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	<title>Links! &#187; International</title>
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	<description>Politik und Kultur für Sachsen, Europa und die Welt.</description>
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		<title>Mit dem Rad von Meißen zur Peter-Sodann-Bibliothek und zurück</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 17:00:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gysi kam, auch der Eulenspiegelautor Ernst Röhl und Elmar Faber, der Verleger von Christoph Hein um Peter Sodann zur Eröffnung seiner Bibliothek in Staucha zu gratulieren. Viel ist noch zu tun, die Bücher in den Bananenkisten türmten sich am Eröffnungswochenende um Peter Peter Sodann, einige Regale sind noch nicht aufgebaut und viele aufgebaute Regale sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gysi kam, auch der Eulenspiegelautor Ernst Röhl und Elmar Faber, der Verleger von Christoph Hein um Peter Sodann zur Eröffnung seiner Bibliothek in Staucha zu gratulieren. Viel ist noch zu tun, die Bücher in den Bananenkisten türmten sich am Eröffnungswochenende um Peter Peter Sodann, einige Regale sind noch nicht aufgebaut und viele aufgebaute Regale sind noch leer. Fleißige Hände werden ebenso gesucht wie Geld.  1 Euro von jedem Deutschen wünscht sich Peter Sodann für die Bibliothek. Der nachstehende youtube-Beitrag zeigt, was Autor Ralf Richter bei der Anfahrt über den Elbe-Radweg sah am 13. Mai bei der Tour von Meißen zum Rittergut Staucha und wieder zurück.<br />
<iframe src="http://www.youtube.com/embed/3JER_BInmTg" frameborder="0" width="420" height="315"></iframe><br />
Ab sofort kann man nicht mehr nur virtuell sondern &#8220;in echt&#8221;  vorbei schauen! Wer helfen will sollte  sich an den Verein zur Förderung, Erhaltung und Erweiterung einer Sammlung von 1945 bis 1990 im Osten Deutschlands erschienener Literatur (Peter-Sodann-Bibliothek) e.V.&#8221; wenden.  Die Emai-Adresse ist psb-staucha@t-online.de und <a href="http://www.psb-staucha.de">die Bibliothek</a> am Thomas Müntzer Platz 8 ist von Montag bis Freitag von 8 bis 13 Uhr geöffnet.</p>
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		<title>Kalenderblatt 8. Mai 2012 Tag der Befreiung &#8211; von Zwickau kann Sachsen lernen</title>
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		<pubDate>Tue, 08 May 2012 07:44:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gibt es ein linkes Geschichtsbewusstsein in Sachsen? Antworten auf solche Fragen sucht man heute mit Hilfe des Internets: Man gebe ein: &#8220;8. Mai 2012 Tag der Befreiung LINKE  Sachsen&#8221; &#8211; man kann Sachsen dann auch durch die Wörter Chemnitz, Dresden, Leipzig oder Zwickau ersetzen. &#160; Die positive Nachricht: Das linke Geschichtsbewusstsein ist stärker verbreitet als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gibt es ein linkes Geschichtsbewusstsein in Sachsen? Antworten auf solche Fragen sucht man heute mit Hilfe des Internets: Man gebe ein: &#8220;8. Mai 2012 Tag der Befreiung LINKE  Sachsen&#8221; &#8211; man kann Sachsen dann auch durch die Wörter Chemnitz, Dresden, Leipzig oder Zwickau ersetzen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://links-sachsen.de/wp-content/uploads/8.-Mai-Tafel-am-ehemaligen-Denkmalstandort.jpg"><img class="wp-image-4062 aligncenter" title="8. Mai Tafel am ehemaligen Denkmalstandort" src="http://links-sachsen.de/wp-content/uploads/8.-Mai-Tafel-am-ehemaligen-Denkmalstandort-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Die positive Nachricht: Das linke Geschichtsbewusstsein ist stärker verbreitet als man glaubt. Eine Übersicht über die Aktivitäten an diesem Tag aber sucht man &#8220;online&#8221; vergebens &#8211; doch der Normalbürger kann sich darüber nun einmal nicht durch eine Parteipostille informieren sondern es wäre von Vorteil, wenn sie oder er auf einen Blick erkennen könnte, wo an diesem Tag in seiner Nähe  eine Kundgebung oder eine Gedenkveranstaltung stattfinden. Bedauerlicherweise gelingt das bei den drei Großstädten nicht.  