Category: Medien

Zwischen dem Wunsch nach Harmonie und innerparteilicher Demokratie

Katja Kipping zur Auswertung des Leipziger Parteitages Kurz nach dem Parteitag stand ich früh vorm JobCenter, um mit Hartz IV-Betroffenen ins Gespräch zu kommen. Dabei fragte mich ein Dresdner, ob stimme, was die Medien über den LINKEN Parteitag sagen würden: dass es um Streit zwischen Sahra Wagenknecht und mir ginge. Nein, denn der Verlauf des




Sag, wolltest Du nicht noch …

Von Michael Grunst Es war ein trauriger Juni, Sommeranfang 1998: Überall die Meldung, dass der Liedermacher Gerhard Gundermann tot ist. Gundi ist tot? Warum gerade er, ging es mir durch den Kopf. Warum schon wieder ein Guter? Hatten wir nicht im August 1998 noch eine Konzertverabredung auf der Freilichtbühne Weißensee? Zur Verabredung kamen dann viele,




Das Leben der Anderen! LGBTIQ auf europäisch

Von Cornelia Ernst Die anderen, das sind sie schon immer gewesen, die „vom anderen Ufer“. In Polen oder Ungarn ist es schwerer geworden, dieses Andere vor den anderen zu behaupten. In Polen muss eine Transgenderfrau, die geschlagen wurde, den Täter faktisch der Polizei frei Haus liefern, der dann keine hohe Bestrafung erwarten muss. In Ungarn




Ein Besuch beim Bücher-Retter Peter Sodann

Das goldene Schild neben dem Eingang zur Peter-Sodann-Bibliothek auf dem Rittergut Staucha trägt einen etwas sperrigen Vereinsnamen: „Verein zur Förderung, Erhaltung und Erweiterung einer Sammlung von 1945 bis 1990 im Osten Deutschlands erschienener Literatur (Peter-Sodann-Bibliothek) e.V.“ Anspruch und Formulierung scheinen manch einen zu überfordern, auch Spender: In einem Büro hängt eine Spendenurkunde vom Freundeskreis Miniaturbuch




Quo vadis, DIE LINKE?

Von René Lindenau Beginnen wir ganz profan und fragen: Wozu sind Parteien da? Was treibt sie an? Sie vertreten Interessen und stehen für ein Programm, das die jeweiligen politischen Mitbewerber nicht vertreten. Soweit so gut. Problematisch wird es nur, wenn eine Partei nur mit sich selbst beschäftigt ist, die Öffentlichkeit scheut und wenn sie Sitzungen




Autoritäre Krisenlösung

Von Jochen Mattern Dass die sächsische Regierungspolitik in einer schweren Legitimationskrise steckt, dürfte kein ernst zu nehmender Beobachter bestreiten. Zu Beginn der Legislaturperiode verbreitete Stanislaw Tillich, der alte und neue Ministerpräsident, noch Zuversicht. In seiner Regierungserklärung vom November 2014 gab er sich überzeugt davon, dass „das Volk in freier und geheimer Wahl“ der Regierung aus




Herausragender Lied-Poet von internationalem Format

Jens-Paul Wollenberg über deutschen Folk, das Plattdeutsche und den Niederländer Helmut Debus Es war die Zeit der Rückbesinnung auf eigene Identität in Sachen Volksmusik, die Geburtsstunde des deutschen Folk-Revivals, Ende der Sechziger bis Mitte der Siebziger. Bis dahin gab es zwar auch schon Folkmusik, aber mehr oder weniger wurde irische, schottische oder amerikanische Folkmusik nachgespielt




Alte Wunden, die langsam heilen könnten?

Von Prof. Dr. Kurt Schneider Der von Uli Schöler und Thilo Scholle herausgegebene Sammelband umfasst Beiträge von 33 Autorinnen und Autoren, die an dieser Stelle nicht im Einzelnen erwähnt werden können. Vielmehr soll das konzeptionelle Anliegen der Publikation besprochen werden, die Überlegungen sozialdemokratischer Historiker enthält, die nicht unbeachtet ausklingen sollten, sondern Aufmerksamkeit und sorgfältige Prüfung




Konferenz zum Epochenbruch 1914 – 1923

Von René Lindenau Schon im Februar 2018 lud die Historische Kommission der LINKEN im Rahmen einer wissenschaftlichen Konferenz zu einer Reise in die Vergangenheit nach Berlin ein. Geschichtliche Haltepunkte waren der Epochenbruch und die damit verbundenen revolutionären Ereignisse jener Jahre: Februarrevolution, Oktoberrevolution und die deutsche Novemberrevolution. Ganztägig wurde referiert und debattiert. Groß war somit der




Dem Prinzen vertrauen

Von Caren Lay Man muss die Musik von Sebastian Krumbiegel, Frontmann der Leipziger Popgruppe „die Prinzen“, nicht mögen. Aber wenn es um das Engagement gegen Rechts geht, ist auf ihn Verlass. So auch in Ostritz, wo am 20. Und 21. April etwa 1.000 Neonazis ihr „Schild und Schwert Festival“ (kurz SS-Festival) abhielten. Die Prinzen und