Category: Kultur

Das „LOVE ME GENDER“ in Leipzig – drei Tage feministisch, immer feministisch

von Josephine Witt Die Räume des Interim sind voll, die Pinnwände gefüllt mit Begriffen wie „Empowerment & Solidarität“, „hegemoniale Männlichkeit“, „geschlechterneutraler Konsum“ und „Rollenbilder aufbrechen“, Urinellas mit der Aufschrift „Wir pissen aufs Patriarchat“ liegen an der Anmeldung aus und überall sind junge Menschen, die interessiert miteinander diskutieren oder aufmerksam den Vortragenden lauschen. Das Plakat an




Chuck Berry – Rock’n’Roll will never die

von Jens-Paul Wollenberg Er befreite die E-Gitarre vom Ruf eines Begleitinstruments und revolutionierte ihre Bedeutung in der Rockmusik, indem er die bis dahin übliche Trennung zwischen Melodie- und Rhythmusfunktion überwand und so eine völlig neue Spielweise ermöglichte. Gesang und Gitarrenriffs ergänzten einander und boten freieren Raum auf dem rhythmischen Fundament von Bass und Schlagzeug. Ein




Kommunikation in der Kommunalpolitik – Ein Seminarbericht

von Konrad Heinze Am Wochenende vom 24. bis zum 26. Februar fiel der Startschuss für die dreiteilige Seminarreihe „Kommunikation in der Kommunalpolitik“ des KFS e.V. im Landhotel Frankenberg. Unter der kompetenten Anleitung unserer Trainer*innen Dr. Christian Wirrwitz und Dr. Romy Jaster beschäftigten wir uns zunächst mit den Grundlagen konstruktiver Kommunikation. Es ist schon erstaunlich, wie




„Wir müssen noch mehr ausschwärmen“

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen e. V. (RLS) hielt am 18. März ihre ordentliche Mitgliederversammlung ab. Ihr Vorsitzender Prof. Dr. Peter Porsch erstattete den Bericht des Vorstands. Im Gespräch mit Wulf Skaun bilanziert er die Vereinsarbeit, benennt Aufgaben und Probleme, skizziert mögliche Lösungswege. Mit welcher Motivation haben Sie als Ex-Spitzenpolitiker der LINKEN 2014 den Vorsitz übernommen? Als




Den Perspektivwechsel befördern

von Katja Kipping Wie umgehen mit dem wachsenden Rassismus und dem Hass auf Geflüchtete? Diese Frage ist für viele Linke nicht nur eine theoretische, sondern eine ganz praktische an vielen Infoständen. Zwei Ansätze sollten Linke im Umgang mit Rassismus vermeiden: zum einen die Beschimpfung von Wählerinnen und Wählern, zum anderen, Verständnis heischend rassistische Deutungsmuster zu




Folksänger und Menschenrechtler – Harry Belafonte zum Neunzigsten

von Jens-Paul Wollenberg Harry Belafonte wurde am 1. März 1927 in New York geboren. Einen Teil seiner Kindheit verbrachte er jedoch in Jamaika, wo er unweigerlich mit den temperamentvollen Rhythmen der Calypso-Musik konfrontiert wurde. Sie erklang überall, landauf, landab, auf den Marktplätzen, in den Gassen der Städte, in den Caféhäusern, und löste bei ihm eine




Gastland Litauen auf der Leipziger Buchmesse

von Ralf Richter Es gibt eine Münchhausen-Geschichte, die mich als Kind tief beeindruckt hat. Mitten im klirrend kalten Winter überfällt Münchhausen in einer tief verschneiten Gegend, wo er nur eine weiße Wüste um sich sieht, die Müdigkeit. Rasch bereitet er sich ein warmes Lager, auf dem er sich ausbreiten kann, und macht sein Pferd an




Das sächsische Manchester

Zur Bewerbung der Stadt Chemnitz als europäische Kulturhauptstadt 2025 von Tim Detzner und Mike Melzer „Was ist das schon wieder für eine Idee aus dem Rathaus?“, oder „Totaler Nonsens“, oder „Wieder ein flacher und teurer Versuch des Stadtmarketings, sich bundesweit zu blamieren“. So haben sicherlich viele gedacht, als bekannt wurde, dass Chemnitz sich um den




„Am Anfang war der Tango“

von Jens-Paul Wollenberg So beginnt der Leipziger Sänger Peter Wassiljewski über die Gründung und Entwicklung seines „Leschenko-Orchesters“ zu erzählen. Es war seine Lebensgefährtin, die zufällig auf einen Zeitungsartikel über den sowjetischen Chansonnier Pjotr Leschenko stieß. Leschenko wurde als König des russischen Tango bezeichnet. Als sich das Paar eine CD mit authentischen Aufnahmen aus den 30er




Die akademische Rechte

von Jochen Mattern Nur wenige Tage nach der Wahl des Wortes „Volksverräter“ zum Unwort des Jahres 2016 konnten die Leser der Sächsischen Zeitung entnehmen, weshalb das Unwort, ungeachtet seiner zweifelhaften historischen Herkunft, in den öffentlichen Sprachgebrauch zurückgekehrt ist. In einer als Essay bezeichneten Anklageschrift mit dem Titel „Der böse gute Wille“ bezichtigt deren Autor die