Ganz anders ist die Lage in Zwickau: Die <a href="http://www.vvnbda-sachsen.de/04wowirsind/vvnzwickau/zwickau-termine.html">Homepage des Verbandes der Verfolgten des Naziregimes</a> &#8211; Bund der Antifaschisten Sachsen e.V.  kündigt für 10 Uhr auf dem Sowjetischen Ehrenhain des Zwickauer Hauptfriedhofes eine Kranzniederlegung und Beiträge zum Gedenken an. Anwesend sind: Frau Dr. Pia Findeis (Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau), Sven Wöhl (Stadtvorsitzender der LINKEN in Zwickau),  Andreas Salzwedel (Vorsitzender des Kreisverbandes der LINKEN) und Michail Wetrow vom Russischen Konsulat in Leipzig. Mit anderen Worten, in Zwickau demonstrieren Stadtoberhaupt, LINKE und ein Vertreter Russlands gemeinsam, was es heißt den Opfern der Befreiung zu gedenken.  Das ist beispiellos und beschämend zugleich. In einer Stadt Sachsens immerhin wissen prominente LINKE und die Stadtführung wo am 8. Mai ihr Platz ist. Das Deutsch-Russische Kulturinstitut (DRKI) in Dresden meldet für heute: 10 Uhr Blumenniederlegung am Ehrenmal der Roten Armee (Olbrichtplatz), 11 Uhr Blumenniederlegung auf dem Garnisionsfriedhof Marienallee und 12 Uhr Feierstunde für sowjetische Kriegsverteranen im DRKI. Ob daran VertreterInnen der LINKEN oder der Stadt Dresden teilnehmen? Dresden ist immerhin die Landeshaupstadt Sachsens. Die LINKE Dresden weist auf die Veranstaltungen 10 Uhr und 11 Uhr zumindest (gut versteckt auf ihrer Homepage) hin.</p>
<p>Es reicht nicht, wenn lediglich einige Linke wissen was am 8. Mai 1945 geschehen ist. Dieser Tag muss wieder  im Bewusstsein der gesamten Bevölkerung Ostdeutschlands, ja Gesamtdeutschlands verankert werden. Lesenswert ist in diesem Zusammenhang der &#8220;<a href="http://gbmev.de/archv/Aufruf_zum_8_Mai_2012.htm">Aufruf zum Tag der Befreiung vom Faschismus am 8. Mai 2012</a>&#8221; von der Gesellschaft zum Schutz für Bürgerrecht und Menschenwürde e.V. mit der Forderung an die Bundesregierung den 8. Mai als offiziellen Tag der Befreiung vom Faschismus zu würdigen. Die Gesellschaft wird  heute 17 Uhr am Ehrenmal (&#8220;Mutter Heimat)  in Berlin-Treptow eine Gedenkveranstaltung abhalten. 20.000 Sowjetsoldaten fielen allein bei der Befreiung Berlins, deshalb steht dort das größte sowjetische Ehrenmal. Mehr über die Geschichte erfährt man auf der <a href="http://www.goruma.de/Wissen/KunstundKultur/Architekturdes20und21Jahrhunderts/Europa/Sowjetisches_Ehrenmal_Berlin.html">Homepage &#8220;Architektur des 20. und 21. Jahrhunderts</a>&#8220;.</p>
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		<title>Land unter in Neu-Athen</title>
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		<pubDate>Sun, 06 May 2012 12:17:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der scheidende Ministerpräsident Harry Carstensen (CDU) sieht kein Land mehr für Schleswig-Holstein: &#8220;Bald kann man Kiel in Neu-Athen umtaufen &#8211; wir liegen mit unserer Verschuldung nur acht Jahre hinter Griechenland zurück.&#8221; Auch wenn noch so gespart wird, wie das hoch verschuldete Land sich je sanieren will, wissen weder CDU noch SPD.  Die politische Lage im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der scheidende Ministerpräsident Harry Carstensen (CDU) sieht kein Land mehr für Schleswig-Holstein: &#8220;Bald kann man Kiel in Neu-Athen umtaufen &#8211; wir liegen mit unserer Verschuldung nur acht Jahre hinter Griechenland zurück.&#8221; Auch wenn noch so gespart wird, wie das hoch verschuldete Land sich je sanieren will, wissen weder CDU noch SPD.  Die politische Lage im hohen Norden ist höchst vertrackt: CDU und SPD pflegen einen Groll aufeinander wie sonst nirgendwo &#8211; und müssen wahrscheinlich doch (wieder) miteinander. Damit das Ganze nicht so schnell scheitert wie beim letzten Versuch, hat die SPD ihren besten Mann vom Spitzenplatz verbannt: Ralf Stegner. Stegner gilt als das beste Pferde im Stall, er hat nur einen kleinen Fehler:  Er kann schlecht mit Menschen. Bei der hoch emotionalen Abschiedsrede von Carstensen, ein Mann der Stammtische und nicht unbedingt der Regierungspolitik, zollten alle Parlamentarier dem Käpt&#8217;n Knuffig genannten Landwirt stehend Beifall, nur einer blieb sitzen und rührte keinen Finger: Stegner.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://links-sachsen.de/wp-content/uploads/Gischt.jpg"><img class=" wp-image-4026 aligncenter" title="Gischt" src="http://links-sachsen.de/wp-content/uploads/Gischt-300x225.jpg" alt="" width="584" height="488" /></a></p>
