Linke Medienakademie e. V. Geblieben ist die wohl größte linke Bildungsakademie für linke Medienmacherinnen und Medienmacher mit einem vielfältigen




OXI – eine Wirtschaftszeitung für alle

Die Schere klafft immer weiter auseinander: Auf der einen Seite Multimillionäre und Milliardäre – das reichste Prozent –, auf der anderen Seite die 99 Prozent, deren Arbeits- und Lebensverhältnisse sich seit Jahrzehnten nicht verbessert haben. Das ist so in den USA, mindestens ähnlich in Europa. Insbesondere Merkel-Deutschland huldigt dem neoliberalen Wirtschaftsmodell. Doch es gibt Menschen,




70 Jahre Junge Welt

Geschmäht, ignoriert, fast vernichtet, doch einfach nicht tot zu kriegen – die junge welt hält Kurs von Ralf Richter Doch: Es ist schön, dass es sie noch gibt. Petra Pau, Gregor Gysi und Katja Kipping lieben sie nicht gerade – andere hassen sie gar. Der Umgang mit ihr ist ein Sinnbild für die innere Zerrissenheit




Film(Nach)Betrachtung: „Gewissen in Aufruhr“

von René Lindenau Es gibt Dinge, die drängen sich immer wieder auf. Dazu gehören bestimmte Ereignisse in unserem Leben oder dem unserer Vorfahren. Aber auch Bücher oder Filme, die sich mitunter tief in das Gedächtnis eingraben und prägend für das künftige Handeln sind – so sollte es jedenfalls sein –: wie beim fünfteiligen DDR-Spielfilm „Gewissen