Category: Kultur

Neues vom Herrn b

Jour fixe 37 widmet sich Stephen Parkers neuer Brecht-Biographie. Von Wulf Skaun Haben wir mit Mittenzwei, Hecht, Schumacher und Co. nicht schon zu DDR-Zeiten alles über Bert Brecht gewusst? Die 37. Runde des Leipziger „unkonventionellen Gesprächskreises“ Jour fixe an der RLS Sachsen belehrt uns eines anderen. Im beinahe privatimen Café-Ambiente der „Kleinen Träumerei“, für den




Das französische Chanson und sein ambrosischer Vertreter

Jens-Paul Wollenberg mit Anmerkungen zum Genre und einem Nachruf auf Charles Aznavour (1924-2018) „Chanson“ bedeutet an sich nichts weiter als „Das Lied“, wobei zu beachten wäre, dass nicht unbedingt das Volkslied gemeint ist, das sich im Laufe der Zeit durch historische, politische Ereignisse und gesellschaftliche Veränderungen wandelte. Ursprünglich tauchte der Begriff Chanson bereits im Mittelalter




Ostrock meets Classic

Von René Lindenau Das war ein guter Anfang für ein Wochenende, dieser 21. September in Cottbus. Mit den handelsüblichen Rockmusikern brachte Ostrock meets Classic Liedgut der DDR-Rockszene gemeinsam mit einem Sinfonieorchester auf die Bühne der Stadthalle. Es ging an diesem Abend nicht nur um musikalische Erinnerungen an verflossene Jugendtage, sondern auch um wirklichen Musikgenuss und




Sechste Polnisch-Deutsche Kulturtage in Dresden

Polnische Kulturtage in Dresden gibt es schon lange. Ein wenig wundert man sich, dass ausgerechnet zum 100. Tag der Staatsgründung Polens in Sachsens einziger deutsch-polnischen Stadt Görlitz/Zgorzelec so gar nichts passiert. Aus der Stadtverwaltung Görlitz wird immerhin vermeldet: „Am 11. November, dem Unabhängigkeitstag in Polen, wird wieder eine zentrale Gedenkfeier in unserer Partnerstadt Zgorzelec stattfinden.




Immer wieder wächst das Gras…

Ein Beitrag von Uwe Schaarschmidt zur Premiere des Gundermann-Films bei den Filmnächten am Elbufer Irgendwann im Herbst 1994, hinter der Bühne des Studentenclubs Bärenzwinger in Dresden. Wir stehen vor Gundermann, nach dem Konzert. Schwitzend kaut der schlaksige Liedermacher an einer Körnersemmel und hört sich an, was wir wollen: Ihn, als Musiker, im nächsten Frühjahr, für




Glauchau bewirbt sich um den Titel „Fairtrade-Town“

Schon im Januar fand die erste Informationsveranstaltung zur „Fairtrade-Town“-Kampagne in Glauchau statt, welche vom Oberbürgermeister, einem Vertreter der Freien Wähler, einem Vertreter der CDU, der Wirtschaftsförderung, VertreterInnen aus Kirchen, einer Schule, der örtlichen Presse sowie interessierten BürgerInnen angenommen wurde. Damals hatte die Stadtratsfraktion DIE LINKE eingeladen, um das Projekt vorzustellen und Unterstützung für eine Etablierung




Plakatstadt mit Tradition

Dr. Volker Külow sprach für „Links!“ mit Grit Fiedler (GF), Vorsitzende des Vereins zur Förderung visueller Kultur e.V. und Wolfgang Blaschke (WB), Diplomfotograf und Vereinsmitglied. Beide betreiben mit anderen Vereinsmitgliedern die Plattform www.plakat-sozial.de Leipzig ist eine internationale Plakatstadt mit Tradition, die bis in die Gegenwart lebendig geblieben ist und an die Sie beide augenscheinlich anknüpfen




Seiltänzer auf den Buchstaben

Jens-Paul Wollenberg mit einer Hommage an Hans-Eckardt Wenzel „Schreib Lieder, sagen die Gedichtemacher, schreib Gedichte, sagen die Liedermacher, schreib Prosa, fordern die Essayisten … eine Mixtur der Genres, fließende Grenzen.“ Mit diesen Worten leitete Steffen Mensching sehr zutreffend im Schutzumschlag den ersten Gedichtband Wenzels „Lied vom wilden Mohn“ aus dem Jahr 1984 ein. Denn Hans-Eckardt




Ursachen benennen!

Von Antje Feiks Chemnitz sitzt allen noch in den Knochen. Wieder ein Schreck, der aus Sachsen durch die Bundesrepublik geht, der sich einreiht in die und doch wieder heraussticht aus der Kette an Ereignissen. Entsetzen. Und sofort auch reflexartige Reaktionen. Rechte schlachten den, so wird betont, „Tod eines Deutschen“ aus. Mitte-links reagiert mit Demonstrationen, Künstler*innen




#wirsindmehr

Von Simone Hock Ich war am Nachmittag des 2. September in Chemnitz, die evangelische Kirche hatte zu einer Kundgebung aufgerufen. Zu den Rednerinnen zählten der Ministerpräsident, die Oberbürgermeisterin und verschiedene Kirchenvertreter. Die Chemnitzer Oberbürgermeisterin wies darauf hin, dass sowohl das Tötungsverbrechen, aber auch dessen Instrumentalisierung inakzeptabel seien. Sie sagte auch: Wenn jemand bei der rechten