<p>Farblose Figuren führen CDU, SPD, Grüne, Piraten und Linke &#8211; letztere kam bei Umfragen auf zwischen 2 und 3 Prozent. Die einzige Partei, die wegen ihrer Führungspersönlichkeit gewählt wird, ist interessanterweise die FDP:  Kubicky gilt seit vielen Jahren als eigensinnig und durchaus wählbar, selbst für Menschen, die die gesamte FDP ablehnen. Doch der smarte Kubicky ist die FDP im Norden und was er von den &#8220;Berlinern&#8221; seiner Partei hält wissen zwischen Altona und Flensburger Förde alle. Kubicky spielt sein eigenes Spiel und damit hat die Partei eine Chance, denn die Leute mögen den Mann, der nonchalant plakatierte: &#8220;Wählt doch was ihr wollt!&#8221;  Die Spitzenkandidatin Jansen der Linken kommt von den Grünen, gilt als blass und fühlte sich beim Wahlkampf  von einem prominenten Genossen aus dem Saarland im Stich gelassen, wie sie den Medien mitteilte. Die Linke hat während der gesamten Zeit im Parlament einen einzigen Antrag durchbekommen: Da ging es um Tiere im Zirkus.  Absehbar ist ein Sechsparteienparlament bestehend aus CDU, SPD, FDP, Grünen, Piraten und Dänen. Für die Dänen gilt die Fünfprozenthürde nicht &#8211; genau so wenig wie für die deutsche Minderheit im dänischen Nordschleswig. Die SPD favorisiert die &#8220;Dänen-Ampel&#8221; &#8211; die CDU hat in widerlicher Weise gegen die Dänen Wahlkampf gemacht &#8211; doch am Ende könnte es für die Dänen-Ampel (wegen des abzusehenden Erfolges der Piraten) nicht reichen. Dann müsste erneut zusammen kommen, was nicht gut zusammen  kann: SPD und CDU. Das will niemand &#8211; eine denkbare Alternative wäre eine äußerst instabile 4-Pateien-Allianz mit den Piraten. Auf längere Sicht ist  Land unter in Schleswig-Holstein -  für die Linken und auch im Hinblick auf politische Stabilität.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Argentinien wiederverstaatlicht größten Ölproduzenten &#8211; USA und EU protestieren</title>
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		<pubDate>Fri, 04 May 2012 10:53:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Parlamament von Buenos Aires ist sie durch, der Entscheidung zur Teilverstaatlichung  der argentinischen Tochter des spanischen Repsol-Konzerns. Der Staat wird 51 Prozent des Konzerns übernehmen &#8211; in Madrid wurde der argentinische Botschafter einbestellt. Es wird mit juristischen Konsequenzen gedroht, sollte die Präsidentin Kirchner den parlamentarischen Beschluss mit ihrer Unterschrift rechtswirksam werden lassen. Daran herrscht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Parlamament von Buenos Aires ist sie durch, der Entscheidung zur Teilverstaatlichung  der argentinischen Tochter des spanischen Repsol-Konzerns. Der Staat wird 51 Prozent des Konzerns übernehmen &#8211; in Madrid wurde der argentinische Botschafter einbestellt. Es wird mit juristischen Konsequenzen gedroht, sollte die Präsidentin Kirchner den parlamentarischen Beschluss mit ihrer Unterschrift rechtswirksam werden lassen. Daran herrscht im Andenstaat jedoch bislang kein Zweifel: Kirchner begründete die Verstaatlichung des größten einheimischen Ölproduzenten damit, dass Argentiniens Wirtschaft leide, weil teures Öl importiert werden müsse &#8211; außerdem habe der Konzern nicht investiert.</p>
<p>Rückblende: Anfang der 90er fanden unter der Regierung Menem Privatisierungsorgien statt. Auf Befehl des IWF wurden massenhaft Staatsbetriebe privatisiert (so wie es heute unter EU-Diktat in ähnlicher Form in Griechenland geschieht) &#8211; im Ergebnis wurde Argentinien in den Staatsbankrott getrieben.  Der einstige Musterschüler des IWF hatte nach neoliberaler Logik ökonomisch alles richtig gemacht, am Ende stand erwartungsgemäß die Staatspleite.  Zu den Sahnestücken der Staatsbetriebe gehörte der staatliche Ölkonzern YPF, den sich Spaniens Konzern Repsol angelte.</p>
<p>Spanien hatte seinerseits 1997 seinen 1981 gegründeten staatlichen Energiekonzern vollständig privatisiert &#8211; <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Repsol_YPF">Repsol</a> befindet sich heute vollständig im Besitz privater Aktionäre. Allerdings war Repsol selbst zum Zeitpunkt des Erwerbs des argentinischen staatlichen Ölkonzerns noch zu Teilen im Besitz des spanischen Staates.  Als Iran, Irak und Libyen ihre Ölgesellschaften verstaatlichten wurden sie seinerzeit zu Erfeinden der westlichen Welt erklärt. Aus &#8220;Menschenrechtsgründen&#8221; wurden durch die USA und andere NATO-Staaten die Regierungen gestürzt &#8211; seitdem befinden sich die Ölfelder in den Händen westlicher Konzerne. (Im Iran allerdings wurde der von den USA installierte Privatisierer-Schah Pahlevi gestürzt und die Energieversorgung wurde unter Ajatolla Chomenie wie unter dem  Schah-Vorgänger Montasadegh wiederverstaatlicht &#8211; seitdem gilt der Iran wieder als legitimes Ziel westlicher Angriffspläne. Allein der Verteidigungshaushalt der angrenzenden Golfstaaten übersteigt den des Iran bei weitem.)  Die USA und die EU werden alles tun, um die Verstaatlichung in Argentinien zu verhindern oder rückgängig zu machen. Die internationalen Aktionäre fürchten einen Präzendenszfall,  der nicht nur in ganz Lateinamerika sondern auch in Afrika und der arabischen Welt Schule machen könnte.</p>
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		<title>100.000 demonstrieren auf dem Wenzelsplatz &#8211; Regierung vor Auflösung &#8211; KSCM vor Erfolg</title>
		<link>http://links-sachsen.de/2012/04/100-000-demonstrieren-auf-dem-wenzelplatz-regierung-vor-auflosung-kpc-vor-erfolg/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 15:58:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit der Wende gab es nicht mehr solche Massen auf dem Wenzelplatz: Einhunderttausend demonstrierten am vergangenen Wochenende gegen die Sparbeschlüsse, Korruption und Vetternwirtschaft in Prag. Die gegenwärtige liberal-konservative Dreiparteienkoalition unter Führung von Ministerpräsident Petr  Necas hat gerade zwei Jahre gehalten und steht vor dem Aus. Griechische Verhältnisse wollte sie Tschechien ersparen, doch auch Tschechien ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit der Wende gab es nicht mehr solche Massen auf dem Wenzelplatz: Einhunderttausend demonstrierten am vergangenen Wochenende gegen die Sparbeschlüsse, Korruption und Vetternwirtschaft in Prag. Die gegenwärtige liberal-konservative Dreiparteienkoalition unter Führung von Ministerpräsident Petr  Necas hat gerade zwei Jahre gehalten und steht vor dem Aus. Griechische Verhältnisse wollte sie Tschechien ersparen, doch auch Tschechien ist tief in der Krise. Die beschlossenen Spaßmaßnahmen betreffen übrigens auch deutsche Touristen &#8211; so soll die erst vor kurzem erhöhte Mehrwertsteuer um einen weiteren Prozentpunkt angehoben werden.  Auch die geplante Einführung von Studiengebühren und Rentenkürzung lösen im Volk keine Begeisterungsstürme aus. Dennoch werden die geplanten Maßnahmen das Land nicht retten, denn die Maßnahmen würden nur dann Erfolge zeitigen wenn parallel die Wirtschaft um drei Prozent wachsen würde &#8211; erwartet wird unterdessen bestenfalls eine Stagnation, ein &#8220;Null-Wachstum&#8221; also.</p>
<p>Inzwischen haben Ausläufer der slowakischen Gorilla-Affäre auf Prag übergegriffen. Ausgerechnet die neu gegründete Partei Öffentliche Angelegenheiten (VV), die Zulauf hatte weil sie im Gegensatz zu den etablierten Parteien Transparenz schaffen wollte erlebte einen handfesten Skadal: Der Parteichef wurde wegen Bestechung rechtskräftig verurteilt. Am Freitag wird sich die Regierung auflösen.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://links-sachsen.de/wp-content/uploads/logo_KSCM.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-3979" title="logo_KSCM" src="http://links-sachsen.de/wp-content/uploads/logo_KSCM-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a></p>
<p>Politischer Nutznießer der desaströsen Zustände scheint allem Anschein nach die Kommunistische Partei zu sein. Bei Neuwahlen werden ihr deutlich über 20 Prozent zugetraut &#8211; damit würden sie zweitsträrkste Partei in Tschechien.  Bei den letzten Wahlen hatten sie 11 Prozent geholt.  Wahlgewinner aber werden wahrscheinlich die Sozialdemokraten.</p>
<p>Zum <a href="http://www.kscm.cz/our-party/our-programms">Parteiprogramm der KSCM in Englisch</a> und zu einer Analyse von zwei Soziologen, die sie wahlweise <a href="http://www.radio.cz/de/rubrik/schauplatz/mehrheit-der-tschechen-fuer-neuwahlen-doch-niemand-weiss-was-folgt">von Radio Prag lesen oder nachhören </a>können haben wir Links gesetzt.</p>
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		<title>Vortrag über Geschichte und Gegenwart von Empörung und Widerstand am 11. April</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Apr 2012 16:34:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Arbeit & Soziales]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit &#8220;Empörung und Widerstand in Geschichte und Gegenwart&#8221; ist ein Vortrag überschieben, der am 11. April 19 Uhr in Dresden zu hören sein wird. Ort des Geschehens ist die WIR AG in der Martin-Luther-Straße 21 &#8211; gegenüber der Lutherkirche in der Dresdner Neustadt. Schriftliche Empörungen von lebenserfahrenen Zeitgenossen erfahren und erfuhren in diesem Lande unlängst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit &#8220;Empörung und Widerstand in Geschichte und Gegenwart&#8221; ist ein Vortrag überschieben, der am 11. April 19 Uhr in Dresden zu hören sein wird. Ort des Geschehens ist die WIR AG in der Martin-Luther-Straße 21 &#8211; gegenüber der Lutherkirche in der Dresdner Neustadt.</p>
<p>Schriftliche Empörungen von lebenserfahrenen Zeitgenossen erfahren und erfuhren in diesem Lande unlängst ein ganz unterschiedliches Echo: Von Stephane Hessel, Autor der Bücher &#8220;Empört Euch&#8221; und &#8220;Engagiert Euch&#8221; über  Gert Schramm, der seine Erfahrungen als einziger schwarzer Deutscher im KZ Buchenwald im Buch &#8220;Wer hat Angst vorm schwarzen Mann&#8221; nieder schrieb bis hin zu Harry Belafonte, von dem es mit &#8220;My song&#8221; eine Biographie zu lesen und ab 19. April den Dokumentarfilm &#8220;Sing your song&#8221; zu sehen gibt.  Keine Frage, nicht nur die Piraten beweisen es: Empörung und Widerstand gegen die herrschenden Zu- und insbesondere Missstände sind wieder in! Längst haben Personen wie Harry Belafonte oder Pete Seeger die Brücke geschlagen vom Kampf um die Bürgerrecht in den 60ern zur Occupy-Bewegung 2011/2012. Der Journalist und Sozialwissenschaftler Ralf Richter wird versuchen einzelne Episoden der Geschichte von Empörung und Widerstand heraus zu greifen und auch die aktuelle Empörung von einem und über einen deutschen Literaturnobelpreisträger nicht ausblenden &#8230; Eine spannende Diskussion scheint garantiert!<br />
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		<title>Was gesagt werden muss &#8211; Grass-Gedicht löst in Deutschland Medien-Sturm aus</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Apr 2012 20:12:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Was gesagt werden muss&#8221; &#8211; mit einem israelkritischen Gedicht (welches sich im übrigen ebenso gegen Ahminedschad, den durch die letzten Wahlen geschwächten iranischen Präsidenten wendet) hat der deutsche Literaturnobelpreisträger Günter Grass eine Diskussionswelle ausgelöst. Wie meist in den Medien werden allerdings einzelne Passagen des Gedichtes kritisiert, ohne den Gesamtinhalt darzustellen. Doch jeder politisch Denkende sollte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Was gesagt werden muss&#8221; &#8211; mit einem israelkritischen Gedicht (welches sich im übrigen ebenso gegen Ahminedschad, den durch die letzten Wahlen geschwächten iranischen Präsidenten wendet) hat der deutsche Literaturnobelpreisträger Günter Grass eine Diskussionswelle ausgelöst. Wie meist in den Medien werden allerdings einzelne Passagen des Gedichtes kritisiert, ohne den Gesamtinhalt darzustellen. Doch jeder politisch Denkende sollte den Inhalt dieses Gedichtes kennen, bevor er etwas be- bzw. verurteilt. Die Süddeutsche veröffentlichte zuerst das komplette Gedicht, das  zeitgleich in der der New York Times und in der italienischen Respublica abgedruckt wurde &#8211; am Mittwoch.  Bitte folgen Sie dem Link &#8220;<a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/gedicht-zum-konflikt-zwischen-israel-und-iran-was-gesagt-werden-muss-1.1325809">Was gesagt werden muss</a>&#8220;. Sehr aufschlussreich ist darüber hinaus das Interview, welches Günter Grass dem Journalisten Tom Buhrow gegeben hat unter dem Titel: &#8220;<a href="http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video1093224.html">Günter Grass im Gespräch mit Tom Buhrow</a>&#8220;  Der heftig Kritisierte bekam hier die Möglichkeit seinen Standpunkt darzulegen.</p>
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		<title>Chemnitz zeigt die populärsten Gemälde Russlands</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Mar 2012 07:48:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Russland Sozialistischer Realismus Russischer Realismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Noch bis 28. Mai wird die Ausstellung „Peredwischniki“ in den Staatlichen Kunstsammlungen präsentiert von Ralf Richter Ein ganz großes Kompliment vorab: Nach der Ausstellung „Die schönsten Franzosen kommen aus New York“, die vom Juni bis Oktober 2007 in der Neuen Nationalgalerie in Berlin präsentiert wurde, ist das die wichtigste Ausstellung ausländischer Kunst auf deutschem Boden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Noch bis 28. Mai wird die Ausstellung „Peredwischniki“ in den Staatlichen Kunstsammlungen präsentiert<br />
von Ralf Richter</p>
<p>Ein ganz großes Kompliment vorab: Nach der Ausstellung „Die schönsten Franzosen kommen aus New York“, die vom Juni bis Oktober 2007 in der Neuen Nationalgalerie in Berlin präsentiert wurde, ist das die wichtigste Ausstellung ausländischer Kunst auf deutschem Boden in der Neuzeit. Damals, 2007, führte der Umbau des legendären Museum of Modern Art (MoMa) dazu, dass für die legendären französischen Impressionisten kein Platz mehr für die Ausstellung war und man sie in einer einmaligen Aktion in Übersee präsentierte. Diese Einmaligkeit kennzeichnet auch die Exposition in Chemnitz und wir Sachsen können uns hier mehr als glücklich schätzen, die beste Kunst Russlands – so wie sie viele von uns noch aus dem DDR-Schulunterricht kennen – direkt vor der Haustür präsentiert zu bekommen. Es ist eine einmalige Pracht und wer durch die Ausstellung geht – man sollte viel Zeit einplanen und eine Führung unbedingt mitmachen, doch anschließend muss man die Ausstellung noch einmal in Ruhe mit einem „Audio-Guide“ sich anschauen &#8211; wird von dieser Schau wohl ein Leben lang zehren können. Endlich, endlich sieht man das, was man weder in Moskau noch St. Petersburg (bzw. Leningrad seinerzeit) zu sehen geschafft hat: Die wunderbaren Gemälde Ilja Repins, man denke nur an die „Wolgatreidler“ oder „Die Saporoschjer Kossaken schreiben dem Sultan einen Brief“.</p>
<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/COd3UA5vNrI" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Ja es ist angerichtet: Über 40 Maler mit ihren besten Werken aus der Zeit zwischen 1870 bis 1920. Die „Gesellschaft der künstlerischen Wanderausstellungen“ wurde 1870 in St. Petersburg gegründet von den Malern Kramskoi, Mjassojedow, Ge und Perow. Von 1871 bis 1923 wurden insgesamt 48 Wanderausstellungen in Russland gezeigt. Man wollte die Kultur aus den Metropolen heraus bringen aufs Land – so gab es Ausstellungen in Kasan, Odessa, Riga, Orjol, Charkow und Kiew. Einmal kam man sogar ins Ausland, nach Prag. Neben russischen Künstlern engagierten sich bei den Peredwischniki Malergenossen aus der Ukraine, Armenien und aus Lettland. Peredwischniki heißt Wanderer – man malte im Freien und man malte sozialrevolutionär. Das allerdings verschweigt die Ausstellung. Es wird deutlich, dass in den Jahrzehnten vor 1917 längst eine revolutionäre Situation herangereift war, nicht nur in den Großstädten sondern auch auf dem Land. Selbstverwaltungen (Sjemstwos) wurden eingerichtet. Hier werden – und auch das wird verschwiegen – die Gründerväter- und Gründermüttter der Sozialistischen Realismus gezeigt. Wie stark das auch auf die deutsche Malerei abfärbte, kann man in der Sächsischen Schweiz in Wehlen im Robert-Sterl-Museum sehen. Sterl bereiste Russland und seine Bilder von der Wolga würden sich nahtlos in die „Peredwischniki“-Ausstellung einfügen. Kein Wunder, sie entstanden ja zur gleichen Zeit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es ist aber sehr bemerkenswert, dass die besten Bilder der Tretjakow-Galerie aus Moskau und St. Petersburgs ausgerechnet – aus gesamtdeutscher Perspektive betrachtet – in der tiefsten deutschen Provinz präsentiert werden. Nicht in Berlin, München oder Hamburg. Dieses Verdienst gebührt nicht zuletzt der rührigen Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Chemnitz, der Schwäbin Ingrid Mössinger. Ein kleiner Wermutstropfen bei allem Lob: Es ist nicht so, dass wie in den Medien oft dargestellt die Ausstellung etwa für Chemnitz konzipiert wurde. Nein, sie wurde vorher in der Nationalgalerie Stockholm gezeigt – Ingrid Mössinger hat die Bilder also aus Stockholm geholt. Dabei ist einiges auf der Strecke geblieben: Der Ausstellungskatalog zeigt somit einige Bilder, die man nicht in Chemnitz sieht – diese wurden von Stockholm nach Russland zurück gebracht. Man hätte darauf ruhig hinweisen können, es tut dem Verdienst der Chemnitzer keinen Abbruch.</p>
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		<title>&#8220;Gorilla&#8221; erschüttert die Slowakei</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Mar 2012 11:25:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Von wegen, wir werden gut informiert: Seit Monaten gibt es Massendemonstrationen in der Slowakei, die in den deutschen Medien erfolgreich verschwiegen werden. Auch eine besondere Form des Anti-Wahlkampfes: Anti-Korruptionsaktivisten zogen vor den Wahlen am vergangenen Wochenende in der Slowakei los und übermalten die Wahlwerbungsplakate mit weißer Farbe &#8211; von ausnahmslos allen Parteien. Das Phänomen ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von wegen, wir werden gut informiert: Seit Monaten gibt es Massendemonstrationen in der Slowakei, die in den deutschen Medien erfolgreich verschwiegen werden. Auch eine besondere Form des Anti-Wahlkampfes: Anti-Korruptionsaktivisten zogen vor den Wahlen am vergangenen Wochenende in der Slowakei los und übermalten die Wahlwerbungsplakate mit weißer Farbe &#8211; von ausnahmslos allen Parteien. Das Phänomen ist übrigens auch in manchen Elb-Dörfern (und höchstwahrscheinlich in Sachsen nicht nur da) zu beobachten: Dort werden alle Plakate herunter gerissen, nicht nur die von der NPD.</p>
<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/Bn-7eRrX_ts" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Über die Hintergründe des Volkszorns in der Slowakei berichtet ausgiebig <a href="http://www.presseurop.eu/de/content/article/1465201-gorilla-affaere-erschuettert-das-system">www.presseeurop.eu</a>, eine Nachrichtenseite mit Sitz in Paris. Hier dazu nur so viel: Die Akte Gorilla stammt vom slowakischen Informationsdienst (SIS) und beleuchtet die Verstrickungen von Politik, Wirtschaft und Medien.  Ausnahmslos alle Parteien sind in der Slowakei in den Korruptionssumpf verwickelt. Ausgangspunkt sind die Beziehungen der Investitionsgruppe Penta zu den führenden Politikern des Landes im Jahr 2005 und 2006.  In Deutschland wird unterdessen der Niedersachsensumpf kaum aufgeklärt werden, nachdem der Ex-Bundespäsident ins Kloster gegangen ist. Es gibt weder eine intensive Aufklärung in Hannover der Verbindungen von Poltik, Wirtschaft und Medien, noch werden die Spuren nach Baden-Württemberg (Stichwort Nord-Süd-Dialog, Öttinger) weiter verfolgt. Bananen, wie sie in der Slowakei anlässlich der Gorilla-Skandal-Proteste verteilt werden, müssten sonst von Hannover auch nach Stuttgart, Berlin und Brüssel an die dortigen deutschen Politiker gereicht werden &#8211; und das können Christ- und Sozialdemokraten wirklich nicht wollen, nachdem ja nun klar ist, das EX-AWD-Chef und Millardär Carsten Maschmeyer Schröder und Wulff unter die Arme gegriffen hat &#8230; Möglich ist dies nur durch Medien, die gezielt nicht berichten oder lieber andere Themen wählen. Die Vulkane in Island zum Beispiel oder die Schweinegrippe. Im Vorjahr gefielen sich die niedersächsischen Medien darin, den nicht vorhandenen EHEC-Erreger in ihrem Bundesland zu verfolgen und zu bekämpfen &#8211; es ist ja viel einfacher Phänomäne investigativ zu beleuchten als reale Korruptionsfälle in der Landesregierung und bei ortsansässigen Großunternehmen anzugehen. Dass Siemens und andere deutsche Großkonzerne die südafrikanische Regierung bestochen haben schlägt Wellen in Kapstadt und Johannesburg &#8211; nicht aber in Berlin oder München. In München oder Berlin ist man eher mit den Problemen von Damaskus beschäftigt und sorgt sich um die nicht existierenden Atomwaffenpläne des Iran. Alle westlichen Geheimdienste haben bestätigt, dass der Iran nicht an der Bombe arbeitet sondern lediglich seine Energieversorgung im Blick hat, doch die deutschen Medien haben das &#8220;iranische Kernwaffenprogramm&#8221; auch weiterhin fest im Blick.</p>
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		<title>Japan strahlt ein Jahr danach &#8211; als wären 150 Hiroshima-Bomben abgeworfen worden</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Mar 2012 10:53:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeit & Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Radio- und Fersehsender so wie Tageszeitungen berichteten zum Jahrestag der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima. In Deutschland bescherte er Baden-Württemberg eine politische Wende nach einem halben Jahrhundert &#8211; seither regiert dort ein grüner Ministerpräsident.  Die Kanzlerin gab sich geläutert und erklärte nachdem sie den Ausstieg aus dem Ausstieg aus der Atompolitik bekannt gegeben hatte, dass die Katastrophe ihr die Augen geöffnet habe und machte die Rolle rückwärts zum Bekenntnis zum Ausstieg.  Seither ist mehr geredet als getan worden &#8211; 80 Prozent der Energie kommen in Deutschland aus fossilen Brennstoffen. Frankreich hält an seinen Atomkraftwerken fest und bezieht über 70 Prozent seiner Energie aus Atomkraft &#8211; einzig Japan hat seine 50 Kraftwerde vom Netz genommen. Bald wird dort kein einziges Atomkraftwerk mehr arbeiten.  Doch auch die USA und Polen setzen auf Atomenergie. Bei Gdansk soll ein Kraftwerk entstehen, ein weiteres an der brandenburgischen Grenze.  Eine singuläre deutsche Atomausstiegspolitik bleibt fragwürdig so lange sie nicht von einer ähnlichen Politik in den Nachbarländern mit getragen wird.</p>
<p><span id="more-3863"></span></p>
<p>Die japanische Katastrophe aber ist noch längst nicht überstanden. 50 Milisivert, so sagt man, kann ein Atomkraftswerksarbeiter ohne größere Schäden pro Tag aufnehmen &#8211; die japanische Betreiberfirma Tepco hat die &#8220;zuträgliche Dosis&#8221; in diesem Jahr auf 200 Milisivert festgesetzt. Es wird gearbeitet bis der Geigerzähler Alarm schlägt. Obdachlose werden in Tokyo von der Straße weg gefangen und wachen als Atomarbeiter in Fukushima auf &#8211; eine japanische Form der Personalrekrutierung. Ein Praktik, die schon vor über 400 Jahren die Niederländische Ostindiengesellschaft angewandt hatte &#8211; betrunkene Bauern erwachten plötzlich auf hoher See auf dem Weg nach Indonesien und waren Matrosen der VOC.  Es ist die Verzweiflung, die viele Japaner in den Kamikaze-Job treibt.   Unter dem Titel &#8220;<a href="http://taz.de/Ein-Jahr-nach-Fukushima/!89324/">Ich bin Kanonenfutter</a>&#8221; veröffentlichte die taz einen lesenswerten Beitrag eines Mitarbeiters des Meilers.</p>
<p>Im Jahr 1 nach der zweiten großen Atomkatastrophe für die Menschheit ist die Lage für Japan äußerst angespannt: Weiteste Teile des Landes sind verseucht. Ganz Nordjapan aber auch weite Teile Mitteljapans einschließlich des Großraums Tokyo, in dem 35 Millionen Menschen leben, sind betroffen. Es ist nicht nur die japanische Energieversorgung die stark beeinträchtigt ist, auch die Felder können nicht bestellt werden. Noch bleibt die Lage relativ ruhig aber es gibt schon Anzeichen auch für geostrategische Verschiebungen &#8211; der Besuch des japanischen Premiers bei seinem chinesischen Amtskollegen und die dort getroffenen Vereinbarungen zeigten das unlängst. Japan, der größte &#8220;Flugzeugträger&#8221; der USA und wichtigste Verbündete in Asien ist schwer getroffen.  Die Auswirkungen auf die globale Großwetterlage werden allmählich sichtbar. Japan ist heute ein anderes Land.  In den 80ern gab es Kritik, als die Friedensfahrt demonstrativ nach Kiew verlegt wurde um zu zeigen, wie &#8220;sicher&#8221; die Region bei Tschernobyl ist. Heute werden Musiker an den Pranger gestellt, die sich weigern nach Tokyo zu fliegen. Dabei beschreibt Rebecca Harms in ihrem <a href="http://www.fr-online.de/meinung/gastbeitrag-von-rebecca-harms-japan-im-jahr-1-nach-fukushima,1472602,11710866.html">Gastbeitrag für die Frankfurter Rundschau</a>, dass allein die Cäsium-Menge, die auf das Land nieder ging,  einer Kapazität von 150 Hiroshima-Bomben entspricht.</p>
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